• Bruay-la-Buissière

    30. maj, Frankrig ⋅ ☁️ 28 °C

    Mit einem gemeinsamen Kaffee verabschieden wir uns vom Gastgeberpaar. Isabelle redet und redet und will kein Ende finden. Ein gemeinsames Foto für ihre Gastgallerie ist auch erwünscht. Nach einigen Umarmungen und Küsschen, sowie Anfangsbegleitung für Einweisung zum Bachweg, sind wir schon etwas später dran mit loslaufen. 
    Heute geht es uns beim laufen wieder leichter da die Landschaft kleinräumiger und abwechslungsreicher ist. Auch mit der Wärme ist es etwas besser. Am Morgen hat es Schleierwolken und etwas Wind.
    Heute streifen wir die Kleindörfer nur am Rande, dafür durchlaufen wir wieder mal einige längere Waldabschnitte.
    Man sieht auch, dass es wieder mehr bewaldete Flächen hat. Auch Höhenmeter gibt es in dem nun deutlich hügligeren Gegend wieder mehr. Wir "steigen" hoch zum Le Mont de Baraffles. Oben ist ein grosser Aussichtsturm, für Kinder und  Erwachsene je ein entsprechender Baumtrailpfad und ein sehr spezieller Zeltplatz. Es sind runde, ballonartige Zelte auf gespannten Netzen zwischen den Bäumen.
    Guido will eine kleine Abkürzung durch den Wald machen. Wir landen auf dem Biketrail.
    Mit unseren schweren Rucksäcken und den fast senkrechten Rampen ein schwieriges Unterfangen, aber mit halten an den dünnen Baumstämmen geht es runter.
    Nach einer längeren heissen Strassenstrecke führt der Weg nach Bruay-la-Buissière über einen bewaldeten Damm in die Kleinstadt. Er erscheint endlos. Wir merken bald, dass unser Hotel am anderen Ende der Stadt liegt. Also liegen nochmals 40 Minuten laufen durch die brütende Stadt vor uns. Damit ist die Stadtbesichtigung gleich erledigt. Es gibt nicht viel zu sehen.
    In der Umgebung der Stadt waren bis in die 60er Jahre sieben Bergwerke in Betrieb die Kohlen abbauten.
    Die Stadt ist eine alte Zechenkolonie. Für die Unterbringung der Bergleute wurden Häuser gebaut, diese sind in in vielen Strassen in Reih und Glied angeordnet. Heute hat die Chemie die Kohlegewinnung abgelöst.
    In der Umgebung hat es noch diverse kegelförmige Abraumhügel, die heute begrünt sind.
    Am frühen Abend gehen wir entlang der Haupstrasse weiter stadtauswärts um ein offenes Restaurant zu finden. Stadteinwärts gibt es nämlich keines. 
    Das eine Lokal im Nahbereich ist aus "speziellen Gründen" geschlossen. Da bleibt nur noch das Einkaufszentrum. In einer grässlichen, kantinenartigen Verpflegungsgshalle essen wir was, das ebenso schmeckt, einfach grässlich. Aber wir haben was im Magen. 
    Wo ist nur die mal hochgelobte französische Küche geblieben?
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