Braunlage bis Höhe Gotland
8 juin 2024, Baltic Sea ⋅ 🌬 15 °C
Gefahrene Kilometer: ca. 350
Fahrzeit: ca. 4 Stunde
Es geht wieder los! Sommerurlaub 2024: Here we go! In den nächsten 3 Wochen geht es für mich wieder in Richtung Norden. Zuerst mit der Fähre nach Helsinki und von dort aus über den Polarkreis Richtung finnisch und schwedisch Lappland. Zurück geht es auf der schwedischen Seite vom bottnischen Meeresbusen. Und wer sich jetzt denkt: „Wie? Schon wieder Skandinavien? Hatte sie nicht gesagt, sie will mal wo anders hin?“. Ja…. Aber es gibt doch noch so viel zu sehen!? Und ich hatte einfach Lust darauf noch mal ein bisschen Zeit in Finnland zu verbringen. Und am 21./22. Juni ist Mittsommer in Schweden. 98 Das möchte ich gerne einmal miterleben.
Die letzten Dinge sind in Schnuckel geladen, die Wohnung ist geputzt und nach ausgiebigen Streicheleinheiten kann ich mich auch von meinen Katzen losreißen. Und so mache ich mich am Freitagnachmittag auf den Weg. Spätestens um Mitternacht muss ich in Travemünde sein, dort fährt um 02.30 Uhr die Fähre Richtung Helsinki. Also, keine Zeit zum trödeln!
Schnuckel ist in Bestform, alle Systeme an Bord laufen und nach über einem Jahr funktioniert auch endlich die Solaranlage. Hoffentlich… Die Stimmung ist entsprechend gut bei mir. Aber zu früh gefreut… Wer wäre ich, wenn ich einmal ohne Drama in den Urlaub fahren könnte?! Ich halte noch einmal kurz bei meinen Eltern in Braunschweig an. Und als ich dort kurz etwas aus dem Kühlschrank nehmen möchte, kommt mir die gesamte Kühlschranktür entgegen. Irgendein Metallstift hat sich gelöst. Nix geht mehr… Was soll denn dieser Mist jetzt! Verdammt der Schei… Ich will doch nur EINMAL ohne Probleme in den Urlaub fahren! 😤😭 Meine Stimmung hat sich gleich in den Keller verabschiedet… Aber Papa ist sofort zur Stelle und bekommt die Tür wieder eingebaut. Mit ein paar gezielten Hammerschlägen ist der Metallstift wieder an seinem Ort und die Tür funktioniert. Urlaub gerettet! Danke, Papa!!! (Und den Hammer nehme ich vorsichtshalber mit, wer weiß was noch alles passiert…)
Nach dieser ganzen Aufregung bin ich eigentlich schon fertig für heute. Keine Lust mehr! Müde! Aber vor uns liegen noch ca. 4 Stunden Fahrt. Und so mache ich mich gehen 18 Uhr auf den Weg in Richtung Travemünde. Die Aussicht auf ein Bett auf der Fähre hält mich am Laufen. Die Fahrt Richtung Norden verläuft recht entspannt. Nur einmal komme ich ins Schwitzen. Bei Soltau geht plötzlich in einer einspurigen Baustelle nix mehr. Wir stehen ca. 30 Minuten still. Von hinten kommt die Polizei, die versucht durch die Baustelle zu kommen. Das sind keine guten Aussichten. Noch ist ausreichend Zeit, bis ich bei der Fähre sein muss, aber wenn das hier länger dauert… Lieber nicht drüber nachdenken! Letztendlich geht es doch zügig weiter. Ein defekter Linienbus der sich nach einiger Zeit hinter die Baustellenabsperrung retten konnte. Weiter geht es für uns!
Am Hafen angekommen kann ich direkt einchecken und mich in die Reihe der wartenden Autos einreihen. Einschiffung ist für ca. 23.30 Uhr angesetzt. Hoffentlich geht es schnell, ich will ins Bett! Aber keine Chance, bis meine Reihe aufgerufen wird ist es fasst 1 Uhr morgens. Für meine Müdigkeit gibt es bald keine Worte mehr… Aber nun ist es ja so weit und wir dürfen drauf auf den Dampfer! Der Camper vor mir wird rückwärts in eine enge Lücke gelotst, ich soll wohl daneben ebenfalls rückwärts einparken. So wirken zumindest die Handzeichen des Einweisers. Als er jedoch an mein Fenster tritt begrüßt er mich mit den Worten: „Na, du willst doch bestimmt da nicht rückwärts einparken, oder?“ Na, dem zeigen wir´s jetzt mal. Rückwärts zwänge ich Schnuckel vorsichtig in die Lücke. Es klappt im ersten Anlauf ohne größere Probleme und beschert mir ein anerkennendes Nicken vom Einweiser. Na, danke dafür…
Aber jetzt ab auf die Kabine. Schlafen! Diesmal muss ich mir die Kabine wieder mit einer Mitreisenden teilen. Letztes Jahr hatte ich das Glück, die Kabine für mich allein zu haben. Aber egal, ich habe es mir ja so ausgesucht. Mit schlafen wir es dann aber leider nichts. Der Dampfer brummt laut beim Ablegen und meine Kabinennachbarin ist lautstark am Schnarchen. Die Ohropax helfen nur ein bisschen. Geben 4 Uhr morgen fange ich an mich selbst zu verfluchen, dass ich nicht die 150 € mehr für eine Einzelkabine investiert habe! Ob man evtl. nachträglich noch ein Zimmerupgrade buchen kann? 😳
Der nächste Tag verläuft entsprechend langsam. Ich nutze die Zeit zum Lesen, Kaffee trinken und schreibe diesen Text hier. Genügend Zeit habe ich ja. In Helsinki sind wir erst morgen Vormittag. Das Wetter ist gut und die See ruhig. Erst gegen Abend wird es ein wenig „rauer“ und der Dampfer schaukelt leicht. Aber nichts was sich nicht aushalten lässt. Und so lasse ich den Abend bei bestem Wetter und einem Bier ausklingen. Nebenan gibt es noch Cocktails… Mal sehen, was der Abend noch so bringt… 🤪 Gute Nacht und bis morgen!En savoir plus







VoyageurViel Spaß und einen schönen Urlaub mit Schnuckel
VoyageurDanke 😀