• Tierrettung und Shooting Stars

    February 20 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Der Tag hat begonnen wie der gestrige aufhörte - mit Dauertrommeln auf dem Dach unseres Bungalows.
    Auch wie an den Tagen zuvor hörte das plötzlich auf und die Sonne ließ sich ein bisschen blicken.
    Also nichts wie los an den Strand, diesmal Punta Grand Uva, Grand waren auf jeden Fall die Wellen, ein paar Surfer versuchten sich darin.
    Wir hatten ein anderes Ziel: Fotoshooting war angesagt. Rechtzeitig vor dem nächsten Guss waren alle Bilder "im Kasten" und wir im Trockenen.

    Am Nachmittag hatten wir eine Tour in die Jaguar Rescue Station gebucht.
    Der Name ist deutlich übertrieben, Jaguare gibt es da nicht, dafür viele andere Tiere, die verletzt aufgefunden wurden oder als Haustiere eingesperrt waren.
    Gleich die ersten waren freiwillig da, Rotaugenfrösche sind eigentlich nachtaktiv, vielleicht deshalb oder weil wir sie beim Kaulquappenmachen gestört haben, hatten sie die Augen zu. Wir sind dann schnell weitergegangen.
    In Costa Rica ist es seit einigen Jahren verboten, Wildtiere zu jagen, zu fangen oder als Haustiere zu halten (auch keine Papageien), Fotos mit Tieren und Menschen zu machen oder Wildtiere zu züchten (auch die Auffangstation darf keine Nachkommen "produzieren", weshalb Männchen und Weibchen streng getrennt werden).
    Dafür gibt es dort jede Menge Affen, die von Bäumen gefallen sind oder beim Überqueren der Straße über die Freileitungen verletzt wurden, viele Affenbabies, die allein aufgefunden wurden, ebenso Faultiere, Schlangen, Aras und seehr niedliche Faultierbabies, die ich leider nicht fotografieren durfte (ist wohl auch verboten in Costa Rica).
    Alles geschieht mit Hilfe vieler Freiwilliger und ohne finanzielle Unterstützung der Regierung.
    Gesund gepflegte Tiere werden, soweit möglich, ausgewildert, dafür gibt es extra ein Schutzgebiet.

    Abends hieß es dann wieder einmal Koffer packen, morgen geht es zurück nach San Jose.
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