• Tag 28 - Tbilissi

    7月24日, ジョージア ⋅ ☀️ 34 °C

    Nur Arnd:
    Heute Georgisches Nationalmuseum. Wir hatten gehofft, hier etwas über die georgische Geschichte zu lernen. Es gab eine eindrucksvolle Ausstellung über die russische Besetzung von 1921 bis 1991; eine umfangreiche Ausstellung über die Frühgeschichte - in Georgien gibt es ein paar bedeutende archäologische Fundstellen; eine große Sammlung an Schmuck aus allen Zeiten und ein paar Ausstellungen zu speziellen Themen. Zur georgischen Geschichte haben wir später die Wikipedia zu Rate gezogen.

    Georgien hat das Schicksal vieler kleinerer Länder, mächtige Nachbarn, die öfters mal vorbeischauen, oder wenn es wie in Georgien mehrere sind, sich um das Land streiten. Lange Zeit waren das vor allem Persien und das Osmanische Reich, Dschingis Khan hat auch vorbeigeschaut, wie auch Timur (Timur Lenk, Tamerlan, …. ), ein ziemlich brutaler Krieger, der sich ein großes Reich erobert hat und das Reich Dschingis Khans wiedererrichten wollte. Den werden wir in Usbekistan dann noch genauer kennenlernen, dort ist er ein Nationalheld. In späterer Zeit kam dann noch Russland dazu. Geholfen hat den Georgiern sicher ihre geografische Lage zwischen dem großen und kleinen Kaukasus. Es war eines der ersten Länder, die zum christlichen Glauben gewechselt sind, das war etwa um 400 n. Chr. Sie haben etwa um 500 n. Chr. eine ganz eigene Schrift entwickelt, was sicherlich auch identitätsstiftend ist. Irgendwie haben sie es geschafft, über die lange Zeit zumindest geistig ihre Eigenständigkeit zu bewahren und man wünscht ihnen, dass sie die jetzt langsam wirklich erreichen. Die aktuelle politische Lage könnte aber auch dazu führen, dass sie nochmal ein paar Generationen unter russischer Hegemonie leiden müssen.
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