ACT Teil 1 - Wanderung zum Tilicho Lak
Oct 10–16, 2025 in Nepal ⋅ ☀️ -4 °C
Wir haben uns das womöglich grösste Highlight unserer Reise bis zum Schluss aufbewahrt. Heute beginnt der Annapurna Circuit Trek (ACT) auf den wir uns seit Wochen vorbereiten. 🤩
Wir treffen uns morgens mit Pramod, der für uns ein Taxi nach Besisahar organisiert hat. Hier treffen wir unsere Sherpa Dolma und fahren gemeinsam weiter bis nach Chame, ein idyllisches Bergdorf auf 2670 müM 🚙. Die Anfahrt dahin sollte eigentlich 4-5 Stunden dauern. Durch Erdrütsche und mehrere Autos, die den sehr rustikalen Strassen nicht gewachsen sind, dauert die Fahrt aber schlussendlich fast doppelt so lange. 😮💨
Am nächsten Morgen starten wir mit der Wanderung. Von Chame führt der Weg entlang des Marsyangdi Flusses durch einen Nadelwald nach Dhikur Pokhari, wo wir unser Mittagessen geniessen. Weiter geht‘s über Upper Pisang nach Green Lake (3250 müM), wo wir abgelegen von jeglicher Zivilisation direkt am kleinen Bergsee übernachten. 🐠
Der nächste Tag beginnt früh, denn wir wollen den Sonnenaufgang am See geniessen. Anschliessend brechen wir auf und führen die Wanderung über Ghyaru und Ngawal fort. Schliesslich erreichen wir Manang, wo wir unsere nächsten beide Nächte verbringen, um uns an die Höhe anzuklimatisieren. 😴 Obwohl wir uns bereits über die ersten Blasen beklagen, schonen wir unsere Zehen nicht, denn Dolma erklärt uns, dass wir uns an unserem Aklimatisierungstag nicht etwa im Teehaus ausruhen, sondern eine Tageswanderung inklusive 1100 Höhenmetern zum nahe gelegenen Gletschersee machen werden. 💀
Da der offizielle Weg zum Gletschersee
eine halbe Stunde den Weg zurück führt, schlägt Dolma vor, eine Abkürzung auszuprobieren, die der Teehausbesitzer ihr empfohlen hatte. Zuversichtlich folgen wir dem Weg müssen aber feststellen, dass dieser zunehmends schmaler wird und schliesslich im Nichts endet 😬. Noch bevor wir uns versehen, landen wir mitten in einem Hang ohne Weg zurück! Sofort realisieren wir in welch gefährlicher Lage wir uns reinmanövriert haben und suchen gemeinsam nach einem Weg raus. Mit jedem Schritt rutscht das Geröll unter unseren Füssen den Berg hinunter und es gibt nur sehr wenige Büsche an denen wir uns festhalten können. Teils bleibt uns nichts anderes übrig als uns an Dornenbüschen festzuhalten 🤕. Stundenlang kämpfen wir uns Schritt für Schritt vorwärts auf einen Hügel zu, der einen etwas weniger steilen Abstieg ermöglicht. Da angekommen brauchen wir erst eine kleine Verschnaufspause! Langsam laufen wir bergab und kehren zu unserem Teehaus zurück, denn keiner von uns ist jetzt noch in der Stimmung noch zum Gletschersee zu wandern 😅. Stattdessen trinken wir einen Tee beim Gangapurna-See, der auf der gegenüberliegenden Flussseite von Manang liegt. Abends klagt Alina über Kopfschmerzen 🤒. Da sie womöglich an einer Höhenkrankheit leidet, sind wir unsicher, ob die Reise für uns weitergeht.
Obwohl Alina am nächsten Morgen noch Kopfschmerzen hat, entscheiden wir uns weiterzuwandern. Dabei bleiben wir sehr wachsam und sind jederzeit bereit umzukehren, sollte sich Alina‘s Zustand verschlechtern. Über Khangsar Village erreichen wir Shree Kharka, was etwa 500 Höhenmeter höher als Manang liegt. Leider sind alle Teehäuser ausgebucht und so kommt es, dass wir noch 200 Höhenmeter weiter den Berg hoch müssen 🙄. Da die Höhenmeterdifferenz der Übernachtungen eigentlich nie mehr als 500 Höhenmeter betragen sollte und Alina bereits mit Kopfschmerzen zu kämpfen hatte, haben wir ein mulmiges Gefühl als wir beim Blue Sheep Hotel ankommen. Bereit jederzeit den Abstieg anzutreten, beobachten wir die Sauerstoffkonzentration in unserem Blut und den Puls. Alina erholt sich aber gut und so entscheiden wir uns zu bleiben 💪. Es gibt aber eine kleine Planänderung. Wir entscheiden uns bereits morgen zum Tilicho Lake zu wandern, damit wir die strenge Abschlussettappe zum Thorong La Pass auf zwei Tage aufteilen zu können.
Am folgenden Morgen machen wir uns also auf zum Tilicho Lake, der als höchstgelegener See der Welt gilt. Dabei führt der Pfad einen erdrutschgefährdeten Weg entlang bis zum Tilicho Basecamp. Dort erfahren wir, dass die Stromleitungen in Manang beschädigt wurden und es im gesamten Tal vorerst kein Internet geben wird 📵. Wir lassen das Gepäck in der Unterkunft und wandern los zum Bergsee. Nach fast 1000 zurückgelegten Höhenmetern erreichen wir endlich unser Ziel und sind überwältigt vom tiefen Blau des Sees und der wunderschönen Bergwelt, die ihn umgibt 🤩. Nach einer heissen Schokolade kehren wir wieder zurück zum Tilicho Basecamp und verbringen da die Nacht.
Am nächsten Tag wandern wir gemütlich zurück nach Shree Kharka und lassen da den restlichen Tag ausklingen und verarbeiten das bereits erlebte. Die ersten Tage waren zwar anstrengend und abenteuerlich, aber auch unvergesslich! Nun blicken wir gespannt auf die kommenden Tage, haben aber auch Respekt vor dem Thorong La Pass, der uns zum Abschluss unserer Wanderung erwartet. Dieser gehört zu den höchsten begehbaren Bergpässen der Welt und liegt auf 5416 müM. 👀Read more





























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