Egmont NP bis Morrinsville
February 10, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 21 °C
Los geht's in New Plymouth Richtung Matamata. Heute steht "Hobbiton" auf dem Programm.
Das heißt, wir besuchen Frodo und Bilbo Beutlins Heimatdorf Hobbingen und ihr Zuhause Beutelsend aus "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit", besser gesagt die Filmkulisse.
Als wir dort ankommen, schüttet es leider wie aus Eimern. 🌧️🌧️🌧️
Hilft aber nix. Auch ein Umbuchen auf den nächsten Tag ist nicht möglich, da die Touren alle ausgebucht sind.
Also beißen wir in den sauren Apfel und stürzen uns, mit Schirmen ☔☔☔ bewaffnet, in den Regen.
Aber trotzdem ist es ein tolles Erlebnis, durch das Filmdorf zu laufen und den Geschichten unseres Guides Chris mit vielen Funfacts zu den Dreharbeiten zuzuhören.
Bis auf zwei Hobbithöhlen können ausschließlich die Außenanlagen besichtigt werden. Die beiden Wohnhöhlen sind mit sehr viel Liebe fürs Detail eingerichtet und ein echter Hingucker.
Leider bleibt nicht viel Zeit. Ich könnte stundenlang die vielen Kleinigkeiten in Augenschein nehmen und auf mich wirken lassen.
Auf halbem Weg haben wir Glück und es hört auf zu regnen. 😊😊😊
Zum Abschluss unserer Tour gibt es noch Craft Beer, Apple Cider oder Ginger Beer im "The Green Dragon Inn", bevor es mit dem Bus wieder zurück ins Hobbiton Village geht.
Damit der Weg Richtung Coromandel morgen nicht zu weit ist, fahren wir noch ein Stück bis zum nächsten Freedom Camping Platz. Wir werden in Morrinsville fündig.
Ein Parkplatz vor einem Schwimmbad mit großem Sportplatz. Nicht gerade schön, aber zum Schlafen reicht es.
Für diejenigen, die noch mehr zu Hobbiton wissen wollen, habe ich noch Hannahs Zusammenfassung beigefügt: 😉🤗😊
"Unser Tourguide Chris war super lustig und hat uns viele spannende Nerd-Wissen-Fakten erzählt. Peter Jackson (der Regisseur) ist wohl ein waschechter Perfektionist - z. B. hieß es im Herrn der Ringe, dass Hobbit-Kinder gerne unter buschigen Pflaumenbäumen sitzen. Also hat man Pflaumenbäume gepflanzt... Die wachsen aber in Neuseeland eher hoch und schmal, alles andere als buschig. Also ließ Jackson Apfelbäumchen pflanzen, von diesen Blätter und Früchte entfernen und durch handgefertigte Pflaumen und Pflaumenbaumblätter ersetzen. Die Bäume waren nur in einer einzigen, 6 Sekunden langen Szene zu sehen und dabei nicht mal so gut, dass man die Pflaumen erkennen könnte 😆🤭
In Hobbiton ist fast alles echt, in den Gläsern ist sogar echter Honig! Aber es gibt einen "Fake-Tree" - den auf Bilbos Haus! Der Grund dafür: Der Hobbit wurde erst nach dem Herrn der Ringe gedreht, spielt aber davor. Man hat also einen Baum für das Haus im Hobbit gebraucht, der genauso aussieht wie der aus dem Herrn der Ringe... Nur 60 Jahre jünger. Deshalb hat man das künstlich gemacht. Peter Jackson hat aber die erste Variante nicht gefallen. Das Grün der Blätter war das Falsche. Also hat er ein paar Filmstudenten angeheuert ("Wollt ihr praktische Erfahrungen am Hobbiton-Set sammeln?"), die mussten dann die zigtausend Blätter von Hand bemalen! 😅
Je weiter oben ein Hobbithaus, desto reicher bzw. sozial höher gestellt der Hobbit, der darin wohnt. Selbes gilt für die Anzahl der Fenster... Bilbo wohnt in Beutelsend ganz oben auf dem Hügel, sein Haus hat 12 Fenster (der nächste Hobbit nach ihm hat 5 Fenster).
Nach Bilbos Haus ging es den Hügel wieder runter und wir konnten in eine Hobbit Höhle hinein 😍 - das geht erst seit Dezember 2023! Das Innere war mit so viel Liebe fürs Detail gestaltet, der Wahnsinn!
Im Anschluss sind wir zum "Green Dragon" gekommen, dem Pub in Hobbiton. Dort gab es freie Getränke, die ausschließlich für den Konsum in Hobbiton gebraut werden 😂
Das heutige Gebäude ist übrigens das dritte seiner Art. Das erste wurde für die schlechte Vision, die Galadriel Frodo zeigt, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass der Ring zerstört wird, abgebrannt. Die 3 Orks, die in dieser Szene vor dem brennenden Green Dragon stehen, sind eigentlich Feuerwehrleute aus Matamata, der nächsten größeren Stadt, die aufpassen, dass das Feuer nicht außer Kontrolle gerät... So kann man auch zu Filmrollen kommen 😂
Zum Schluss sind wir noch durch einen Gemüsegarten mit riesigen Zucchini und Kürbissen gelaufen, dann ging es auch schon wieder mit dem Bus zurück zum Startpunkt/Parkplatz.
Noch mehr Funfacts zu Hobbiton: Insgesamt gibt es 44 Hobbitholes.
Die Farm wurde 1998 von einem Scout bei einem Heliflug entdeckt und als sie gelandet sind, war er gleich sicher - hier muss für Hobbiton gedreht werden! Sie sind zum Farmhouse und haben geklopft und Ian Alexander, dem das Anwesen gehörte (jetzt ist sein Sohn Russel federführend), war gerade in bester Kiwi-Manier dabei, ein Rugby Spiel zu schauen... Zum Glück war gerade Halbzeit Pause!
Unser Guide hat uns übrigens auch noch ganz viel zu der Technik der "false perspective" erklärt, die es ermöglicht hat, dass die Hobbits (und Zwerge) so viel kleiner wirken als z. B. Gandalf, dessen Schauspieler Sir Ian McKellen nur ein bisschen größer war als Frodo-Darsteller Elijah Wood.
U. a. deswegen gibt es in Hobbiton auch 2 verschiedene Größen von Hobbiholes: eine normale Variante für die Hobbits und dann kleinere Türen, die Gandalf besonders groß erscheinen ließen, wenn er daran vorbei spazierte."Read more




















