• Java

    8.–13. elok. 2025, Indonesia ⋅ ⛅ 17 °C

    Unsere Anreise nach Java zieht sich länger hin als gedacht. Nach gut acht Stunden Bus- und Fährfahrt erreichen wir endlich unser Hotel in Banyuwangi. 😮‍💨 Das Reisetempo der letzten zwei Monate hat uns ziemlich zugesetzt, deshalb wird es höchste Zeit für zwei entspannende und ereignigslose Tage im Hotel mit absoluter Ruhe, um unsere soziale Energie wieder aufzuladen. 🔋

    Auf die dritte Nacht fiebern wir jedoch seit Monaten hin, denn wir werden auf den Ijen Vulkan wandern! 🌋 Wenige Tage davor hören wir vermehrt, dass man mit grossen Menschenmengen rechnen muss, weshalb wir eine Tour buchen, die uns vor der riesigen Menschenmasse in den Krater führen soll. 🙏

    Wir werden um 23:00 Uhr von unserem Hotel abgeholt, denn das blaue Feuer ist nur in der Dunkelheit sichtbar. 🔥 Die Wanderung geht 1,5 Stunden den Vulkan hinauf, dann etwa 1 Stunde einen schmalen, steilen Weg den Krater herab. 🥾 Wie gehofft, sind wir die ersten, die unten ankommen. Und dann sehen wir endlich das blaue Feuer. Wir sind komplett sprachlos von diesem einnaligen Anblick 🤩 Zusammen mit dem Kratersee neben an, der einen pH-Wert von ungefähr 0.6 hat (also noch saurer als Magensäure!) wirkt die ganze Szenerie nicht von dieser Welt. Man könnte meinen, dass wir nach 9 Monaten reisen abgestumpft gegenüber solchen Naturphänomenen seien, aber das ist weit gefehlt. Selten waren wir bisher so überwältigt! 😍

    Anschliessend müssen wir aber den selben steinigen Weg wieder hinauf klettern. Das stellt sich als extrem gefährlich heraus, da unterdessen die ganzen Massen an Touristen ebenfalls angekommen sind und den gleichen Weg hinuntersteigen. 😵 Man merkt, dass die Behörden, mit dem Hype den dieser Vulkan in den letzten Jahren erhalten hat, überfordert sind. Die extrem schmalen Wege, die direkt an einem tiefen, steilen Abgrund entlangführen, sind überhaupt nicht für die 5000 Touristen ausgelegt, die hier täglich in den Krater strömen. Und dazu kommen noch die Minenarbeiter, die hier für einen Mindestlohn Schwefel abbauen! 💀 Wir werden schnell aus unserer Trance gerissen und müssen schauen, wie wir hier unverletzt den Vulkan verlassen können! Mehr als einmal hören wir wie Menschen das Gleichgewicht verlieren und teils nur um Haaresbreite nicht abstürzen! Zum Glück schaffen wir es heil, aber etwas zittrig aus dem Krater heraus 🍀.

    Zum Schluss unseres Ausfluges wandern wir dem Kratergrat entlang Richtung Osten, denn wir wollen den Sonnenaufgang von hier oben bestaunen. Wir finden ein Plätzchen mit atemberaubender Aussicht auf die Küste und sehen den wohl schönsten Sonnenaufgang, den wir je erleben durften! 🌅 Dankbar und sprachlos sitzen wir nebeneinander und geniessen diesen magischen Moment! ❤️

    Etwa um 06:30 Uhr morgens wird es Zeit für den Abstieg und direkt im Anschluss erwartet uns eine schier endlose Busfahrt zurück nach Bali, denn am Tag darauf fliegen wir nach Kuala Lumpur. ✈️

    Dieser Ausflug wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Das blaue Feuer und der Sonnenaufgang am Kraterrand gehören zu den absoluten Highlights unserer bisherigen Reise!! Trotzdem würden wir es nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen, da uns beim Aufstieg aus dem Vulkan echt unwohl wurde. Eigentlich hätte längst eine alternative Route für Auf- und Abstieg geschaffen, die Besucherzahl pro Tag reguliert oder zumindest die Wege verbreitert werden sollen. In ihrem aktuellen Zustand sind die Bedingungen schlicht zu gefährlich – nicht einmal ein Geländer gibt es. 🤨 Naja, man kann nur hoffen, dass sich etwas ändert bevor Schlimmeres passiert…
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