Great Ocean Road
February 5 in Australia ⋅ ☀️ 20 °C
Die Great Ocean Road dürfte das wichtigste touristische Highlight in Victoria sein. Sie beginnt ungefähr am Südwestende der Bucht von Melbourne und zieht sich 243km entlang der Südküste .
Sie wurde ab 1919 gebaut, und zwar von 3000 aus dem Krieg zurückgekehrten Soldaten. Erst 1932 war sie komplett fertig gestellt, der Bau war nicht einfach.
Normalerweise fährt man sie von Ost nach West. Am Anfang hält sie sich immer eng an die Küstenlinie. Man fährt also mit wunderbarer Aussicht. Da Linksverkehr herrscht, fährt man auf der dem Meer zugewandten Seite.
Später führt sie teilweise längere Strecken durchs Hinterland. Dafür kommen aber am Ende ein paar spektakuläre Aussichtspunkte dazu.
Wir sind die Tour nun anders herum gefahren, weil wir zuerst zu den Grampians gefahren waren. Wir hatten also die spektakulären Dinge ganz am Anfang und dann wurde es immer ruhiger.
Von den Grampians kommend sind wir zunächst in ein kleines Fischerstädtchen namens Port Fairy gefahren. Das liegt noch nicht an der Great Ocean Road. Dort gibt es eine der Hafenausfahrt vorgelagerte kleine Insel mit Naturreservat und einem hübschen Leuchtturm. Das haben wir uns erwandert. Es gab dort auch einen den nordeuropäischen Austernfischern sehr ähnlichen Vogel. Austerfischer waren eines der Lieblingsmalmotive meines Vaters. Er hat sie auf der holländischen Insel Terschelling kennengelernt.
Auf dem Weg von Port Fairy zur Great Ocean Road kamen wir noch an einem lange erloschenen Vulkan vorbei. Das ist ein Krater von 2km Durchmesser mit einem Berg in der Mitte, Tower Hill. Rings um diesen Berg gibt es im Krater eine Ebene, die teilweise ein See ist. Es gibt aber keinen Abfluss.
Abends haben wir eine Unterkunft in Port Campbell gehabt. Von dort sind wir noch am selben Abend zum Sonnenuntergang zur Loch Ard Gorge gefahren. Man muss bei Sonnenuntergang auf der Straße sehr aufpassen, weil einem gern mal ein Känguru vors Auto springt. Eigentlich sollte man wohl besser gar nicht fahren, aber hier mussten wir mal eine Ausnahme machen und sind langsamer gefahren, als alle anderen.
Am nächsten Morgen sind wir dann zum Sonnenaufgang zu den zwölf Aposteln gefahren, der wohl spektakulärsten Felsformation hier. Der Ort war für große Touristenmengen gut ausgebaut. Als wir da waren, war aber nicht so viel los. Auf dem Rückweg haben wir nochmal bei der Loch Ard Gorge angehalten, weil das Licht morgens anders ist, als abends.
Im weiteren Verlauf kamen wir noch bei Cape Otway vorbei, dem südlichsten Punkt dieses Abschnitts der australischen Küste. In Wilsons Promontory gibt es einen noch südlicheren Punkt.
In Cape Otway gab es früher einen Leuchtturm und eine Funkstation. Der Leuchtturm sollte die aus dem Südpolarmeer kommenden Schiffe, vor allem Schiffe voll mit Einwanderern, vor der Küste warnen. Dazu gab es ein sehr helles Licht und ein weniger helles rotes Licht. Wenn die Schiffsbesatzung das weiße Licht sehen konnte, das rote aber nicht, dann war die Entfernung noch in Ordnung. Waren beide Farben sichtbar, waren sie zu nah an Land.
Die Funkstation wurde 1859 errichtet und meldete alle Schiffsbeobachtungen nach Melbourne. Zu der Zeit, als dies betrieben wurde, gab es die Great Ocean Road noch nicht und die Versorgung der Menschen hier war ausgesprochen schwierig. Nur alle 6 Monate kam mal ein Schiff vorbei und warf in ein paar Kilometer Entfernung nützliche Güter ab. Die Leute betrieben Landwirtschaft, um sich zu ernähren. Es wurde berichtet von einem Stationsbetreuer, der hier 15 Jahre mit seiner Frau gelebt hat. In der Zeit haben die beiden 7 Kinder bekommen hat.Read more
























