• Tag 149 - Kuala Lumpur

    November 21 in Malaysia ⋅ 🌧 29 °C

    Arnd:
    Kuala Lumpur war eine sehr positive Überraschung für uns. Die Stadt hat viel zu bieten und ist sehr fotogen. Man kann sich dort sehr gut bewegen. Für größere Entfernungen gibt es ein MRT-Netz, U-Bahnen und Hochbahnen und eine Monorailbahn. Wenn man Zeit hat, läuft man zu Fuß, es gibt viel zu sehen unterwegs und für spezielle Bedürfnisse nimmt man ein Grab (per App bestelltes Taxi). Sprachlich gibt es hier auch wenig Probleme, mit Englisch kommt man sehr gut durch.

    Unser erstes größeres Ziel morgens war der Bird Park, dazu gibt es einen extra footprint. Eigentlich hatten wir es etwas eilig, weil der Wetterbericht ab 11:00 möglichen Regen angesagt hatte. Aber wir sind trotzdem einen Teil zu Fuß gelaufen, weil nicht weit von unserem Hotel die Petaling-Straße lag, eine bekannte Einkaufsstraße in Chinatown.

    Der Weg zu Fuß dahin wäre in manchen der letzten großen Städten, die wir besucht haben, ein ärgerliches Spießroutenlaufen gewesen. Kaputte, viel zu schmale oder nicht vorhandene Gehwege, keine oder kaputte Ampeln, Angst beim Überqueren von Straßen usw. Hier war das entspannt und es gab auch was zu fotografieren. Denn es gibt hier eine Infrastruktur für Fußgänger und siehe da, es gibt auch Fußgänger, sogar viele, und nicht nur verrückte Touristen aus Deutschland.

    Nach dem Birdpark mit Mittagessen wollten wir in ein Museum gehen, da weiterer Regen angesagt war. Um nicht schon wieder die menschliche Frühgeschichte aus Malaysischer Perspektive zu sehen, haben wir uns für ein Kunstmuseum entschieden, die National Art Gallery. Dort ist u.a. eine Dauerausstellung mit einer staatlichen Sammlung von Malaysischer Kunst zu sehen - sehr spannend.

    Auf dem Rückweg wäre ich fast in den falschen Wagen der U-Bahn eingestiegen. Ich dachte, die viele rosa Farbe soll anzeigen, dass es hier Plätze für schwangere Frauen gibt, wie in koreanischen U-Bahnen. Nein, hier gibt es Wagen nur für Frauen, und zwar genau in der Mitte des Zuges. Malaysia ist überwiegend Muslimisch. Allerdings gibt es hier alle großen Religionen, Islam, Christentum, Buddhismus und Hinduismus mit nicht unerheblichen Anteilen an der Bevölkerung.

    Abends bin ich nochmal allein losgezogen um die Muss-Fotos von den Petronas-Towers zu machen. Das war zwischen 1998 und 2004 das höchste Gebäude der Welt. Noch heute kommen jeden Abend tausende Menschen dorthin um den Ort zu genießen und sich zu fotografieren. Aus etwas größerer Entfernung könnte man das Gebäude für eine Kathedrale halten. Die Kathedrale gehört der Malaysischen staatlichen Erdölförderungsgesellschaft. Das passt doch.

    Auf dem Weg dorthin kam ich noch an diesem magischen blau beleuchteten Fluß vorbei, über dem dichter künstlicher Nebel erzeugt wird.
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