• Boujdour bis an die südliche Grenze

    22. februar, Marokko ⋅ 🌬 26 °C

    Morgens pfiff der Wind ganz schön um unser Auto. Also sind wir zügig aufgebrochen und haben uns nach 2 Stunden Fahrt eine Pause und einen Kaffee gegönnt.

    Es geht weiter durch die Sahara, es gibt Sand, Staub und Steine, immer mehr Dromedare, die auf der Straße stehen und sich nicht darum kümmern, ob gerade Fahrzeuge kommen.
    Immer wieder sieht man Überbleibdel ausgebrannter LKWs, da sind wohl die LKW-Fahrer eingeschlafen und in die Böschung gefahren oder durch die Leitplanke gebrochen.

    Nach 1 Stunde auf der Strecke sehen wir plötzlich unbekannte bräunlich, schimmernde 8cm längliche Objekte auf der Straße liegen. Wir hielten kurz an und sahen ziemlich viele riesige Heuschrecken. Das war erst der Anfang ….. wir fuhren z.T. durch riesige Schwärme, es prasselte nur so auf unser Auto ein. Einige verirrten sich in unser Fahrzeug …. Viele blieben aber im Kühler und Motorraum hängen …. Was für ein Anblick! Wie im Film! Etwas weiter freuten sich größere Vogel und Hunde über die Mahlzeit.

    Unser Vorfall mit dem kaputten Ventil beschäftigte uns noch eine Weile! Eins war klar: wir hatten wirklich Glück, dass der Tankwart so aufmerksam war und uns darauf hingewiesen hatte und wir im Ort noch Hilfe bekamen. Wäre uns der Reifen in der Sahara wegen zu geringem Luftdruck um die Ohren geflogen, wäre das ein größeres Abenteuer geworden.

    Allgegenwärtiger Wind und Sand machen uns das Leben schwer, Sand kriecht in jeder Ritze. Stellenweise ist so viel Staub und Sand in der Luft, dass die Sicht deutlich eingeschränkt ist und wir unseren ersten kleinen Sandsturm erleben.

    Auf dem halben Weg unserer Tagesetappe in den Süden sind wir rechts auf die Halbinsel von Dakhla gefahren. Ein sehr netter Ort, der sich zum Touristenmagneten entwickeln soll. Da wird richtig investiert in Infrastruktur wie Flughafen, Hafen, Hotels, Restaurants aber auch Schulen, Universität usw. sollen diesen Ort attraktiv machen. Einen Kaffee haben wir leider nicht bekommen.
    Bekannt ist die Lagune als Topspot für Kitesurfen. Windsurfen und Drachen fliegen. Von da aus gibt es Ausflüge weißen Düne von Dakhla.

    Ab jetzt …. Ziel vor Augen ….. Grenze zu Mauretanien.
    Es werden immer weniger LKWs, die Infrastruktur wird weniger, ab und zu eine Tanke, ein paar Funkmasten, kleine Ansammlungen von Häusern, die nicht den Namen Dorf verdienen. ,

    Kurz vor der Grenze volltanken, Duschen und dann tuckerten wir die letzten Km mit eine paar Trucks bis zur Grenze. Die hatte schon zu, also anstellen und Parkern, Abendessen und mental auf morgen vorbereiten.
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