• Dover

    6. juni, England ⋅ 🌧 15 °C

    Wir hatten wohl gestern mit dem Wetter wieder sehr viel Glück. Beim heutigen tristen und regenverhangenem Himmel wäre die Strandwanderung alles andere als schön und angenehmen gewesen.
    Wir sind heute morgen etwas angespannt, ob alles mit der Überfahrt nach Dover auch klappt. Aber es funktioniert wie geplant. Der Shuttlebus ist pünktlich und nicht überfüllt. Die Abfertigung am Terminal läuft etwa gleich ab wie auf einem Flughafen. Man geht aber zur Kontrolle durch beide Zölle. Mit dem Transferbus fahren wir als erste Passagiere direkt auf die Fähre. Der Eurotunnel war keine Alternative, da man als Fussgänger beim Tunnelportal kein Zugang erhält.
    Auf der Fähre war es angenehm ruhig. Gesehen haben wir bis auf die Küsten und das eine und andere Schiff nur das Wasser. Bei der Ankunft müssen wir als Fussgänger lange warten, bevor wir das Schiff im Bus verlassen können. Der Bus chauffiert uns bis ausserhalb der Sperrzone der Hafenanlage. Danach müssen wir unseren Weg wieder selber finden.
    Das Wetter ist mehr als garstig. In den Pellerinen laufen wir in das Zentrum von Dover und gehen erst mal etwas trinken. 
    Den Pilgerstempel holen wir im Geschichtsmuseum, wo wir die Gratisausstellung der Geschichte von Dover, auch gleich besichtigen. Es gilt noch die Eincheckzeit für das Hotel abzuwarten. Hier gehen die Uhren eine Stunde nach, also keine Sommerzeit.
    Nach dem Bezug des Zimmers laufen wir zum Dover Castle hoch. Es gibt jedoch einen saftigen Eintrittdpreis. Für die verbleibenden eine bis zwei Stunden ist es das uns nicht wert, da die Zeit für eine ausfürliche Besichtigun zu kurz ist und es auch wieder zu regnen beginnt. Wir laufen die Strasse entlang des Castle hoch und sehen es uns aus der Ferne an. Nachher geht es wieder steil nach unten in die Stadt zu einem Bier und Ginger. 
    Der Einkauf ist auch noch zu erledigen. Morgen haben wir eine lange Strecke bis nach Canterburry vor uns. Wir hoffen auf besseres und vor allem trockeneres Wetter.
    In einem italienischen Restaurant finden wir etwas feines zu essen.

    Die Engländer sind bezüglich Kälteempfindung schon etwas eigenartig. Sie laufen bei 13° barfuss in Sandaletten, kurzen Hosen oder Miniröcken und ärmellosen T-Shirts herum. Auch lassen sie die Klimaanlagen im Hotelzimmer und in den Lebensmittelläden laufen. In Bereichen mit gekühlten Lebensmitteln erfriert man nahezu.
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