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Balkan

23-dniowa przygoda według Jenny & Thomas Czytaj więcej
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    26 czerwca 2026

    Endlich wieder einmal Ferien

    26 czerwca, Szwajcaria ⋅ ☁️ 23 °C

    In letzter Zeit haben wir uns viel mit Haus, Bank, Handwerkern und etwas Hochzeit beschäftigt.

    Jetzt freuen wir uns sehr darauf, unser Büsli wieder einmal auszufahren und gemeinsam drei Wochen den Balkan unsicher zu machen. Ziel ist es, möglichst nahe an Griechenland zu kommen. Unsere Bucketlist haben wir erstellt. Mal schauen, wie viele Dinge wir abhaken können.

    Spät Abends (wie immer) packen wir. Ein paar Stündchen Schlaf bleiben uns noch.
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  • A new adventure begins

    26 czerwca, Szwajcaria ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem wir gestern eine Bucketlist erstellt haben und heute unsere Küche erfolgreich entfernt wurde, rüsten wir Charlize noch mit einigen Gadgets aus. Wir fahren dazu zum Wärchzüg.ch und werden fündig. Die Hälfe des Ferienbudgets ist zwar bereits ausgegeben, dafür haben wir etwas zum Werkeln mit dabei. Dazu später mehr...

    Nach dem Mittag fahren wir in Richtung Österreich. 7:30h stehen auf dem Navi. Bis nach Bled ist unser definiertes Ziel. Mal schauen, ob wirs heute noch bis nach Slowenien schaffen. Auf dem Weg kommen Erinnerungen auf.

    Voller Vorfreude auf ein weiteres Abenteuer auf Rädern fahren wir durch die Hitze.
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  • Durch Slowenien

    27 czerwca, Słowenia ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach einer super Nacht für Jenny (sie ist im Tippspiel unerwartet auf Rang 1 🥳) und einer schlechten für Thomas, beginnen wir unsere tägliche Challenge. 1000 Seilsprünge.

    Nach einer Dusche geniessen wir bei fast 30 Grad unser Frühstück. Beim Zusammenräumen passiert uns noch ein Missgeschick. Die ganze Küchenkiste geht zu Boden. Der deutsche Nachbar, welchen wir heute Morgen noch belächelt haben, kommt angerannt und hilft. Ein Schäleli musste dran glauben, der Rest ist unversehrt.

    Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Kroatien. Kurz vor der Grenzen essen wir eine «Kleinigkeit«.
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  • Wir erreichen Kroatien

    27 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 32 °C

    Wir schaffen es bis in den Plitvice Nationalpark. Für heute sind aber schon alle Tickets weg. Wir installieren uns auf einem recht luxuriösen Camping. Den perfekten Schattenplatz stibizen wir einem holländischen Paar vor der Nase weg. Mit beleidigtem Blick fahren sie gegenüber die Store raus. Unser Platz ist gigantischgross!

    Wir gönnen uns am Pool einen Welcome Drink. Dann gehts an die Arbeit. Unsere Gagets müssen schliesslich noch eingebaut werden. Wir legen alles bereit und dann die Ernüchterung. Wir haben nicht alle Schrauben, die wir brauchen. Also bauen wirs mal provisorisch um.

    Am Abend geniessen wir ein improvisiertes Candellight Dinner. Dann taucht einer von der Reception auf. Die Stadt hat sie gerade informiert, dass es von 22 Uhr bis 5 Uhr in der ganzen Region kein Wasser gibt. Na bravo, es ist bereits 22:10. Das Sao Tomé Feeling kommt wieder auf.

    Gegen 23 Uhr treffen wir beim Fussballplatz ein. Hier wird das Spiel Kroatien gegen Ghana auf einem Grossbildschiirm gezeigt. Das Spiel ist total langweilig und die Fans so mässig. Nach der ersten Halbzeit (1:0) gehen wir zurück. Morgen müssen wir früh los, es könnte sehr heiss werden.
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  • Plitvicer Seen

    28 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 25 °C

    Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Es ist bereits hell und schon 25°. Der Kühlschrank hat in der Nacht ausgeschaltet - kein Strom mehr. Tom holt die Brötchen an der Reception, Jenny kocht Kaffee. Nach einem schnellen Frühstück, packen wir alles ein und checken aus.

    Wir besuchen den Plitvicer Nationalpark. Zu Beginn ist es noch angenehm warm und die Besucheranzahl überschaubar. Heutiges Ziel ist es, die erste Stunde nicht zu schwitzen. Wir folgen dem Weg C, um zum grossen Wasserfall zu gelangen. Die Umgebung ist wahnsinnig schön. Von Minute zu Minute steigt die Temperatur, das mit dem Schwitzen haben wir schon mal nicht geschafft. Wir spazieren zwei Stunden den Seen entlang und fahren per Flussboot zurück. Plitsch nass vor Schweiss gelangen wir zum Parkplatz zurück. Die Klimaanlage muss innert Sekunden auf Hochtouren laufen.
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  • Trogir - erster Schwumm im Meer

    28 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 35 °C

    Am Nachmittag treffen wir im Städtchen Trogir ein. Ein herziges Örtchen. Die Hitze erlaubt lediglich ein kleines Spaziergängli und ein kühles Getränk. Im Supermarkt (Konzum). kaufen wir noch ein und fahren dann auf den Cmaping.

    Bei einer älteren Frau finden wir ein Plätzchen im Garten. Es hat alles was wir brauchen. Die Dusche sowie die WC sind zwar nicht schliessbar, aber es hat Wasser und ist fast sauber. Strom hat es ebenfalls, jedoch nicht den Campingstecker, sondern nur den normalen. Und die Kabel, die genügen lang sind haben nur den Schweizerstecker. Also können wir keinen Strom beziehen. Ausserdem merkt Jenny dass sie für die 3 Wochen genau ein Paar Linsen eingepackt hat. Nicht ganz ideal, aber wieder typisch. Ihre neue Sonnenbrille liegt wohl auch noch zu Hause bereit zum Mitnehmen, nur dass letzteres nicht passiert ist.

    Eine Minute laufen wir zum Strand. Die Abkühlung tut richtig gut. Der ganze Körper ist angeschwollen.

    Wir essen heute Cevapcici 😋. Am Abend schauen wir am Strand die erste Halbzeit von Kanada - Südafrika. Es ist so heiss, dass wir lange nicht einschlafen können. Der Ventilator hilft ein wenig.
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  • Heiss, heisser, Kroatien

    29 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach einer fast schlaflosen Nacht wachen wir um 7 Uhr schweiss gebadet auf. Zwei Grillen vergnügen sich zu unserem Leidwesen im Olivenbaum. Wir kühlen uns direkt im Meer ab - einfach herrlich.

    Unser Ziel mit den 1000 Seilsprüngen haben wir übrigens vorerst pausiert. Von den Temperaturen her wäre das nur im Wasser, was eher schwierig ist mit dem Springseil, oder um 3 Uhr Nachts zu verantworten.

    Wir frühstücken. Der Kühlschrank hat erneut ausgeschaltet. Wir räumen alles ein und sind direkt wieder schweiss überströmt. Auf dem Weg zum Strand für eine nächste Abkühlung meint Tom charmant: «Du siehst aus wie nach einem Turnier«.

    Im Baumarkt suchen wir Schrauben, eine neue Grillzange und einen Adapter für den zweier Stecker (man weiss ja nie). Der Laden ist gekühlt, also lassen wir uns Zeit 🤩.

    Dann fahren wir nach Split. Eine schöne Stadt. Sie erinnert uns etwas an Venedig, auch wenn sie keine Kanäle hat. Es ist aber einfach viel zu heiss. Nach ein paar Souvenirläden, einem Mittagessen und einem Gelato gehts weiter nach Dubrovnik, dem letzten Halt in Kroatien.
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  • Grad Dubrovnik

    29 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 31 °C

    Vor Dubrovnik fahren wir auf den Camping Pod Maslinom. Ein schöner Platz unter Bäumen.

    Als erstes gehts direkt wieder ins Meer. Diesmal dauert es einiges länger als letztes Mal. Ca. 7min laufen wir steil bergab. Unten wartet ein idyllisches Badeplätzchen mit Sonnenuntergang. Was will man mehr? «Dass du jetzt wieder ufelaufsch und mich mitm Büsli abholsch«. So weit kommts noch. Oben angekommen sind wir gar nicht mal sooo verschwitzt.

    Beim Kochen geht uns tatsächlich das Gas aus. Jetzt ists so weit. Das Fleisch ist heute also rare bis medium. Draussen ist es nun angenehm. Wir schauen etwas Fussball. Von der extremen Hitze sind wir tod müde.

    Der gehoffte Temperatureinbruch bleibt aber aus. Zum Schlafen ist es viel zu heiss der Venti läuft auf Hochtouren.
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  • On the way to Montenegro

    30 czerwca, Chorwacja ⋅ ☀️ 34 °C

    Heute Nacht war es noch heisser als die Nächte davor. Nach dem Frühstück bauen wir unsere Schwerlastschienen ins Büsli ein. Wir schwitzen wie Schweine, dabei ist es erst 8.30 Uhr.

    Stolz auf das Vollbrachte räumen wir alles ein und machen uns auf in Richtung Montenegro. Auf dem Weg suchen wir eine Gasstation auf und füllen unsere Gasflasche wieder auf.

    Der Versuch an einem Strand in Dubrovnik ins Wasser gestaltet sich schwieriger. Etwas ausserhalb finden wir einen Parkplatz direkt am Meer. Das Wasser ist einiges kühler als im Norden. Die Abkühlung tut sehr gut.

    1h 15 min fahren wir dann bis nach Montenegro. Vor der Grenzen müssen wir anstehen. Jeder wird einzeln kontrolliert. Das dauert seine Zeit. Immer wieder haben Leute das Gefühl, sie können an der Kolone vorbei. Bis einer dann wieder rückwärts den Berg hoch fährt, da sie auf der Gegenseite ebenfalls einreisen.
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  • Wuhu sie lassen uns ausreisen

    30 czerwca, Chorwacja ⋅ ⛅ 31 °C

    2.5 Stunden stehen wir bei 35° im Stau. Das ist völlig normal, wie ChatGPT meint. Wir fragen uns, welch Chaos da herrscht, wenn es viele Touristen hat.

    Wir rollen immer mal wieder zwei, drei Autos vor und steigen dann wieder aus. Hinter uns ziehen schwarze Wolken auf und es geht ein Windchen.

    Dann kommen wir endlich näher ans Grenzhäuschen und sehen, dass jede einzelne Person aussteigt und ein Foto machen muss. Ach herje, wie wird denn hier gearbeitet!? Dann sind endlich wir an der Reihe. Wir zeigen unsere Pässe und werden direkt durchgewunken. Wow dafür sind wir so lange angestanden.

    Wir fahren um die Kurve und bemerken, dass dies nur die Ausreise aus Kroatien war, hier wartet der Zoll von Montenegro. Pässe und Fahrzeugausweis zeigen wir vor, erhalten einen Stempel und 40 Sekunden später sind wir drin!

    Wir kaufen noch ein, die Läden sind riesig und die Auswahl an Fleischwaren, Süssigkeiten, Getränken und Snacks ist gigantisch.
    Dann zieht ein Gewitter auf. Es regnet riesige Tropfen, windet alles weg und blitzt und donnert heftig. Dann stoppt der Regen und wir fahren ins Kamp Zlokovic ein. Neben uns die deutschesten Touristen, die es gibt. Maximal grosses Wohnmobil, ein Quad, eine Outdoor Küche und natürlich die Satellitenschüssel. Wir richten uns ein, gehen zum Meer (ganze 12s Weg) und beim Kochen beginnt es erneut zu regnen. Unter der Heckklappe, schön romantisch, essen wir Fajitas.
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  • Perast und „fast“ Kotor

    1 lipca, Czarnogóra ⋅ ☁️ 30 °C

    Jenny muss bereits vor dem Frühstück ins Meer (sich abkühlen).

    Danach geniessen wir ein leckeres Frühstück (mir gehts gerade nicht so gut, mein Nacken schmerzt und ich habe höllisches Kopfweh). Das wird sich hoffentlich bald legen.

    Heute wollen wir nach Perast und danach nach Kotor.
    Doch, bevor es losgeht, kühlen wir uns kurz im Meer ab.
    Auf gehts Richtung Perast. Beim Ortseingang wird uns mitgeteilt, dass der Parkplatz bereits voll ist. Wir sollen der Strasse folgen und am Strassenrand parkieren, dies sei sowieso kostenlos, die Parkplätze kosten für Camper extrem viel.

    Das Städtchen ist sehr herzig. Es hat viele Lädeli und Restaurants. Wir schlendern der Küste entlang, essen etwas und geniessen ein Gelato.
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  • Serpentinen über Kotor

    1 lipca, Czarnogóra ⋅ ☁️ 24 °C

    In Kotor gibts für uns heute nichts zu sehen, alle Parkplätze sind randvoll.

    Wir fahren etwas weiter und kühlen uns im Meer ab (schon wieder 🤔, gemäss Jenny muss man dies jede Stunde).

    Dann fahren wir einen Pass hoch, um eine schöne Aussicht zu geniessen. Der Start ist unheimlich eng und wendig. Tom fragt sich, ob das eine gute Idee ist - 25km bergauf mit dem Büsli. Dann wird die Strasse etwas breiter. Das Ausweichen ist jedoch mühsam, da viele Touristen wohl bergunerfahren sind. Unsere Bedenken, dass wir hier falsch sind, sind total unnötig.

    Auf dem Weg nach oben wird schnell klar, dass die Aussicht wunderschön ist. Wir könnten 100 Mal anhalten und Fotos knipsen.
    Ganz oben geniessen wir auf einer Terrasse ein kühles Getränk. Bevors nachher alle Kurven wieder nach unten geht.

    Wir essen heute im Restoran Bura ums Eck. Morgen gehts weiter Richtung Albanien.
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  • Auf hoher See

    2 lipca, Czarnogóra ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute geht es aufs Wasser. Um 8.30 Uhr checken wir aus, um 9.00 Uhr sitzen wir im Boot.

    Wir fahren der Küste entlang und stoppen bei der berühmten Blue Cave. Dort können wir in die Höhle schnorcheln. Kurz bevor wir ins Wasser steigen, wird Jenny dramatisch von einer Wespe angegriffen und hinterrücks in den Oberarm gestochen. Tom und der Captain wunderten sich über das hysterische Fuchteln, ein Schrei! Und vorest alles vorbei.
    In der Höhle schimmert alles leuchtend blau, wunderschön.

    Dann werden wir auf einer Insel abgesetzt. Wir geniessen einen Cappuccino und wandern dann an die Spitze der Insel. Auf dem Rückweg können wir um ein Schiffswrak schwimmen und als letztes fahren sie mit dem Boot in einen der vielen militärischen Tunnels (U- Boot Bunker). Von dort konnten sich die Soldaten in einem Netz von 40km verstecken.

    Um 15 Uhr sind wir wieder zurück beim Camping. Jennys Stich ist inzwischen zu einem zweiten Biezeps angeschwollen.
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  • Vorerst die letzte Nacht in Montenegro

    2 lipca, Czarnogóra ⋅ ☁️ 29 °C

    Am späten Nachmittag fahren wir auf dem Camping Vranjia ein. Die Betreiber sind zwei Deutsche und stürzen sich regelrecht auf ins Deutschsprachige. Wir erhalten ein Bier und einen Weisswein als Willkommensdrink.

    Der Camping liegt an einem Fluss mitten in der Natur, wunderschön. Leider sind wir etwas erschöpft von der Hitze und den letzten Tagen. Nach einem feinen Znacht und einer Runde Hive (Jenny siegt, alles gut, alle dürfen im Büsli schlafen) legen wir uns bereits um 21.15 Uhr ins Bett.

    Am Morgen spienzeln wir etwas aufs Telefon, um zu sehen, was Manzambi und Co. so treiben. Stolz zeihen wir am Morgen direkt das Schweizerdress an. Mal schauen, ob sie uns so nach Albanien einreisen lassen. Nach einem Schwumm im Fluss und einem leckeren Frühstück gehts auf nach Theth.
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  • Mirëseardhje in Shqipëria

    3 lipca, Albania ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir fahren auf einem abgelegenen Strässchen kreuz und quer durch Montenegro. Immer wieder taucht ein kleines Bauerndörfchen mit einigen Häuschen auf.

    Dann stehen wir plötzlich an der albanischen Grenze. Das geht zack zack (ob es wohl an unseren Fussballtrikots liegt 🤷‍♀️, man weiss es nicht). Und dann wirds so richtig schön. Die Alpen von Albanien sind der Wahnsinn.

    Das Navi zeigt 45 km und 1h 35 min an.
    Nach gut anderthalb Stunden erreichen wir das Städtchen Bogë. Hier finden wir einen Bankomat. In Albanien bezahlt man nämlich mit Lek. 100 Lek ergibt ungefähr einen Franken. Dann kaufen wir in einem Dorfladen noch was zu Essen und verköstigen uns im Restaurant gegenüber. Die Wirthin, eine süsse Albaner-Oma, schliesst uns direkt ins Herz und erklärt auf Albanisch und indem sie die Lebensmittel aus dem Kühlschrank holt, was sie uns kochen kann. Wir erhalten einen Salat mit Eieromlett und einer Suppe. Ultra lecker.

    Weiter geht es über den «Qafa e Thores« Pass. Die Natur, die Berge, die grünen Hügel, sind einfach wunderschön. Als es dann immer mehr zur engen Passstrasse mit Haarnadelkurven kommt, wird uns klar, warum die Strecke so lange dauert. Zwischenzeitlich haben wir passunerfahrne Tourist:innen vor uns, die sich den Berg hochschleppen und beim Ausweichen immer wieder einen Stau verursachen.

    So richtig eng wirds dann aber erst beim Kreuzen eines grossen Wohnmobils, der Fahrer nimmts gelassen. Wir erreichen Theth und schmieden bei einem Bierchen Pläne.

    Auf einem Camping in der Nähe, ganz oben am Berg (#wirhabenshochgeschafft) begrüsst uns ein netter junger Mann. Wir richten uns ein, lassen die Waschmaschine laufen und geniessen die schöne Aussicht mit einem Cuba Libre.
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  • Zwei gegen eine Schraube

    4 lipca, Albania ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute klingelt der Wecker ganz schön früh 5:50 Uhr. Wir haben grosses vor. Aber dazu später. Die Nacht war seit langem wieder so richtig angenehm. Die Temperaturen sind stark gesunken und auch heute morgen packen wir erstmals einen Pullover aus. Wir frühstücken und packen.

    Um 6.30 Uhr sind wir ready to go. Unser neu gebauter Auszug leider nicht. Er hängt irgendwo und lässt sich nicht mehr einfahren. Erdenklich blöd, denn so geht die Heckklappe nicht mehr zu. Wir suchen chrampfhaft nach dem Verursacher. Irgendwann entdecken wir eine Schraube, die sich leicht gelöst hat und das ganze blockiert. Mit viel Geduld von Tom und den kleinen Fingern von Jenny schaffen wir den «Sausiech« herauszudrehen. Dann geht der Auszug mühelos rein. Wow, grosse Klasse. Schön sind wir extra früh aufgestanden.

    Der Frust vergeht schnell, als wir Richtung Grunas Wasserfälle loswandern. Die erste halbe Stunde sehen wir niemanden. Hä wo sind denn alle? Wir geniessen die Natur und steigen bald zum Wasserfall hoch. Am Schluss muss man sogar noch etwas klettern. Es lohnt sich.
    Laut unserer Karte gehts da aber noch weiter. Und dann verirren wir uns im Wald an einem Abhang, bis wir uns entscheiden durchs Dickicht zurück zu klettern und einen anderen Weg zu finden.
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  • Viele Wege führen zum Blue Eye

    4 lipca, Albania ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir merken, dass wir bereits in Richtung Blue Eye unterwegs sind. Ab und zu kreuzen wir einige Wanderer, die zum Wasserfall hoch wollen. Und plötzlich sind wir oben auf der Strasse. Hmm wo gehts weiter? Wir laufen der Strasse entlang und warten auf den nächsten Abgang Richtung Canyon. Vergebens! Beim Blick auf die Karte realisieren wir, dass wir irgendwo falsch abgebogen sein mussten und nun einige Kilometer der Strasse entlang laufen müssen. Am gegenüberliegenden Hang sehen wir dann einige Wanderer. Dort hätten wir auch sein wollen. Shit happens, wir geniessen die ebene Teer-Strasse und den Blick auf den Canyon. Nach einer guten Stunde erreichen wir das Örtchen Nderlysaj, wo der Wanderweg in die Strasse mündet.

    Wir laufen weiter bergauf und bald ist es ein steiler, schmaler und anstrengender Aufstieg. Ca. 45 min kraxeln wir mittlerweile mit zig Touristen den Berg hoch. Die Sonne drück ebenfalls stark.
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  • 35° vs. 5°

    4 lipca, Albania ⋅ ☀️ 24 °C

    Und dann erreichen wir unser Ziel. Wir suchen im Schatten ein Plätzchen für Tom. Jenny montiert ihr Badekleid und stürzt sich ins 5 grädige Wasser. Die Abkühlung ist herrlich. Dann essen wir unseren wohlverdienten Burger und beobachten die übrigen Touristen. Einige wagen es bis zum Bauch ins Wasser, andere machen Köpfler von der Brücke.

    Wir gehen noch über die Brücke, um zum eigentlichen Ziel, dem Blue Eye zu gelangen. Das Gewusel hier ist unangenehm. Wir knipsen ein paar Fotos und schaffen es, ohne ins Wasser geschubst zu werden wieder zurück.

    Der Rückweg ist lange, wunderschön, heiss und anstrengend. Tom's Wade und Jenny's Knie beginnen zu schmerzen. Dann finden wir sogar den richtigen Weg und müssen nicht erneut der Strasse nach. Unterwegs lassen wir unsere Drohne einige Male fliegen, bis Jenny dann einen Ast erwischt und Elvira zum Absturz bringt. Es geht ihr soweit gut.

    Der Rückweg nimmt kein Ende, die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder. Und dann schaffen wirs nach 32km und 40'000 Schritten zur Bar in Theth. Dieses Bier haben wir uns wohl verdient. Der Aufstieg bis zum Büsli ist mehr ein humpeln, aber wir schaffens. Dann kurz hinlegen.

    Eine Stunde später erwachen wir wieder. Wir duschen und essen im Guesthaus unseres Campingbesitzers. Wir bestellen eine Platte mit Allerlei. Das essen ist fantastisch und das Plätzchen wunderschön.

    Ein letztes Mal den Berg hoch und dann sind wir over and out.
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  • Solarcheck

    5 lipca, Albania ⋅ ☀️ 20 °C

    Wieder kein Strom!

    Sicherheitshalber haben wir einen Wecker auf 08:00 Uhr gestellt. Nach der Wanderung gestern, hätte es gut sein können, dass wir den ganzen Tag liegen bleiben.

    In der Nacht ist wieder einmal der Strom ausgefallen. Unser Kühlschrank läuft wieder nicht, wie lange wissen wir nicht.
    Da wir bisher nicht auf Solar angwiesen waren, haben wir dies auch nicht geprüft ob dies funktioniert.
    Heute können wir sagen, Solar funkioniert nicht!

    Ein weiterer Morgen den wir uns als Mechaniker versuchen.
    Jenny steigt sogar aufs Dach um die Panels zu reinigen und zu prüfen.
    Erfolglos

    Dann packen wir alles zusammen und fahren los, die Ladung via Fahrt funktioniert. Immerhin!
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  • Die Stadt der tausend Fenster

    5 lipca, Albania ⋅ ☀️ 32 °C

    Wir fahren bis nach Berat. Die Stadt der tausend Fenster genannt, soll einer der idyllischsten Orte Albaniens sein. Wir parken bei einem netten Albaner und machen uns auf in die Stadt.

    Wir schlendern durch die rustikalen Gässchen. Immer wieder hat man eine Postkarten-Sicht auf die Häuser am Hang gegenüber. Wir gönnen uns ein Eis und suchen einige Souvenirläden auf.

    Heute gehen wir wiedermal auswärts essen. Wir nehmen eine Platte mit typisch albanischen Speisen. Erneut ist die Bedienung sehr freundlich und das Essen unglaublich lecker. Kugelrund versuchen wir von der Stadt ein Bild bei Sonnenuntergang zu schiessen. Es scheint aber, als wären wir zu spät. Die Sonne ist bereits hinter dem Felsen verschwunden. Naja...in eine Bar planen wir die nächsten Tage. Wir entscheiden uns dagegen den Süden von Albanien zu bereisen. Einerseits erreichen uns Nachrichten von Mike, der an der südlichen Küste ist, dass die Hauptsaison dort so richtig gestartet hat. Andererseits gehen uns die Tage langsam aus und die Bucketlist ist noch lange.

    Bei einem Bier schauen wir in einer Bar die erste Halbzeit von Brasilien-Norwegen.
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  • Thermal Baths

    6 lipca, Albania ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute morgen wird etwas gearbeitet. Mails beantworten und Offerten prüfen. Dann gibts einen Kaffee in einem Kaffeehaus in der Stadt. Wir schlendern ein letztes Mal durch die Gässchen.

    Wir fahren quer durchs Land in Richtung Südosten. Die Landschaft ist wunderschön, die Strasse kurvig und uns begegnen nur eine handvoll Autos. Nach zwei Stunden Passfahrt erreichen wir einen Parkplatz. Ach hier sind alle Touristen.

    Wir baden in den natürlichen Thermal Pools. Zum Glück sind sie nicht soo heiss, sondern nur angenehm warm.

    In Richtung Mazedonien geht es weiter. 3 Stunden fahren wir ausschliesslich über Passstrassen. Wir hätten uns Albanien nie so grün und kurvig vorgestellt. Es ist einfach wunderschön. Unterwegs halten wir und lassen die Drohne fliegen.

    Spät Abends treffen wir auf einem Camping vor Korca ein. Von einer jungen Frau werden wir herzlich empfangen. Von der Familie erhalten wir einen Kaffee und einen Schnaps zur Begrüssung. Nach einem schnellen Abendessen flüchten wir vor den Fliegen und Mücken ins Büsli.
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  • Охрид - Ohrid

    7 lipca, Macedonia Północna ⋅ ☀️ 25 °C

    Von Korce gehts weiter Richtung Nordmazedonien. Ohrid ist das Ziel.

    Wie bereits immer die letzten Tage, ist die Landschaft wahnsinnig schön. Wir cruisen durch die die Gegend und geniessen die Natur.

    Wir überqueren die Grenze an einem kleinen Grenzübergang. Alles geht wunderbar schnell, dieses Mal wird unser Auto noch kurz angeschaut.

    Dann fahren wir weiter bis Ohrid. In Ohrid decken wir uns mit der neuen Währung ein (Mazedonische Denar, 1 CHF = 66 Denar). Und gehen einkaufen, unser Kühlschrank hat sich in den letzten Tagen geleert.

    Danach gehen wir am See essen und bummeln durch Ohrid.
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  • Camping Rino

    7 lipca, Macedonia Północna ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir fahren um den Ohridsee in den Norden. Auf dem Camping Rino werden wir mit einem Schnaps herzlich willkommen geheissen. Viele von hier wohnen in der Schweiz, erzählt er stolz. Nächste Woche sollen alle aus Solothurn, Bern und Zürich hier eintreffen. Gottseidank sind wir jetzt schon hier 🙃.

    Unser Platz ist direkt am See. Wir kühlen uns ab. Tom erfriert dabei fast, obwohl der See einiges wärmer ist als das Meer. Dann spielen wir Spiele, lesen und Stricken und stärken uns dann vor dem 4tl Finale der Schweiz.

    Im Büsli machen wirs uns dann gemütlich. Wir richten den VPN ein und wollen das Vorgeplänkel schauen. Doch schnell wird klar, dass das Wlan uns nicht glücklich machen wird. Die ersten 20 Minuten versuchen wir alle drei Wlans aus, doch immer wieder stoppt das Streaming. Schliesslich wechseln wir auf mobile Daten. Im Balkan sind die schliesslich nicht so teuer, wie zuhause.

    Alle 3 Minuten müssen wir trotzdem neu laden. Wenn das Spiel ins Penaltyschiessen geht, dann bravo. Das Spiel ist ruppig, mit Fussball hat's wenig zu tun. Dann gehts tatsächlich in die Verlängerung und unser Datenpaket wird immer weniger und immer langsamer. Im Penaltyschiessen sehen wir nicht ganz alle Schützen, den wichtigsten Ruben Vargaz jedoch schon. Unglaublich die Schweiz zieht ins 4tl-Finale ein!!!
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  • Matka Canyon

    8 lipca, Macedonia Północna ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute gehts weiter Richting Skopje.

    Aber halt, wir haben ja am Wasser übernachtet. Das heisst, Jenny muss gleich nach dem Aufstehen einen Schwumm machen.
    Kurz nachdem sie draussen ist, entdecken wir einige Wasserschlangen, welche sich elegant durchs Wasser bewegen. Jetzt will Jenny nicht mehr ins Wasser.

    Wir halten beim Matka Canyon. Gut 1.5 Stunden laufen wir den Felsen entlang mit Aussicht auf den Canyon. Wir sind auf der Suche nach dem Geier. Und da plötzlich entdeckt Tom einen in der Luft. Er fliegt über den Canyon und landet dann am Felsen. Tom zückt das Telefon und versucht den Vogel zu finden. Mit Pfiffen versuchen wir ihn vergebens zum Fliegen zu animieren.

    Wir gehen zurück zum Auto und suchen einen Camping raus.
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