La Fère, Demaine le Parc
May 23 in France ⋅ ☀️ 29 °C
Bevor wir loslaufen besuchen wir die Bäckerei bei einem Stehfrühstück und als Zwischenverpflegung ein Sandwichekauf. Laon verlassen wir auf der Rampe Saint-Marcel. Sie ist sehr steil und teilweise glitschig, sie führt uns ins untere Dorf Laon. Schon bald sind wir im Umland. Auf einem Waldweg treffen wir auf einen Deutschen Militärfriedhof aus dem 1. Weltkrieg. Die Waldwege und Feldwege wechseln sich ab mit Routen auf Nebenstrassen. Die Strecke bietet ausser der Natur nicht viel. Lediglich in einem Waldabschnitt treffen wir auf die wenige noch vorhanden Ruinenteile der Abbaye bénédictine de Saint-Nicolas. Wir begegnen da auch vier Japanerinnen mit grossen Rucksäcken. Sie sind alle vollvermummt und tragen Handschuhe. Wir wissen nicht wie die das bei der aktuellen Wärme von 30° aushalten, wir sehen den Vorteil nur beim Mückenschutz und die Moskito's sind reichlich vorhanden.
Es zieht sich dahin. Das Essen verschieben wir immer wieder. Die Rast ist kurz, da es auf den Strassen und Feldwegen zu warm ist und auf den Waldwegen plagen uns die Mücken. Stehenbleiben ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Biester umschwärmen einem sofort. Also gibt es lediglich eine fünf Min-Rast. Die wenigen Siedlungen und Kleindörfer haben wie gewohnt keine Restaurants und auch Bänke sind rar wo man sich niederlassen könnte. Im zweitletzten Dorf ist Flohmarkt wo wir endlich eine kühle Cola trinken können. Die Bürgermeisterin stellt sich mit einem Bier an unseren Stehtisch und beginnt ein Gespräch mit uns. Sie lädt uns in ihr Gemeindehaus (Mairie) ein und gibt uns einen Pilgerstempel. Wir sind gerührt über die Geste.
Auf den letzten km geht's wieder etwas leichter.
Wir sind eine halbe Stunde vor der Eincheckzeit an der Unterkunft. Also erkunden wir noch wie wir morgen wieder am schnellsten auf die VF zurück kommen. Das BnB ist etwas vom Weg ab.
Das schöne Herrenhaus liegt auf einer leichten Anhöhe, mit Blick auf einen kleinen See und mit Wald umgeben. Man hat fast Hemmungen mit den Rucksäcken und in Wanderkleidern einzutreten.
Wir haben das Nachtessen mitgebucht. Der Gastgeber ist auch Koch und hat uns einen Viergänger vom Feinsten inklusive Weinverköstigung aufgetischt. Wir sind mehr als zufrieden. Und das alles ist mehr als preiswert.Read more



