Bjuröklubb bis Docksta
22 juin 2024, Suède ⋅ ⛅ 17 °C
Gefahrene Kilometer: 272 km
Fahrzeit: ca. 3,5 Stunden
Nochmal kurz zu gestern: Ich habe mir morgens die Altstadt (im schwedischen Gammelstad) von Luleå angeschaut. Dort gibt’s auch ein Freiluftmuseum, dass ich gerne besucht hätte. Heute ist allerdings Mittsommer in Schweden und in dem Freiluftmuseum gab es einige Veranstaltungen. Entsprechend voll war es. Ich habe zwar noch einen Parkplatz mit Schnuckel bekommen, sodass ich mir die Altstadt anschauen konnte, anschließend bin ich aber wieder gefahren. Auf so viel Trubel hatte ich keine Lust!
Stattdessen bin ich noch knapp 200 Kilometer weitergefahren und habe mir schon am frühen Nachmittag einen schönen Parkplatz am Strand rausgesucht. Dieser war dann schon mehr ein Campingplatz als ein Parkplatz, einige Schweden hatten sich schon mit ihren Wohnwagen häuslich eingerichtet, um den Mittsommerabend zu feiern. Ich habe mich also frech einfach dazu gestellt. Na, nicht ganz… Habe vorher gefragt, ob es ok ist! Den Rest des Tages habe ich dann mit ganz viel Nichtstun verbracht. Habe gelesen und einige Stunden in der Sonne am Strand verbracht. Herrlich, diese Pause habe ich echt gebraucht! Der Abend ist dann lau und ich habe bis nach Mitternacht draußen gesessen. Um mich herum wurde gefeiert und Musik gespielt. Inkl. tanzen um eine etwas provisorische Mittsommerstange. War ein schöner Abend!
Als ich heute Morgen in Schnuckel aufwache, scheint die Sonne draußen schon wieder kräftig. Das Wetter hält echt was es verspricht die letzten Tage! Schnell beseitige ich das Chaos von gestern, dass sich in Schnuckel angesammelt hat und mache mich auf den Weg. Weit fahre ich aber erstmal nicht: Runter vom Parkplatz, einmal links abbiegen und 2 Kilometer geradeaus und schon sind wir da. Man munkelt, ich hätte die Strecke auch zu Fuß gehen können… aber, egal! Hier gibt es einen Aussichtspunkt und einen Leuchtturm, den ich mir anschauen möchte. Schnell koche ich mir noch einen Kaffee und los! Und was das für eine Aussicht ist! Fast eine Stunde sitze ich neben dem gelben Leuchtturm, trinke meinen Kaffee und genieße die Aussicht. Noch ist hier nichts los und ich habe den Ort für mich. Einfach ein Traum! Einen Kaffee hätte ich hier oben tatsächlich auch bekommen und sicherlich auch was zum Frühstück. Das Schild habe ich am Parkplatz aber leider nicht gesehen und natürlich KEIN Portemonnaie mitgenommen… Und so muss ich mich mit einem schnellen Frühstück in Schnuckel zufriedengeben.
Anschließend stellt sich die gleiche Frage wie an jedem Tag: Wo fahren wir heute hin? Und wo gibt es einen schönen Ort zum Übernachten? Heute ist noch Mittsommer-Feiertag und viele Schweden haben frei. Entsprechend voll wird es überall sein…. Letztendlich suche ich mir einen kleinen Stellplatz in einem Fischerdorf raus. Der Stellplatz selbst sieht auf den Bildern nicht so ganz toll aus, die Umgebung ist aber traumhaft. Mal sehen, wie die Realität dann aussieht. Los geht´s, vor uns liegen rund 200 Kilometer!
Die Strecke führt uns hauptsächlich über die gut ausgebaute E4 immer weiter in Richtung Süden und verläuft ereignislos. Erst auf den letzten 20 Kilometern verlassen wir die Hauptstraße und fahren auf engen Nebenstraßen, entlang einiger Buchten und vielen bunten Häuser. Leider kann man nirgends so richtig anhalten, um sich die Umgebung anzuschauen. Einzige Möglichkeit wären Privatgrundstücke, und dass macht man dann ja auch nicht unbedingt… Und so schaue ich mir die Umgebung aus dem Auto aus an, wirklich schnell fahren kann ich eh nicht. Am Fischerdorf angekommen steht dann schnell fest: hier werden wir die Nacht sicherlich nicht verbringen. Viel zu eng und trubelig! Man merkt definitiv, dass heute Feiertag ist. Das Dorf schaue ich mir natürlich trotzdem an, parken geht hier dann doch mal. Und das Dorf sieht aus wie gemalt: Eine kleine Bucht mit vielen roten Holzhäusern drum herum. Eine Weile laufe ich über die felsige Küste und erkunde die Umgebung. Auch hier gibt es einen Leuchtturm und eine grenzenlose Aussicht auf die Ostsee. Ja, wer hier wohnt ist echt zu beneiden…
So, und wo fahren wir jetzt hin? Einen wirklich guten Schlafplatz gibt es in der Nähe nicht. Zumindest nicht um freizustehen. Und jetzt unnötig kilometerweit in die „falsche“ Richtung zu fahren nur um einen Platz zu finden, finde ich jetzt auch nicht so sinnvoll… In knapp 30 Kilometer Entfernung gibt es einen Wohnmobilstellplatz an einem See. Der könnte passen! Und so ist es dann auch: Recht großzügig und nicht zu voll. Einfach am Automaten bezahlen und Platz aussuchen. Hier bleiben wir! Das Wetter ist auch weiterhin sonnig, und so mache ich es mir mit meinem Laptop draußen gemütlich, um diesen Text hier zu schreiben.
Gute Nacht & bis Morgen!En savoir plus










