Tag 4: Hochzeitstag in Budapest
April 19 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C
Hochzeitstag in Budapest - Ich war schon ziemlich früh wach und schaut ziemlich ungewaschen in mein Smartphone. Die ersten Glückwünsch trudelten ein. Dann habe ich mich fotografiert, damit man sehen konnte, wie verwurschtelt ich am frühen Hochzeitstag-Morgen aussah. So konnte ich nicht zum Frühstück erscheinen, da muss noch "Hallo wach" dran. Aber wie? Ich schnappte mir den Tagesplan, um mal zu sortieren, was heute so auf mich zu kam und wie ich mich passend zum Anlaß anziehen könnte.
Tagesplan
Das Tagesprogramm für den Tag sah so aus und was mich da erwartete, war fast schon absurd, aber so waren letztendlich alle Tage getacktet:
Sonntag der 19. April 2026
Wettervorhersage: bis 22 Grad Sonne / ein bisschen bedeckt.
Frühaufsteher-Frühstück von 6:30 bis 7:00 Uhr.
Ankunft in Esztergom um 8:00 Uhr für die, die mit dem Ausflug starten wollen.
8:30 Uhr Beginn des Ausfluges "Donauknie". Mit Audio-Geräte.
Dann direkt das normale Frühstück bis 9:30 Uhr.
Für alle, die es ruhiger angehen wollten: Spätaufsteher-Frühstück ab 9:30 Uhr in der Panorama-Lounge.
Kaum verdaut, ging es weiter:
Ab 11:00 Uhr eine Bouillon – nur für den kleinen Hunger zwischendurch.
Und als wäre das nicht genug:
Um 12:00 Uhr Einfahrt in Budapest mit Kommentar von Kreuzfahrtleiterin Beatrix Aretz: „Rechts sehen Sie jetzt das….und wenn Sie nach links schauen, sehen sie schon…., gleich fahren wir unter die Kettenbrücke durch und dann sind wir auch schon am Anleger. Den Platz müssen Sie sich merken, wenn Sie alleine durch Budapest laufen, denn hier startet unser Schiff um 21:45 Uhr die Rücktour.“
Um 13:00 Uhr Anlegen – und gleichzeitig schon wieder Mittagessen im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ oder etwas Kleines im Lido.
Ankunft Budapest 13:00 Uhr Abfahrt gegen 22:00 Uhr. Und dazwischen? - Das sieht dann so aus:
Nachmittags? Natürlich:
Kaffee, Tee, Sandwiches, Kuchen von 14:00 bis 17:00 Uhr.
Ehrlich gesagt: Man kam kaum dazu, überhaupt Hunger zu bekommen.
Und:
Am Nachmittag wollten auch wir los. Die „Stadtrundfahrt“ begann… sagen wir eigenwillig: Die Realität: Mit dem Bus sage und schreibe auf die andere Straßenseite. Dafür Rolli einpacken, Stufen hoch, hin setzten – eine 180° Kurve und nach vier Minuten wieder alles rückgängig. Spinn ich jetzt? Ein Moment zwischen Lachen und Kopfschütteln. Und ein trotziges Überlegen, ob ich zum Schiff zurück gehe. Nee – bin ich dann doch nicht, bin langsam hinter den Anderen hergetrottel – wohin? zur Markthalle.
„Hallo? Sonntag!“ – dachte ich. Aber tatsächlich: Sie hatte geöffnet. Seit einiger Zeit wohl auch sonntags, wenn auch nur mit ein paar Ständen. Mehr Souvenirs als Markt, aber immerhin.
Dann ging es wirklich los mit der Rundfahrt. Vieles kannten wir schon von Besuchen in Budapest. Am Heldenplatz ein kurzer Stopp – rein, raus, weiter. Und ich? Ich bin tatsächlich im Bus eingeschlafen. Das ist mir so auch noch nie passiert.
Der Vorteil: Um 18 Uhr war ich wieder fit. Cocktail-Stunde. Ein kleiner Schwips und schwupps dann direkt weiter zum Abendessen. Kulinarisch sagen wir mal: ausbaufähig. Die Kartoffeln erinnerten eher an „noch nicht ganz fertig“.
Hatte ich schon erwähnt, dass es zwischen 14:00 bis 17:00 Uhr Kaffee, Tee, Sandwiches oder Kuchen gibt. Der Hotelmanager meinte bei der Einführung: 5Tage Flusskreuz-Schifffahrt gleich 5kg mehr auf der Waage, mit den Gummibärchen an der Rezeption, die jeden Tag frisch aufgefüllt wurden: 6kg! 🤣
Aber dann kam der Moment, der alles aufgewogen hat.
Gegen 21:45 Uhr das Auslaufen der MS Adora. Oben an Deck. Die Lichter von Budapest spiegelten sich glitzernd im Wasser, die Gebäude angestrahlt, die Stadt wie eine Bühne.
Und dazu Musik: „Audemus“ von Charlotte und Jürgen Wending.
Gänsehaut-Feeling pur. Mir kamen die Tränen, es war einfach nur schön.
Ein solcher Moment trägt einen über alles andere hinweg.
Und ich dachte:
Ja, genau so darf ein Hochzeitstag enden.Read more




























