Unterwegs
14 giugno, Inghilterra ⋅ ☁️ 20 °C
Heute wollen wir in London ein wenig auf Flohmärkten stöbern. Da wir früh dran sind, starten wir zunächst beim Borough Market, um gemütlich einen Kaffee zu trinken. Anschliessend fahren wir nach Notting Hill zur Portobello Road. Da der eigentliche Markttag jedoch Freitag und Samstag ist, ist heute am Sonntag nur wenig los. Es zeigt sich, dass vom ursprünglichen Markt nicht mehr viel übrig geblieben ist. Heute verkaufen dort vor allem Händler touristischen Tand und billigen Schmuck. Wir ziehen also bald weiter und fahren zum Hard Rock Café, um eine T-Shirt-Bestellung für Urs zu erledigen. Danach steuern wir in Richtung Oxford Street, um von dort die U-Bahn zum Brick Lane Vintage Market in Spitalfields zu nehmen. Im Untergeschoss finden wir unzählige Altkleiderhändler mit – für unser Empfinden – teils recht hochpreisigen Stücken. Im oberen Bereich laden Essensstände mit Gerichten aus aller Welt zum Probieren ein. Wir wagen etwas, können aber bis auf die Nudeln nicht genau identifizieren, was wir da eigentlich essen. Hinterher ist uns etwas flau im Magen. Als wir die Hallen durch den Hinterausgang verlassen, landen wir in einem islamisch geprägten Viertel mit heruntergekommenem Strassenbild und vielen Graffitis. Mitten in diesem Chaos parkt ein Bentley, vermutlich gehört er dem „Viertelkönig".
Nach dem Essen wollen wir die stickige U-Bahn meiden, also laufen wir zur Tower Bridge und weiter zur Station London Bridge. Eigentlich soll es im Vinegar Yard einen Flohmarkt geben, doch der findet heute nicht statt. Wir haben nun genug und machen uns auf den Rückweg zum Appartment.
Apropos U-Bahn: Die Fahrten sind teils wirklich abenteuerlich. Die Züge kreischen so laut auf den Schienen, dass sich manche Fahrgäste die Ohren zuhalten, und das starke Rumpeln lässt einen sich wie in einem Schüttelbecher fühlen. Immerhin die Anlagen sind größtenteils sauber und der beissende Uringeruch, den man früher oft wahrnahm, ist weitgehend verschwunden.
Zum Abendessen gehen wir wieder zum Thai um die Ecke. Er ist preiswert und sehr gut. Auf dem Weg zum Appartement im Quartier Southwark kann man meinen wir seien in einem Dorf. Es ist mehr als ruhig und man sieht niemanden.Leggi altro






