• Foucherans

    April 27 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach einer langen Nacht und einem einfachen Frühstück wandern wir bis Ornans entlang dem Flüsschen La Loue. Es hat viele Schwellen und überall sieht man stillgelegte, kleine Wasserkraftwerke mit Wasserrädern. Auch stillgelegte Bahnhöfe sehen wir in jedem Dorf, von diesen stehen aber nur noch vereinzelt die alten Gebäude. 
    Einmal verpassen wir die Abzweigung und machen daher eine Zusatzschlaufe über das Châteauvieux-les-Fosses. Vom Châteaux ist nicht viel zu sehen da es sich hinter hohen Mauern verbirgt.
    In Ornans angekommen setzen wir uns in ein einfache Crêperie am Wasser, unter grosse schattenspendende Platanen. Wir essen eine Thoncrêpe. Wir haben Zeit, denn heute können wir erst um 17.00 Uhr die Unterkunft in Foucherans beziehen und den halben Weg haben wir bereits hinter uns. 
    Der weitere Weg führt uns aus dem Dorf ins Industriegebiet, dann in ein Seitental des Baches La Bréme auf eine alte Autostrasse, heute Velo- und Wanderweg. Es sind endlose 9 km, alles geradeaus und mit einer immer gleichbleibender leichten Steigung. Bis auf eine alte Brücke und ein schmales Tunnel gibt's nichts zu sehen. Kurz vor Foucherans geht es 200 m durch einen Wald um dann wieder auf eine Landstrasse zu kommen, die wiederum gerade ins Dorf führt. Kurz vor dem Dorf spricht uns ein Mann auf dem Velo an. Wir merken erst mit der Zeit, dass er der Bürgermeister und Vermieter unsere heutigen Pilgerunterkunft ist. 
    Er radelt zurück und öffnet uns vorzeitig die Tür, so dass wir uns nach unsere Ankunft installieren können.
    Mit dem Nachtessen resp. Kommunikation hapert es gewaltig. Wir finden kein Restaurant wo wir das vermeintliche Essen holen können und sind verärgert, da wir in dieser Situation das vorgesehene Morgenessen als Nachtessen nehmen müssen. Nach unserem Suchmarsch kommen wir zurück und was steht auf dem Tisch, das Nachtessen. Die Welt ist wieder in Ordnung.
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