• Bucey-lès-Gy

    30 aprile, Francia ⋅ ☀️ 22 °C

    Die Franzosen sind mehr als speziell. Es gibt imner wieder etwas Ärger betreffend der Unterkünften. Heute morgen wegen dem Zeitpunkt Schlüsselabgabe, 1x telefoniert, 3x SMS und nach vielem hin und her ging es dann endlich doch noch. Am Mittag haben wir auf der Wegstrecke ein Mail von unserer heutigen Abendunterkunft erhalten, dass sie uns, das vor zwei Tagen reservierte und bestätige Zimmer nun doch nicht geben können. Und das in einem Dorf wo es nur zwei Unterkünfte gibt und die Pilgerherberge 24h vorher reserviert werden muss. Unser Ärger war riesig. Was tun, da weit und breit keine anderen Unterkünfte vorhanden sind welche zu Fuss erreichbar sind. Weiterlaufen mit den bereits 33 km in den Füssen kommt nicht in Frage. Vor Ort setzen wir uns vor die geschlossene Pilgerunterkunft und beratschlagten was wir für Möglichkeiten haben. Da taucht ein Mann aus dem Nebengebäude auf. Wir rufen ihm zu und erklären ihm unser Dilemma. Mit wenigen Worten erkennt er unse Problem. Unverzüglich ruft er sofort die zuständige Person der Pilgerherberge an. Zehn Minuten später kommen zwei Frauen und machen für uns die Unterkunft bereit und erklären uns alle Gegebenheiten. Wir sind mehr als erleichtert und überglücklich, dass wir eine Schlafstelle gefundenen haben. Eine der Damen besorgt uns auch gleich noch das Frühstück. Da heute kein Restaurant offen ist, laufen wir noch in den 1 km entfernten Carfour zum Einkauf. Wir haben mehr als warme Füsse.
    Der Weg führt uns heute im Wechsel über diverse Kleindörfer, Waldgürtel und Hügel. Nur im Dorf Étuz fanden wir ein offenes Restaurant wo wir uns verpflegen konnten.
    Uns fällt auf, dass die Wege hier gepflegter sind als in Italien. Man trifft hier auch mehr Einheimische Wanderer auf den Wegen. Ebenfalls auffällig ist, dass es in vielen Dörfern noch grosse, alte über 100jährige Waschanlagen  gibt. Ob darin einstmals gebadet oder nur die Wäsche gewaschen wurde entzieht sich unserer Kenntnis.
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