• Tag 2: Aufi geit's

    April 17 in Germany ⋅ ☀️ 12 °C

    Ab nach Passau.
    Das Telefonieren mit verschiedenen Apotheken schon ab 7 Uhr morgens, hat tatsächlich funktioniert. Eine Apotheke könnte das benötigte Medikament bis 14 Uhr besorgen. Die Rezepte wurden zu Hause fotografiert, mit WhatsApp verschickt und könnten nun als Nachweis vorgelegt werden. Damit steht dem Kauf der Medikamente eigentlich nichts mehr im Weg.
    Und trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl.
    Wird alles klappen?
    Müssen wir die Reise im schlimmsten Fall abbrechen?
    Schaffe ich es notfalls auch ohne die Medikamente?
    Wir werden sehen.
    Auf dem Parkdeck des Einkaufcenters fanden wir tatsächlich einen Parkplatz für unser Auto. Das war fast schon ein kleiner Glücksfall, denn Parkplätze sind in Passau eher Mangelware.
    Hier in der Stadtgalerie fiel mir auf, dass Barrierefreiheit wohl nicht oberste Priorität hatte. Viele Treppen machten das Vorankommen mühsam – etwas, das man in einer modernen Anlage eigentlich anders erwarten würde. Endlich draußen, konnten wir unseren Stadtbummel beginnen. Wir schlenderten durch die Gassen, vorbei an kleinen Geschäften und Cafés, hinein in die besondere Atmosphäre dieser Stadt zwischen den Flüssen. Vorbei auch an Häusern, die so gar nicht zum alten Bild von Passau passen wollten. Moderne Architektur, die versucht, sich anzupassen – aber es nicht wirklich schafft.
    Wir gingen weiter Richtung Altstadt und entdeckten ein sonnendurchflutetes Eiscafé. Genau richtig für eine Pause. Während wir unser Eis genossen, spielten Kinder um uns herum, einige planschten ausgelassen im nahegelegenen Brunnen. Es hatte etwas Leichtes, fast schon Urlaub vom ersten Moment an. Danach schlenderten wir weiter durch schöne kleine Geschäfte und kehrten schließlich zu unserem Ausgangspunkt zurück. Dort lag auch die Engel Apotheke. Nach kurzer Wartezeit konnten wir unsere Medikamente abholen – eine echte Erleichterung. Wir waren gerettet.
    Nun hieß es: zurück zum Parkplatz, das Auto holen und weiter zum Liegehafen unseres Schiffes, der MS Adora von Phoenix Reisen. Kaum waren wir dort, fing es – nach all dem Sonnenschein – ausgerechnet beim Einschiffen an zu nieseln. Nicht schlimm, aber typisch. Manfred setzte mich mit dem Gepäck ab und ließ mich im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen. Zum Glück kam ein freundlicher Steward, der mir half, die Koffer an Bord zu bringen.
    Unter einem kleinen Vordach suchte ich Schutz vor dem Regen und wartete, bis Manfred das Auto weggebracht hatte und ebenfalls an Bord kam. Gemeinsam standen wir dann unter Deck, bis wir unsere Kabine beziehen konnten. Unser Zimmer ist – wie gewohnt – schön geräumig und in den typischen Farben von Phoenix gestaltet.
    Dann hieß es: Leinen los.
    Während wir die ersten Kilometer flussabwärts zurücklegten, gab es das Gala-Dinner. Wir wählten das Menü – und insgesamt war alles wieder sehr schmackhaft. Auch unsere Tischnachbarn erwiesen sich als angenehm. Allerdings fiel mir auf, dass der Standard nicht ganz an unser vorheriges Schiff heranreicht. Es wirkt weniger luxuriös. Aber: alles ist ordentlich, gepflegt und funktional – und schließlich ist das Schiff noch recht neu, Baujahr 2019.
    Hier werden wir uns trotzdem gut erholen.
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