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  • Day6

    Quarantänestatus 2

    August 28, 2020 in Iceland ⋅ ☁️ 11 °C

    Es ist der vierte Morgen der Quarantäne. Und zwar 9.15 Uhr. Unser Frühstück sollte seit einer Viertelstunde vor der Tür stehen. Tut es aber nicht! Der Hotelgang ist leer. Wie bei uns steht vor einigen Eingängen immer noch der volle Abfalleimer vom Vorabend. Menschen sieht man keine. Komisch! Also Türe wieder zu und weiter warten. Eine Stunde später ist immer noch kein Frühstück in Sicht. Der Magen knurrt in der Stille. Erst jetzt fällt uns auf, dass es heute extrem still ist. Abgesehen unserer gastrointestinalen Geräusche, den Atemgeräuschen und dem Rauschen des eigenen Blutes in den Ohren hört man keine anderen Anzeichen von fremdem Leben. Kein Telefon klingelt am Empfang. Kein emsiges Getippe auf der Computertastatur des Rezeptionisten. Kein Gemurmel aus den Nachbarzimmern. Kein Bettkopfteil, das leicht und rhythmisch gegen die Wand schlägt. Nichts. Es ist totenstill! Wir wagen einen weiteren Blick in den langen, verlassenen Gang. Nichts. Alles ist noch so verlassen wie vorher.
    Was ist passiert? Wurde das Hotel in der Nacht geräumt und wir haben, völlig erschöpft durch die vierstündige Wanderung zum See Elliđavatn am Vortag, nichts davon mitbekommen? Wurde Island über Nacht entvölkert und wir sind die letzten Menschen auf dem Eiland? Sind wir mitsamt Hotel von den Elfen in ihre Parallelwelt befördert worden? Sowas gibt es hier, kein Scheiss! Mit ungutem Gefühl schleicht Priska durch den Gang, betritt zaghaft den Empfang und muss feststellen, dass wir zwar nicht alleine sind, aber beim Frühstück vergessen gingen. Als Entschädigung gibt es dafür statt einem, gleich zwei Gipfeli für jeden. Wir können also gut gestärkt eine weitere Erkundungstour ins Hinterland von Reykjavik machen. Den Rest des Tages nutzen wir, um unseren isländischen Wortschatz zu vergrössern. Diese Sprache ist schwieriger als sie aussieht! Und wir überlegen uns auch schon einmal, wie unser Mietwagen aussehen könnte.

    Heute, Freitag, ist der Tag der Wahrheit. Reisen oder weiterhin Quarantäne lauten die Optionen. Also machen wir uns auf den Weg für eine weitere Nasen-Rachenhöhlen-Massage. Das Ganze ist schnell überstanden und fünf Stunden später wissen wir, dass wir fürs Reisen freigegeben sind. Ein Grund gleich in den nächsten Supermarkt zu gehen und ein ordentliches Apero einzukaufen. Und Morgen begeben wir uns auf die Spuren der Wikinger und erkunden Island.
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    Peter Hauri

    Hallo zähme

    8/29/20Reply
    Peter Hauri

    Zum Glück hei si das Hotel nid über Nach evakuiert 😃 Mir wünsche euch witerhin ä schöne Ufenthaut. Liebe Gruess Vreni und Peter

    8/29/20Reply

    Juhuuuu! Geniesst die voll Bewegungsfreiheit! 🤗 [Chrigi]

    8/29/20Reply

    Stopp! Ihr könnt doch nicht solch eine Spannung aufbauen und dann endet der ganze Spuck mit; die haben uns vergessen das Frühstück zu bringen! Neee so nicht! Wir Follower wollen mehr! Zurück zum Bericht; wir schauen in den leeren Gang, kein Geräusch ist zu hören! Wo sind all die Leute hin? Was ist das für eine rote Spur auf dem Gangboden? Mit rasendem Puls folgen wir den roten Spritzern Richtung Esssaal. Ist da jemand verletzt? Und warum haben wir nichts mitgekriegt? Vorsichtig öffnen wir die Tür zum Esssaal. Ein kleines Kind schaut uns unsicher an. Über seine Hand läuft der klebrige Himbersaft aus dem schräg gehaltenen Glas und tropft auf den Boden! Aus dem Nichts klopft uns jemand von hinten auf die Schulter. Erschrocken drehen wir uns um. Eine 150kg schwere Elfe fragt uns freundlich; guten Morgen, habt ihr reserviert?...Gruselig gell! Nun zum zukünftigen Mietauto: Die Offroadmonster sind klar zu hoch für euch! Sieht doch scheisse aus, wenn die Priska den kleinen Simon immer beim Einsteigen hochheben muss! Klare Selbstüberschätzung! Wünsche euch beiden Wikinger viel Spass beim Reisen. [Dänu]

    8/31/20Reply