• Tag 1: Anreise nach Passau

    April 16 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Tag 1 – Anreise mit kleinen Stolpersteinen
    Unsere Reise begann in Velbert. Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg Richtung Saldenburg. Die erste Pause legten wir in Höchstadt an der Aisch ein – ein typischer Autohof, könnte man meinen. Doch dort wurden wir positiv überrascht: Bei „Fifty’s“ gab es Fish and Chips, frisch, knusprig und wirklich empfehlenswert. Ein unerwartet guter Auftakt.

    Die Fahrt ging ohne weitere Staus. voran. DieJugendherberge in Saldenburg war unser Übernachtungsziel – und die hat es in sich. Sie liegt tatsächlich in einer Burg. Wir bezogen unser Quartier in einer kleinen Kammer, fast wie eine alte Kemenate, mit einem weiten Blick über die Landschaft. Ein Ort, der sofort etwas Besonderes hatte.

    Dann allerdings der Dämpfer: Wir stellten fest, dass wir ausgerechnet die wichtigsten Medikamente vergessen hatten. Ein unguter Moment. Ich fragte mich ernsthaft, wie ich die Nacht ohne meine Schmerz- Pflaster überstehen sollte.

    Ein paar Stunden Schlaf waren möglich – von Mitternacht bis etwa drei Uhr. Dann begann die Unruhe. Schmerzen, Wachsein, dieses Hin und Her, das die Nacht zäh macht.

    Am Morgen lag die Landschaft ruhig und schön vor uns, fast friedlich. Aber ehrlich gesagt: Genießen konnte ich das nur eingeschränkt.

    Gegen sieben Uhr begann Manfred zu telefonieren. Apotheken abklappern, Lösungen suchen. Schließlich gab es Hoffnung: Die Engel-Apotheke in Passau, wollte versuchen, das fehlende Medikament zu besorgen – mit Blick darauf, dass wir ja bald aufs Schiff gehen würden. Ob das klappt, war noch offen. Aber immerhin ein Lichtblick.

    Und dann war da noch etwas anderes: In der Jugendherberge waren zwei Grundschulklassen untergebracht. Laut, lebendig, ansteckend fröhlich. Erst dachte ich: Oh je. Aber genau diese Unbeschwertheit tat gut. Irgendwann mussten wir einfach mitlachen.
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