• Bapaume

    26. maj, Frankrig ⋅ ☀️ 29 °C

    Um 07.30 starten wir in Péronne, um die kühleren Morgenstunden ausnützen zu können. Die erste Hälften der Strecke haben wir echtes Glück mit Schatten und angenehmen Winden. Der Weg führt meisten auf der Schattenseite vorbei an Hecken oder dann auf Waldpfaden. Er ist abwechslungreich. Wir überqueren den Canal du Nord und sehen ein Frachtschiff das ein zusätzliches Frachtschiff vor sich herschiebt. In einer offenen Kirche bieten sie Pilgern einen Kaffee, Wasser und Riegel an. Unerwarteterweise liegt auch noch ein Pilgerstempel auf. Wir haben uns gerne bedient. Schöne Mohnfelder und Fasane sehen wir auch. Auf einem grünen Feldweg, zirka 5 m vor uns, sichten wir ein Fasanweibchen. Wir stehen bockstill. Der Vogel kommt bis auf 2 m auf uns zu. Er zeigt überhaupt keine Scheu, vermutlich hat er in uns nur gute Absichten gesehen.
    Die zweite Hälfte des Weges Ist weniger ergiebig. Geschlossene Kirchen, Kleinstdörfer ohne Leben und überall in der Landschaft verteilte Windräder. Einzig einige Soldatenfriedhöfe der Deutschen und Engländern aus dem 1. Weltkrieg liegen am Weg. Der 1. Weltkrieg ist in dieser Gegend eigentlich immer präsent. Friedhöfe, Denkmäler oder Gedenkstätten, Stelen, etc. halten diesen Krieg in Erinnerung.
    Wir sind um 15.00 Uhr in Bapaume und trinken als erstes wie immer eine kühle Cola. Da wir erst um 17.00 Uhr das Haus bekommen machen wir einen kleinen Rundgang durch die Provinzstadt. Es gibt nicht viel zu sehen. Die Stadt wirkt etwas herabgewirtschaftet und seelenlos. 
    Guido entschliesst sich kurzfristig die Haare zu schneiden. Leider hat die sympathische Coiffeuse erst um 17.20 Uhr Zeit. Das heisst Hausbezug, schnell duschen und wieder raus. Problem war nur, dass im Haus kein Wasser kommt, das Licht nur teiweise geht und das WiFi auf Anhieb nicht funktioniert. Super, wir sind nicht sehr erfreut.
    Diverser Mailverkehr mit Vermieter wird notwendig. Schlussendlich klappt der fristgerechte Coiffeurbesuch, wir haben Strom im Haus, WLAN-Verbindung und können noch für das Nachtessen einkaufen.
    Dieses geniessen wir mit sommerlichen Temperatur auf der Gartenterrasse.
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