• Ankunft in Zell am See

    September 6 in Austria ⋅ ☀️ 21 °C

    Unser nächster geplanter Campingplatz in Zell am See (750 HM) ist gerade mal 36 km entfernt, insofern erwartet uns eigentlich eine entspannte Anreise, wäre da nicht das traumatische Erlebnis einer dringend notwendigen Betankung für gerade mal € 118,00.
    Kaum parkieren wir vor der Rezeption des Seecamp Zell am See, kommt uns schon ein Herr entgegen, um uns wissen zu lassen, dass sie ausgebucht seien, gibt uns jedoch den Tipp, das nur 4,5 km entfernte Panorama Camp Zell am See anzufahren und dort stehen wir nunmehr. Wir sind nicht unzufrieden und brühen uns erst einmal einen leckeren Espresso, da bekommen wir auch schon Besuch vom lokalen Federvieh, Barbara ist begeistert. Wenig später schwingen wir uns in den Sattel und genießen umgehend die großartigen Ausblicke in die Bergwelt und auf den Zeller See. Am ersten Bahnübergang stoßen wir auch gleich auf die Pinzgauer Lokalbahn, sie verläuft über 53 Kilometer von Zell am See, entlang der Salzach, zwischen den Pinzgauer Grasbergen und dem Nationalpark Hohe Tauern bis nach Krimml, zu den bekannten Wasserfällen. In Zell suchen wir vergeblich den Anschluss an den Tauernradweg, Schilder finden wir nicht und auch die Karte will uns nicht so richtig weiterhelfen, insofern radeln wir etwas zu weit und erreichen den Golfplatz. Hier gibt es lediglich Privatwege und Sackgassen, also kehren wir um und gelangen zum hiesigen Flughafen. Ab hier wird es einfach, denn der Radweg führt direkt an der Start- und Landebahn vorbei und wir können sogar hautnah einem Sportflugzeug beim Start zuschauen. Weiter geht die Fahrt nach Kaprun mit seiner wehrhaften Burg. Im Ort gönnen wir uns ein Päuschen und beim Spaziergang über das traditionelle Bauernherbstfest auch noch eine mit Käse gefüllte Grillwurst. Gesättigt folgen wir erst weiter dem Radweg Richtung Mittersill, entscheiden uns dann allerdings beim Umspannwerk Tauern umzukehren und den heutigen Tag mit einer Umrundung des Zeller Sees (rd. 11 km) zu beschließen. Auf dem Rückweg führt uns der Tauernradweg über Bruck (an der Großglocknerstraße), erwähnenswert ist ebenda lediglich
    der Blick auf das Schloss Fischhorn. Anschließend erreichen wir das sogenannte WiesenKönigReich, ein fast berauschendes Gefühl durch diese Landschaft dahinzugleiten. Am See angelangt kann man sich gar nicht an dem Panorama sattsehen. Wir streifen das sehr touristische Grand Hotel mit dem benachbarten Casino, bevor wir uns an dem gemütlichen Strandbad ein Kaltgetränk gönnen. Am Westufer folgt der Radweg wunderbar dem See, am Nordufer ein letzter Ausblick, denn am Ostufer wird der Radweg hauptsächlich neben der Hauptstraße geführt; hier geben wir Gas und erreichen nach 4,5 km auch schon unser Panorama Camp.
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