• Die Wicklow-Mountains rufen

    3 Juni, Irlandia ⋅ 🌧 15 °C

    Wir waren nach einem leckeren Frühstück (Rührei mit Bacon) dann doch relativ früh oben am Rock of Cashel und buchten, das wir sonst nicht in die Kapelle gekommen wären, auch eine Führung.

    Der Guide hatte heute seine allererste Führung (nach der entsprechenden Ausbildung). Die fehlende Erfahrung merkte man leider. Er begann mit Erklärungen, bevor alle aus der Gruppe da waren, er sprach zu leise, erst recht bei dem starken und damit lautem Wind. Auch hat er, was gerade bei dem Wind ärgerlich war, nicht immer in Richtung Gästegruppe gesprochen.

    Bereits im 4. Jhd. stand hier eine Festung, um deren Besitz/Macht zwischen den Clans Tara und Cashel (= O’Brian) Streit bestand Irgendwann ging die Herrschaft an die O‘Brians. Im 11. Jhd. schenkten diese die Festung der Kirche. Es wurde eine Kapelle, die „Cormac’s Chapel“ errichtet und danach gab es Erweiterungen. Die Kathedrale wurde bis Mitte des 18. Jhd. genutzt.

    Nach der Besichtigung fuhren wir - teilweise über Autobahn (🙈) - zum „Sally Gap“. Die Stecke zum Gap hat uns schon 2024 fasziniert; so auch heute. Zwischendurch gab es kleine Fotostopps.

    Am Gap selbst standen Fahrzeuge mit Warnblinker und ein Krankenwagen. Auf die Frage, ob es auf der Strecke einen Unfall gäbe, gab es ein „Nein“. Wir fuhren weiter und die Fahrzeuge hinter uns her. Auf einmal hinter uns wildes Gehupe und wir fuhren links ran. Wir standen kaum, da fuhr ein Gruppe von Rennradlern in hohem Tempo an uns vorbei. Keine Absperrung - kein gar nichts.

    Wegen starken Regens mussten wir einige Zeit im Camper verweilen, bevor wir unsere geplante Wanderung, die witterungsbedingt deutlich kürzer war, in die Ballinastoe Woods antreten konnten. Von oben konnte man dann sogar die Irische See erkennen. Im Wald hörte man von dem heftigen Wind nur manchmal das knacken von Bäumen. Die Bäume waren extrem dicht gepflanzt und man hatte ganz offensichtlich bereits damals Platz für eine Weg gelassen, den heute durch die Sozialen Medien bekannten „Bretterweg“.

    Anschließend fanden wir in Glendalough einen Übernachtungsplatz direkt an dem kleinen Flüßchen. Gerne hätten wir in dem nahegelegenen Restaurant gegessen, aber eine Google-Bewertung von 2,6 hat uns davon abgehalten und wir blieben auch zum Essen im Camper. Irgendwelche Außenaktivitäten ließ das Wetter leider nicht zu.
    Baca selengkapnya