• Landrethun-lès-Ardres

    2. juni, Frankrig ⋅ 🌬 17 °C

    Am Morgen haben wir ein reichhaltiges Frühstück im Hotel erhalten. Auch eine kleine Zwischenverpflegung können wir mitnehmen. 
    Kurz nach unserem Aufbruch besuchen wir am Dorfrand die Abbaye Saint-Paul de Wisques, hier leben noch Benediktiner, die sich mehr abschotten als die Benediktinerinnen. 
    Schon bald darauf erreicht uns die Regenfront. Wir ziehen die Pellerinen an, da es nicht nur nach einem kurzen Regenschauer aussieht. Der Weg führt auch über grasbewachsene Feldwege. Da sind auch bald die Schuhe nass. Dreckstollen sind zusätzlich garantiert auf Feldstrassen, es ist teilweise eine grosse Rutschpartie. Der Regen aber hört nach zwei Stunden auf und die Sonne drückt etwas durch. Der kühle Wind wird stärker, bis uns aus dem Nichts ein heftiger Mittasgregen wieder unter die Pellerinen zwingt. Klatschnass treffen wir in Tournehem-sur-la-Hem ein. Wir haben Glück, der kleine Lebensmittelladen ist für den Nachtessenseinkauf noch offen. Auch die alte Dame auf dem Dorfplatz hat ihr Café de la Mairie noch geöffnet. Sie empfängt uns sehr freundlich. Wir sind glücklich die nassen Sachen abzulegen und uns bei einem Kaffee aufwärmen zu können. Sie führt ein Gästebuch für Pilger wo wir uns auf ihren Wunsch ebenfalls eintragen.
    Los geht es wieder ohne Regen. Aber nach kurzer Zeit kommt ein erneuter, kurzer Regenguss. Der Weg geht hoch auf einen Hügelkamm wo wir auf eine die Ruine der Chapelle Saint-Louis stossen und der Wind uns fast umbläst. Wir wandern den ganzen Tag im auf und ab der Hügel. Der  Weg wird dadurch abwechslungsreicher. 
    Bevor wir Landrethun-lès-Ardres erreichen überqueren wir noch die TGV-Strecke nach Calais. 
    Wegen der Wettersituation fällt die Zwischenverpflegung aus, wir verschieben sie auf unsere Ankunft im Appartement.
    Da es im Dorf ein Box-Einkaufsladen gibt (Schliessfächer mit Nummern, wie ein Selectaautomat), können wir sogar noch etwas für das Morgenessen einzukaufen.
    Die Grosswäsche und die Planung ist das weitere Programm für den Nachmittag. 

    Noch etwas zu den Bauernhöfen.
    Die meisten sind in den Dörfern integriert oder am Dorfrand angesiedelt. Dass Höfe alleine auf dem Feld stehen ist die grosse Ausnahme. Sie sind meistens sehr gross mit diversen Bauten um einen grossen  Innenhof angeordet, sowie mit grossen Wohnbauten wie Herrenhäuser.
    Die Miststöcke liegen aber immer weit draussen auf dem Feld an einem Feldweg. Wir haben noch keinen beim Hof direkt gesehen. Dies vermutlich wegen den Geruchsemmissionen und der Hygiene.
    Es gibt riesige Höfe die verlassen sind, aber auch andere die frisch renoviert wurden und man kaum erkennt, dass es ein Bauernbetrieb ist. Erst wenn man die Hinteransicht sieht erkennt man den Geräte- und Maschinenpark.
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