• Die balkanische Schweiz

    9. juli, Kosovo ⋅ ☀️ 18 °C

    Am Zoll werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir für den Kosovo eine Haftpflichtversicherung abschliessen müssen. Die Versicherung deckt den Kosovo nicht. Wir fahren ans Häuschen und lösen eine Versicherung.

    Dann direkt wieder wunderschöne, grüne Landschaft. Hügelig mit Kühen, wie in der Schweiz. Nur das Autofahren ist etwas mehr an den Balkan angelegt. Kinder sind nicht angeschnallt und fahren mit ca. 12 Jahren grosse Quads, natürlich ohne Helm und ultra schnell. Auf halber Strecke Richtung Prizren werden wir von der Polizei angehalten. In gebrochenem Englisch erklärt der Polizist, dass die Strasse kaputt sei, wir wieder umdrehen und über die Autobahn müssen.

    Wueh, eine Stunde zusätzlich. Der Norweger und der Franzose hinter uns sind sichtlich verärgert. Wir nehmens gelassen und geniessen die Natur.

    Unser Camping ist 40 min von Prizren entfernt an einem Hügel, zu hinterst auf der Alp. Es begrüsst uns ein Schweiz-Albaner. Er offeriert uns einen Kaffee und erzählt, dass er hier geboren und in Sigriswil im Kanton Bern aufgewachsen ist. Vor ein paar Jahren hat es ihn zurück in den Kosovo gezogen. Hier hat er einen Camping aufgebaut, den nun seine Enkelin übernimmt.

    Das Areal ist gigantisch und wunderschön. Wir blicken über die Stadt, spielen etwas Fussball (Jenny arbeitet an ihren Jonglierskills) und Beachball und geniessen ein Nachtessen am wohl schönsten Ort im Kosovo. Hier schmeckt das simpelste Essen unglaublich lecker.
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