• Kaihu Waipoua Forest

    February 17, 2025 in New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute steht ausschließlich der Besuch der Kauri Bäume auf dem Programm.
    Kauri-Bäume 🌳 nehmen in der Māori-Kultur einen wichtigen Platz ein und symbolisieren Stärke, Ausdauer und die Verbindung zur spirituellen Welt. Diese prächtigen Bäume, von denen einige über tausend Jahre alt sind, sind nicht nur Teil der Landschaft; sie verkörpern die Geschichten und Glaubensvorstellungen der Vorfahren des Māori-Volkes.

    Wie gestern schon kennengelernt, müssen wir beim Betreten eine festinstallierte Station durchlaufen, an der wir zuerst unsere Schuhe mit Bürsten reinigen und anschließend auf eine Stufe steigen, bei der die Schuhe mit einem Desinfektionsmittel besprüht werden.
    Das ganze Procedere dient dazu, die Kauris vor Keimen und sämtlichen Verunreinigungen zu schützen.

    Die Kauri-Bäume sind durch einen Krankheitserreger namens Phytophthora agathidicida (kurz PA) bedroht. Der PA-Erreger infiziert Kauri-Bäume über ihre flachen Wurzeln und schränkt ihre Fähigkeit ein, Wasser und Nährstoffe zwischen ihren Wurzeln und ihren Blättern zu transportieren.

    Nach einem kurzen Spaziergang über einen Pfad und später Bohlenweg, auf denen wir bereits viele Bäume bestaunen können, kommen wir schließlich zu Te Matua Ngahere "Father of the Forest", dem zweitgrößten Kauri-Baums der Welt.
    Sein Umfang beträgt 16,41 Meter und er ist 29,9 Meter hoch.
    Es ist ergreifend hierzustehen, in dem Wissen, dass dieser Baum 2.500 bis 3.000 Jahre alt und damit der älteste Kauri der Welt ist.
    In fast andächtiger Stille (Irgendeiner quatscht immer) sitzen wir eine ganze Weile hier und saugen den Anblick in uns auf lassen diesen Ort auf uns wirken.

    Leider erfahren wir erst vor Ort, dass die beiden Tracks zu den Four Sisters und den Yakas Trees geschlossen sind. 😳🥹
    Also machen wir uns auf den Weg zu Tane Mahuta, der einige Autominuten entfernt liegt.
    Er ist 2.500 Jahre alt und der zweitälteste Kauri-Baum der Welt. Er befindet sich auf einem abgeschlossenen Gelände, das nur zu bestimmten Zeiten für Besucher zugänglich ist. Vor Ort treffen wir eine Ambassador, die uns ganz viel über Tane Mahuta erzählt und Kauri-Bäume im Allgemeinen. Auch hier merken wir wieder, wie tief die Maori mit ihrer Kultur und der Natur verbunden sind. Die Botschafterin erzählt uns auch, dass es in Neuseeland Kauris gab, die zwischen 8.000 und 10.000 Jahre alt waren, aber alle gefällt wurden. 😭😭😭 Wir sind entsetzt und sprachlos... Wie kann man soetwas nur tun?

    Auf einmal nimmt sie uns zur Seite, obwohl noch einige andere Besucher da sind (aber mehr mit sich selbst beschäftigt sind) und wir bekommen eine kleine separate Mini-Führung, bei der sie uns viele weitere Details über Kauris erzählt und und zwei "Kauri-Babies" (wie sie sagt) zeigt, die 3 und 8 Jahre alt sind.
    Christoph meint später, dass wir diese Privat-Führung wohl meiner Begeisterung und meinen leuchtenden Augen zu verdanken hatten. 😇

    Bevor wir uns bedanken und verabschieden, empfiehlt sie uns noch, die Kai Iwi Lakes zu besuchen, was wir zum Abschluss des Tages noch machen und mit einem Spaziergang verbinden.
    Hier befindet sich auch ein sehr schöner Campground, der sicher einen Besuch wert ist.

    Wer hier ist, sollte unbedingt auch noch den Trounson Kauri Park besuchen. Leider fehlt uns hierfür die Zeit.

    Zurück am Camper fangen wir an aufzuräumen... 😭😭😭
    Nach fast 7 Wochen auf Achse und in Ermangelung von Platz wieder eine kleine Herausforderung. Aber dank der Erfahrung aus Australien geht es diesmal flotter - zumindest bilde ich mir das ein. 😉
    Read more