Wir suchen die Nachsaison am Markusplatz
September 18 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C
Heute ist unser zweiter Tag in Venedig, die Sonne hat sich ein wenig Zeit genommen, wir haben trotzdem endlich wieder an der frischen Luft gefrühstückt.
Vom Busbahnhof geht es zum Canal Grande, vorbei am Hauptbahnhof und dem Grab von Lodovico Manin, Richtung Markusplatz.
Der Markusplatz, als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Venedig und seine Lagune", erfreut sich bei Menschen aller Nationen äußerster Beliebtheit. Ein asiatisches Pärchen hat sogar eine ganze Entourage an Fotografen dabei, um das perfekte Hochzeitsbild einzufangen. Auch uns versetzt der Platz in Erstaunen, ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Basilica di San Marco teilweise eingerüstet ist.
Die Basilica di San Marco wurde im 9. Jahrhundert als herzogliche Kapelle zur Aufbewahrung der Gebeine des Heiligen Markus errichtet. Gemeinsam mit dem Dogenpalast stellt sie das Symbol von Venedig mit seiner tausendjährigen Stadtgeschichte dar. Sie wurde zwischen 1063 und 1094 auf romanisch-byzantinischen Fundamenten aufgebaut und im Laufe der Zeit durch Marmorstatuen, Mosaike, Verzierungen und Ornamente bereichert, so dass sich nicht nur verschiedene Sprachen, sondern auch byzantinische, gotische und Renaissance-Elemente vermischen. Seit 1807 ist sie der Sitz des Patriarchen von Venedig.
Wir schlendern durch die Arkaden, schauen mal hier mal dort und entdecken so das Gondola Bacino Orseolo, verzichten allerdings auf eine Fahrt mit der Gondel. Weiter geht es zum Caffè Florian, hier wird mit Livemusik den Touristen, die es unbedingt wollen, das Geld aus der Tasche gezogen. Links der Uhrenturm St. Markus, rechts der Dogenpalast, überall weht einem der Hauch der Geschichte entgegen. Völlige Reizüberflutung ! Auf der Promenade an der Lagune versucht die Sonne ihre Verspätung wettzumachen, es wird so heiß, man mag sich nicht die Temperaturen in der Hauptsaison ausmalen. Am Horizont erblicken wir die Abbazia di San Giorgio Maggiore, dann stoßen wir bereits auf die Seufzerbrücke. Den Namen verdankt sie den Seufzern der Gefangenen, die früher von den Gerichtssälen im Dogenpalast in das angrenzende Gefängnis geführt wurden. Mit Blick auf den schiefen Turm der Campanile della Chiesa di San Giorgio dei Greci beschließen wir, ob der Hitze, erst einmal eine Pause in unserer gestrigen Bar Ai Stagneri einzulegen. Abgekühlt und gestärkt machen wir uns anschließend auf die Suche nach dem Palazzo Contarini del Bovolo, denn er liegt versteckt in einer kleinen Gasse. Ein toller Fotospot. Über die Campiello Santa Maria Formosa geht es weiter zur Libreria Acqua Alta, sie gilt als eine der außergewöhnlichsten und charmantesten Buchhandlungen, vor allem für ihre kreative und funktionale Lösung gegen das venezianische Hochwasser (Acqua Alta): unzählige neue und gebrauchte Bücher lagern hier zum Schutz vor den Fluten in echten Gondeln, Badewannen und Kanus. Auf dem Weg zurück zum Canal Grande streifen wir die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo. Am Kanal angekommen setzen wir für 4€ mit einer Gondel über, wie cool ist das denn. Jetzt dauert es nicht mehr lange und wir erreichen wieder den Campo dei Tolentini. Hier legen wir noch ein kurzes Päuschen ein, bevor wir auf der Rückfahrt im Bus den Sonnenuntergang über der Lagune genießen. Städtereisen sind zwar genial aber immer auch sehr anstrengend. Hinsichtlich der Nachsaison haben wir übrigens eine Vermisstenanzeige aufgegeben 😂Read more
Der morbide Charme Venedigs
September 17 in Italy ⋅ 🌧 21 °C
…oder wie aus einem Regentag noch ein besonderes Erlebnis wurde.
Regen prasselt auf unsere Dachluke, man will nicht aus dem Bett, aber Mutter Natur ruft. Beim Frühstück den nächsten Campingplatz organisieren, Abbauen, Bezahlen, Verabschieden, Tanken, Pickerl nicht vergessen und „schon“ rollen wir auf der Autobahn gen Süden. Die Wolken hängen tief in den Bergen, wir können viel mit der Strecke verbinden, denn sie folgt dem geliebten Alpe Adria Radweg. Zuerst lässt der Regen nach, als wir nach rd. 1,5 Stunden bei Palmanove Richtung Mailand abbiegen reißt der Himmel auf, nach einer weiteren Stunde haben wir bereits den Camping Venezia Village erreicht. Einchecken unkompliziert, mit ACSI 27 €, perfekt. Der Platz ein Fünfer im Lotto, alles picobello. An der Rezeption erhalten wir für 6 € zwei Bustickets, der Weg zur Haltestelle dauert fussläufig 5 Minuten und drei Haltestellen weiter erreichen wir bei Sonnenschein Venedig.
Jeder von uns war vor gefühlt 35 oder mehr Jahren -also in einem anderen Leben- schon einmal hier, Erinnerungen insofern gegen Null. Die Idee ist, sich einfach treiben zu lassen, die Atmosphäre zu atmen, Rialto-Brücke und Markusplatz, so kompliziert kann es ja nicht sein. Dann tauchen wir ein in die engen Gässchen, in denen man schnell die Orientierung verliert, die Sackgassen an denen die Brücken über das Wasser fehlen und die vielen anderen Menschen, die sich einfach nicht auf eine Marschrichtung einigen können, wahrscheinlich ähnlich verloren sind wie wir. Also doch Google Maps, die Orientierung ist zurück, begleitet von der Erkenntnis, wie weitläufig Venedig doch ist. Jetzt laufen wir auch übers Wasser, weil da Brücken sind. Wir kommen in die belebtere Umgebung, fragt sich, wo wir denn bisher mit den vielen anderen Menschen waren. Plötzlich folgen wir der Beschilderung Ponte di Rialto und erreichen den Canal Grande mit einem weiteren Zugewinn an Erkenntnis, es gibt noch viel viel mehr Menschen, die in der Nebensaison Venedig besuchen. Wir wollen dazugehören, machen Fotos von der Rialtobrücke, auf der Rialtobrücke und mit uns am Canal Grande. Frage: wollen wir eigentlich noch weiter, oder geht es langsam zurück. Wir verdursten mittlerweile, wie eine Fata Morgana taucht da in einer dunklen Gasse die Bar „Ai Stagneri“ vor uns auf, das Lokal ist winzig, bietet fast nur Stehplätze, aber Paolo weiß was wir brauchen, ein Spritz Veneziano, ein Moretti und zwei mal Prosciutto Crudo mit getrockneten Tomaten, gerettet.
Doktor Google hat sich den Rückweg aus dem Labyrinth gemerkt, auch wenn wir mit den sieben Brücken von Peter Maffay bei Weitem nicht auskommen, finden wir so tatsächlich nach einer halben Stunde den Busbahnhof. Heute ist unser Tag, die Buslinie 5 wartet schon und der Fahrer stellt einen neuen Rekord auf, nach 7 Minuten sind wir bereits wieder zurück an der Haltestelle am Camping. In den Rezensionen wird die Pizza im Restaurant am Platz gelobt, wir können das nur bestätigen. Jetzt noch eine heiße Dusche dann wird es höchste Zeit die Bettkarte zu stempeln.Read more
Heute mal ins Krankenhaus nach Villach
September 16 in Austria ⋅ ☀️ 25 °C
Auch wenn wir die letzten Tage tagsüber sehr angenehm Temperaturen hatten, sind die Nächte schon recht kühl. Heute früh waren es 11°, da lag noch Nebel über dem See. Vanlife: uns war es zu riskant Wäsche aufzuhängen, also haben wir zusätzlich noch den Trockner bemüht, so vergeht die Zeit und wir machen uns erst nach 12 Uhr auf, in Richtung Villach. Wir wählen den Weg über Finkenstein, dann kommen wir noch an der „Falle Campingwelt“ vorbei, wir brauchen ein paar Ersatzgummis für den Dometic Gasherd. Die Dometic Ersatzteile haben astronomische Preise 😡
Was den Friseur anbelangt ist Barbara sehr wählerisch, ein Haarschnitt ist schließlich Vertrauenssache. Insofern geht es heute nach Villach, ins Krankenhaus. Hier fühlt mein Herzblatt sich gut aufgehoben, denn Elfi aus dem Salon Balance hat ihr vollstes Vertrauen 😉 ich schließe mich da gerne an.
Frisch geschoren lassen wir uns in Villach direkt an der Drau im Cafe Draurast bei einem Kaltgetränk von der Sonne verwöhnen. Diese Location hat eine besondere Atmosphäre, denn alle Radreisenden auf dem Alpe Adria Radweg dürfen die Räder durch diesen kleinen Biergarten schieben; fahren ist nicht angesagt, denn es gibt freilaufende Kellner.
Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch die Innenstadt. Gegen Abend meldet sich der kleine Hunger, höchste Zeit sich auf den Weg zur Nudelfabrik in Finkenstein zu machen. Bei jedem Besuch des Faaker Sees sind wir mindestens einmal hier zu Gast. Das Konzept, unterschiedlichste Nudeln mit diversen Pestos kombinieren zu können, hat uns überzeugt. Äußerst geschäftstüchtig, die meisten Zutaten und weitere lokale Köstlichkeiten kann man direkt im dazugehörigen Marktcafé erwerben. Es wird dunkel und kühl, wir müssen uns auf den Heimweg machen, es liegen schließlich noch 9 km Wegstrecke vor uns.
Die nächsten zwei Tage ist in der Region Regen vorhergesagt, gemäß unserem bekannten Motto satteln wir das Pferd und nehmen ein neues Ziel in den Fokus, das wohl nicht nur uns überraschen wird, also „stay tuned“.Read more
Radrunde Wörthersee
September 15 in Austria ⋅ ☀️ 21 °C
Nach der gestrigen Radtour in den Bergen rollen wir heute 71 km bei einer Wörthersee Runde aus.
Pro: die Strecke ist vollständig asphaltiert und beinhaltet kaum Steigungen.
Contra: man fährt hauptsächlich neben -und kleine Teilstücke auch auf- der Straße.
Bereits nach 13 km begrüßen uns das Schloss und das Casino in Velden. Zwei Eisbällchen später verlassen wir die Promenade und nehmen das Nordufer unter die Räder. Die Bahnlinie ist uns ein treuer Begleiter, viele Villen und Hotels säumen den Weg. Im Strandbad Villa Lido gönnen wir uns eine Pause. Kaum lassen wir den Strand von Klagenfurt hinter uns, pedallieren wir auch schon auf dem schattigen, nicht enden wollenden Südufer. Nach 45 km ist die Seeumrundung vollbracht. Bevor wir den Heimweg antreten, tanken wir noch ein wenig Sonne im Strandclub Velden mit Blick auf den Kurpark. Zwischen St. Niklas an der Drau und Egg am Faaker See geht es dann doch noch für einen Kilometer etwas sportlicher in die Pedalen. Zurück am Campingplatz heißt es schnell unter die Dusche springen, denn um 19:30 Uhr haben wir einen Tisch auf der Restaurantterrasse vorbestellt. Es ist schon Luxus, wenn man sich auf dem Platz derart verwöhnen lassen kann.Read more
Der Alpe Adria Trail nach Kranjska Gora
September 14 in Slovenia ⋅ ☀️ 20 °C
Die European Bike Week 2026 am Faaker See mit zehntausenden Motorradfans und Besuchern ist zu Ende, insofern trauen wir uns jetzt anzureisen 😉 Der Weg führt über Arnoldstein, hier stocken wir nicht nur im Lidl unsere Vorräte auf, sondern legen auch einen Zwischenstopp ein und begeben uns auf eine unserer Lieblingsrouten: Über Tarvisio in Italien nach Kranjska Gora in Slowenien. Auch wenn wir uns, im Vergleich zum Start/Ende am Faaker See, somit rd. 40 km Wegstrecke sparen, stehen am Ende der Tour immer noch 64 km auf dem Tacho.
Letzte Nacht hat es recht heftig geregnet, gefrühstückt haben wir sowieso schon lange nicht mehr im Freien, aber zum Start unserer Radtour gegen 11:00 Uhr ist das Wetter perfekt zum Biken. Erster Höhepunkt ist die italienische Grenze, immer wieder ist es ein besonderes Gefühl, mit dem Rad eine Landesgrenze zu überqueren. Landschaftlich wird es nunmehr schöner, aber auch stellenweise ein wenig steiler, mit jedem Meter rückt man näher an die Berge des Triglav Nationalparks heran. Kurz vor Tarvisio biegen wir links auf den Alpe Adria Trail ab. Zu Anfang geht es spektakulär über eine Schlucht und danach mit stetig leichter Steigung Richtung Slowenien. Nur wenige Kilometer vor der Grenze hätte man noch die Gelegenheit rechts zu den Laghi di Fusine abzubiegen, auch ein wunderschönes Ziel, jedoch nicht für den heutigen Tag. Die Landesgrenze ist unspektakulär, ein Grenzstein, ein Schild, das war’s, schon sind wir in Slowenien. Der Radweg wird flacher, wir kreuzen die Straße, die zum bekannten Nordijski center Planica führt, dann fällt der Trail Richtung Kranjska Gora ab. Im Ort lassen wir uns auf ein Kaltgetränk nieder und kommen mit einem sehr netten Pärchen aus der Schweiz ins Gespräch, die im Alpsteingebiet beheimatet sind, das ich letztes Jahr erstmalig bereisen durfte. Sie erzählen uns, dass der Steinbock vom Jasna See wohl am liebsten, ausgereist wäre, so überfüllt war es zur Bike Week an diesem coolen Spot. Auch wir machen ebenda das obligatorische Foto, bevor wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Die reinste Wonne, die Räder laufen, es geht größtenteils bergab und die Nachmittagssonne setzt die Natur herrlich in Szene. In Arnoldstein kommen wir nicht umhin uns noch ein Eis zu gönnen, bevor es dann endlich zum Faaker See geht. Johann lässt uns wissen, sie hatten wohl rd. 800 Biker zu Gast, jetzt ist der Campingplatz hingegen wunderbar leer. Wir beziehen unser Plätzchen im Uferwald und genießen anschließend ein Bier auf einer Bank am See. Mittlerweile fühlt es sich hier -nach dem Gardasee- schon fast wie unsere dritte Heimat an.Read more
Der Berg ruft
September 13 in Austria ⋅ ☀️ 14 °C
Es geht in die Berge, aber dafür müssen wir zuerst in den Sattel steigen und 13 km -diesmal westlich- entlang der Gail bis zur Talstation der Seilbahn in Tröpolach radeln. Zwei Gondel bringen uns zur Madritsche auf 1.919 Höhenmeter. Das Wetter ist optimal, wir steigen die letzten Meter bergan und erreichen kurz darauf das Gipfelkreuz.
Anschließend wandern wir eine gute Stunde talwärts zur Sonnenalpe Nassfeld auf 1.530 hm. Dort angekommen geht es gleich weiter hinab zur Gartnerkofelbahn, mit der planen wir auf die Garnitzen-Alm zu fahren und von dort einen wunderschönen Wanderweg zur Sonnenalpe zurück zu laufen. Jetzt muss man einschieben, wir sind keine early birds, berücksichtigt man die Anfahrt mit den Rädern und das die Auffahrt mit der Gondel auch ihre Zeit braucht, so erreichten wir erst gegen 13:00 Uhr das Gipfelkreuz. Mittlerweile ist es 14:30 Uhr und wir werden gewahr, dass die Gondeln seit dem 1. September bereits um 16:00 schließen. Sehr ärgerlich, damit haben wir nicht gerechnet, das war uns auch so nicht aus unserem letzten Besuch erinnerlich. Wir könnten unsere geplante Wanderung so gerade noch schaffen, aber so handelt man in den Bergen nicht. Also Plan B, es geht den steilen Weg zur Sonnenalpe wieder hinauf, dann nehmen wir direkt die Madritschen Sesselbahn und kehren auf der Sonnenterrasse der Kofelalm ein. Die gewonnene Zeit ermöglicht es uns jedoch, in der Seestube Zum Alois essen zu gehen. Zurück am Campingplatz werfen wir also nur kurz die Wanderausrüstung ab, bevor wir die 6 km bis zum Pressegger See in Angriff nehmen. Die Aussicht auf der Terrasse ist wie immer kongenial, das Essen hatte ehrlich gesagt leider nur „Imbiss Qualität,“ die guten Google Bewertungen beziehen sich wohl eher auf die schöne Lage.
Mal gewinnt man, mal verliert man, heute war wohl einfach nicht unser Tag, C'est la vie.Read more
Auf dem Gailtal Radweg R3 nach Nötsch
September 12 in Austria ⋅ ☀️ 18 °C
Heute haben wir uns für eine eher unspektakuläre Radtour nach Nötsch entschieden. Allerdings planen wir, soweit es möglich ist, daraus einen Rundkurs zu machen. Los geht es auf der R3a nach Hermagor, dann folgt ein sehr schöner Streckenabschnitt nach Möderndorf, hier stoßen wir auf die R3, der wir entlang der Gail bis Nötsch folgen. Unspektakulär ist völlig wertfrei gemeint. Es gibt nur eine erwähnenswerte Steigung, die Route durch das Tal wird von den meist bewaldeten Bergen eingegrenzt, man rollt größtenteils auf Asphalt, kein Gegenwind, in der Ferne ahnt man schon das karstige Gebirge des Triglav Nationalparks und der Ausläufer der Villacher Alpe. Blauer Himmel, weite Blicke, viel Landwirtschaft, einige Pferde, mehr Kühe und erstaunlich viele Raubvögel. Man hört schon heraus, wenn die Strecke einen nicht fordert, hat man viel mehr Zeit sich die Landschaft anzuschauen. Irgendwann kommt man in den Flow und schwups hat man die ersten 32 km nach Nötsch bereits hinter sich. Zur Pause bietet sich in Nötsch die Pizzeria / Bar Carlo Jost an. Wir haben uns eine Salami-Pizza geteilt, ein knuspriger Rand, ein dünner Teig und ein schmackhafter Belag, der Chef versteht sein Handwerk. Zur Begleitung gibt es ein leckeres Gösser Bier. Auf dem Rückweg empfiehlt sich in Vorderberg ein Besuch des Erlebnis-Naturbades, ein kleines aber feines Freibad. Wir haben es heute leider geschlossen angetroffen. Wie erwähnt wollen wir zumindest teilweise einen Rundweg fahren, also biegen wir wiederum mit der R3a rechts zum Pressegger See ab. Bald darauf trifft man auf einen kurzen Anstieg (Klassifizierung: 1 Schweißtröpfchen). Dafür haben wir uns dann auch gleich mit einem Einkehrschwung in der Seestube Zum Alois belohnt. Ein wunderschöner Ort, um die heutige Radtour zu beschließen.Read more
Hermagor statt Slowenien
September 11 in Austria ⋅ ⛅ 19 °C
Was wir vom Salzkammergut kennenlernen durften, hat uns neugierig gemacht, wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Heute ist jedoch für die Region ein weiterer Regentag angesagt, den nutzen wir, um auf unserer Reiseroute gen Süden voranzukommen. Grundsätzlich hatten wir einen Aufenthalt in Kranjska Gora geplant, da sind uns die Temperaturen der nächsten Tag allerdings zu niedrig, insofern steuern wir alternativ Hermagor an. Im EuroParcs Hermagor-Nassfeld waren wir bereits und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Der riesige Vorteil dieses komfortablen Platzes ist, dass trotz des ACSI Rabatts die „holiday+card“ gewährt wird, mit der man nicht nur den ÖPNV, sondern auch die Gondeln und Lifte der Bergbahnen kostenfrei nutzen kann. Heute soll es aber nur noch eine kleine Radrunde zum Pressegger See werden. Gegen Nachmittag wird das Wetter immer besser, schade nur, dass unsere Strandbar am See geschlossen hat. Durch Zufall entdecken wir allerdings die „Seestube Zum Alois“ mit ihrer wunderbaren Terrasse. Da sitzen wir nun, verfolgen den Zug der Wolken und erfreuen uns daran, wenn die Sonne sich im See spiegelt und die Wasseroberfläche funkeln lässt. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die die persönlichen Glücksmomente ausmachen. Letztendlich wird es uns dann doch zu kühl und so radeln wir in Richtung Campingplatz dem Sonnenuntergang entgegen.Read more
Heute mal unterwegs in Salzburg
September 10 in Austria ⋅ ☁️ 15 °C
Der Donnerstag verspricht trübe jedoch regenfrei zu werden.
Mit der Gästekarte dürfen wir kostenlos den ÖPNV nutzen. Also marschieren wir die 15 Minuten bis zur Bushaltestelle und fahren in rd. 60 Minuten vom Salzkammergut nach Salzburg. Auch wenn wir schon das ein oder andere Mal hier waren, ist Salzburg immer eine Reise wert. Selbstnatürlich ist die Stadt ein Touristenmagnet für die Region, aber zurecht, denn einerseits sind viele Sehenswürdigkeiten fussläufig zu erreichen und andererseits herrscht trotz der vielen Besucher überall eine entspannte Atmosphäre.
Wir steigen am Mirabellplatz aus, denn wir mögen die Stimmung auf dem dort beheimateten Wochenmarkt. Schnell meldet sich der kleine Hunger, also gibt es hier eine schmackhafte Wurst und dort ein leckeres Eis.
Anschließend stolpern wir über die Straße in den barocken Mirabellgarten, was für eine Blumenpracht, alle Kieswege führen, vorbei an Skulpturen und Büsten, zum zentralen Vier-Elemente-Brunnen. Im Hintergrund hat man fast immer die Festung Hohensalzburg im Blick, fantastisch.
Vom Mirabellgarten spazieren wir in wenigen Minuten zur Salzach und überqueren den Fluss über den mit tausenden Liebesschlössern behangenen Marko-Feingold-Steg Richtung Getreidegasse, Salzburgs berühmteste historische Einkaufsstraße. Ihr Markenzeichen sind die kunstvoll geschmiedeten Zunftzeichen über den Geschäften. An der Getreidegasse Nr. 9 steht das leuchtend gelbe Haus, in dem Wolfgang Amadeus Mozart geboren wurde. Die nach dem Komponisten benannten Schokoladenkugeln findet man hier fast in jedem Geschäft, man kann allerdings auch Käse und andere lokale Köstlichkeiten zu Apothekenpreisen erwerben.
Folgt man der Getreidegasse weiter, öffnen sich die monumentalen Barockplätze der Stadt. Der Salzburger Dom mit seiner gewaltigen Kuppel bildet dabei das Herzstück. Am Mozartplatz wird der Sohn der Stadt derzeit leider von einer Baustelle umzingelt. Will man kurz und bequem hoch hinaus, kann man sich des Mönchsberg-Aufzugs bedienen, die Berg-Talfahrt kostet lediglich € 4,80. Der Ausblick von der Terrasse des Museums der Moderne auf Salzburg ist einfach nur gigantisch. Zurück in der Innenstadt stoßen wir per Zufall noch auf den Friedhof St. Sebastian aus dem frühen 16. Jh., auf dem Adelige, Würdentrager und einige Angehörige Mozarts bestattet sind, ein sehr eindrucksvoller Ort. Für uns heißt es nun allerdings Abschied nehmen, wir haben schließlich noch ein gute Stunde Fahrt vor uns und im Restaurant Aberseehof wartet doch noch ein Wiener Schnitzel auf uns.Read more
Ankunft am Wolfgangsee
September 9 in Austria ⋅ 🌧 20 °C
Am Mittwoch zieht ein riesiges Schlechtwettergebiet über den Alpenraum hinweg, da gibt es kein Entkommen. Regentage sind Fahrtage, also geht es für uns eine Station weiter. Wir hatten uns einen Camping am Mondsee ausgesucht, aber trotz der eher durchwachsenen Wettervorhersage für die kommenden Tage hat man dort keinen Stellplatz für uns. Solange Bayern und Baden-Württemberg noch Ferien haben ist das Reisen echt unenspannt. Möchte man spontan einen Camping buchen, könnte man den Eindruck gewinnen, die Betreiber wollen gar nicht mehr persönlich mit ihren Kunden sprechen. Vier Anfragen wurden automatisch beantwortet, zweimal bat man uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anzurufen, ein Automat verwies uns auf die Webseite, da könnten wir eine Anfrage stellen, die dann irgendwann beantwortet würde und der Vierte im Bunde ließ lediglich vermelden der Platz sei ausgebucht. Wie angenehm lief es letztendlich bei dem Camping Wolfgangblick, ein persönliches Gespräch, eine telefonische Zusage und bei der Ankunft wurden wir nicht nur äußerst freundlich begrüßt und direkt mit der Gästekarte und Infos versorgt, man hat uns sogar bereits einen Stellplatz zugewiesen. Das ist für uns Service, so konnte in nur wenige Minuten nach der Ankunft der Urlaub für uns weitergehen oder sagen wir es mal so, wir hatten heute viel Zeit zum Lesen.Read more

Traveler
Wasser ist Wasser, ob zusätzlich noch von oben ist den Surfern egal, hauptsache der Wind stimmt👍
Auf dem Tauernradweg nach Mittersill
Sep 7–8 in Austria ⋅ ☁️ 27 °C
In Hollersbach haben wir schon einmal Winterurlaub gemacht und in Mittersill startete immer der Skibus. Damals entstand der Wunsch, das Pinzgau auch mal im Sommer zu besuchen und da bietet sich für uns der Tauern-Radweg geradezu an. Bis Mittersill sind es von Zell am See auf der Straße 24 km, der Radweg meandert dermaßen durch das Tal, dass daraus letztendlich mehr als 35 km werden. Den ersten Versuch Mittersill zu erreichen haben wir am Montag jedoch hinter Niedernsill abgebrochen. Die Wetter App hatte ab 16 Uhr aufkommende Gewitter vorausgesagt, die sind in den Bergen bekanntlich heftig, das wollten wir nicht riskieren. Wir sind umgekehrt und als die Gewitterfront glücklicherweise an uns vorbeigezogen ist, beschlossen wir noch einmal den Zeller See zu umrunden. Dabei haben wir uns diesmal die City von Zell angeschaut. Deutlich touristisch geprägt scheint sie ungewöhnlich viele Muslime anzulocken. Wir gehen kurz durch die Fußgängerzone, suchen dann aber schnell wieder den Weg zum See. In Thumersbach angekommen, lassen wir uns im Hendl Haus verwöhnen. Zurück am Campingplatz genießen wir abschließend einen prachtvollen Sonnenuntergang.
Dienstag früh Nebel, danach knalle Sonne, zweiter Versuch. Der weite Blick durch das Tal wird nur von den auffällig vielen Strommasten unterbrochen, das mag an dem beeindruckend großen Umspannwerk liegen. Zwischendurch gibt es immer wieder Überraschungen, mal Alpakas am Wegesrand, anschließend eine auf dem Kopf stehende Skulptur und dann stoßen wir noch auf Alpengold, eine sehr schöne Akkordeon-Manufaktur. In Mittersill angekommen, erkennen wir gleich den Stadtplatz wieder, am Bahnhof steht extra für uns eine historische Bahn mit der Aufschrift Hollersbach und auch das Café Vielfalt gibt es noch, in dem wir des öfteren auf den Zug gewartet haben. Es ist leider geschlossen, nicht schlimm, dann legen wir halt in der Konditorei Pletzer eine wohlverdiente Pause ein. Mittlerweile ist es wieder sehr warm, insofern unterbrechen wir unsere Rückfahrt noch einmal auf halbem Wege in Niedernsill. Dem Wolfsspitz ist es ebenfalls sehr warm, er weigerte sich vehement den kühlen Brunnen zu verlassen. Zur Belohnung (72 km) gibt es heute Abend Nudelauflauf aus dem Omnia. Mit vollem Bauch genießen wir den letzten Sonnenuntergang auf dem Panorama Camp, morgen geht für uns die Reise weiter.
Wir hätten es auch reizvoll gefunden, mit der Pinzgauer Lokalbahn zu den Krimmler Wasserfällen zu fahren, aber wegen Unwetterschäden gibt es derzeit eine Streckensperrung, für den betroffenen Abschnitte wurde ein Schienenersatzverkehr vorgesehen, darauf haben wir keine Lust.Read more
Ankunft in Zell am See
September 6 in Austria ⋅ ☀️ 21 °C
Unser nächster geplanter Campingplatz in Zell am See (750 HM) ist gerade mal 36 km entfernt, insofern erwartet uns eigentlich eine entspannte Anreise, wäre da nicht das traumatische Erlebnis einer dringend notwendigen Betankung für gerade mal € 118,00.
Kaum parkieren wir vor der Rezeption des Seecamp Zell am See, kommt uns schon ein Herr entgegen, um uns wissen zu lassen, dass sie ausgebucht seien, gibt uns jedoch den Tipp, das nur 4,5 km entfernte Panorama Camp Zell am See anzufahren und dort stehen wir nunmehr. Wir sind nicht unzufrieden und brühen uns erst einmal einen leckeren Espresso, da bekommen wir auch schon Besuch vom lokalen Federvieh, Barbara ist begeistert. Wenig später schwingen wir uns in den Sattel und genießen umgehend die großartigen Ausblicke in die Bergwelt und auf den Zeller See. Am ersten Bahnübergang stoßen wir auch gleich auf die Pinzgauer Lokalbahn, sie verläuft über 53 Kilometer von Zell am See, entlang der Salzach, zwischen den Pinzgauer Grasbergen und dem Nationalpark Hohe Tauern bis nach Krimml, zu den bekannten Wasserfällen. In Zell suchen wir vergeblich den Anschluss an den Tauernradweg, Schilder finden wir nicht und auch die Karte will uns nicht so richtig weiterhelfen, insofern radeln wir etwas zu weit und erreichen den Golfplatz. Hier gibt es lediglich Privatwege und Sackgassen, also kehren wir um und gelangen zum hiesigen Flughafen. Ab hier wird es einfach, denn der Radweg führt direkt an der Start- und Landebahn vorbei und wir können sogar hautnah einem Sportflugzeug beim Start zuschauen. Weiter geht die Fahrt nach Kaprun mit seiner wehrhaften Burg. Im Ort gönnen wir uns ein Päuschen und beim Spaziergang über das traditionelle Bauernherbstfest auch noch eine mit Käse gefüllte Grillwurst. Gesättigt folgen wir erst weiter dem Radweg Richtung Mittersill, entscheiden uns dann allerdings beim Umspannwerk Tauern umzukehren und den heutigen Tag mit einer Umrundung des Zeller Sees (rd. 11 km) zu beschließen. Auf dem Rückweg führt uns der Tauernradweg über Bruck (an der Großglocknerstraße), erwähnenswert ist ebenda lediglich
der Blick auf das Schloss Fischhorn. Anschließend erreichen wir das sogenannte WiesenKönigReich, ein fast berauschendes Gefühl durch diese Landschaft dahinzugleiten. Am See angelangt kann man sich gar nicht an dem Panorama sattsehen. Wir streifen das sehr touristische Grand Hotel mit dem benachbarten Casino, bevor wir uns an dem gemütlichen Strandbad ein Kaltgetränk gönnen. Am Westufer folgt der Radweg wunderbar dem See, am Nordufer ein letzter Ausblick, denn am Ostufer wird der Radweg hauptsächlich neben der Hauptstraße geführt; hier geben wir Gas und erreichen nach 4,5 km auch schon unser Panorama Camp.Read more
Die Almenwelt Lofer
September 5 in Austria ⋅ 🌧 15 °C
Am Samstag ist das Wetter durchwachsen, insofern ist zur Abwechslung mal Bergalm-Wandern angesagt. Während Barbara sich ausruht, verdiene ich mir stramme Waden.
Zwei Gondeln bringen mich auf 1.350 hm. Dort starte ich zum roten Marmorsee. Wie blöd, wieder mal die Wanderstöcke vergessen. Wenigstens kann ich bei dem zwischenzeitlich einsetzenden Regen die Wassersäule meiner neuen, superleichten Regenjacke auf die Probe stellen. Der See ist bestimmt ein schöner Fotostop, bei meiner Ankunft ist der Ausblick allerdings ziemlich wolkenverhangenen. Trotzdem tut es einfach gut hier auf den Almen unterwegs zu sein. Später biege ich noch Richtung Aussichtsturm Schwarzeck ab, der liegt jedoch auf auf 1.565 hm und solange hält das Wetter nicht mehr. Also kehre ich um und beschließe die Wanderung mit einer Runde um den Almsee. Auf der Mittelstation kehre ich anschließend noch auf ein Helles im Gasthof Loderbichel ein.
Die Almenwelt Lofer ist bestimmt kein anspruchsvolles Wandergebiet, aber zur Eingewöhnung kann man hier schon eine gute Zeit verbringen. Vielleicht wiederhole ich den Besuch noch einmal bei schönerem Wetter, die Aussichten waren bereits heute lohnenswert.Read more
Schneizlreuth statt Bad Reichenhall
September 4 in Germany ⋅ ⛅ 28 °C
Heute ist V&E Tag, dabei habe ich endlich die Sicherung für die Pumpe der Toilettenspülung gefunden, super versteckt, großartig unzugänglich. Man lernt immer dazu, eine geschmolzene 3 Amper Sicherung. Mein Repertoire an Ersatz beginnt erst ab 10 A aufwärts, die Camping Nachbarn bieten minimal 7,5 A. Reparatur aufgeschoben. Dann „dürfen“ wir heute noch das Womo auf dem Campingplatz umstellen, so dass wir erst gegen 12 Uhr loskommen.
Die Radtour nach Bad Reichenhall beginnt vielversprechend; zwar oft auf geschotterten Wegen, dafür aber entlang der Saalach oder durch den Nadelwald. Am Kniepass beobachten wir, wie eine Rafting Gemeinschaft ein flüchtiges Paddel einzufangen versucht. In Unken finden wir nicht nur das Schloss Oberrain, sondern auch eine VW Service Werkstatt, die eine neue Sicherung für uns haben (die Toilettenspülung geht wieder). Wenig später erreichen wir die Aschauer Klamm, die den Grenzübergang nach Deutschland markiert. Der Brotzeitgarten beim Haiderhof Stibler hat geschlossen und so muss es passiert sein, wegen völliger Unterzuckerung haben wir anschließend den Abzweig nach Bad Reichenhall verpasst und sind stattdessen in Schneizlreuth gelandet. Was grundsätzlich sogar super war, da wir dort beim Wurznwirt einkehren und auch noch die benachbarte Filialkirche Maria Hilf fotografieren konnten. Radwege gibt es hier viele, nur merken wir erst viel später, dass die Radzeichen, denen wir nunmehr folgten, uns wieder nach Unken zurückgeschickt haben. Das Schicksal hat es aber gut mit uns gemeint, denn nachmittags erreichen die Temperaturen mittlerweile 29° und als wir in Lofer die Eisdiele erreichen sind wir alles andere als traurig oder enttäuscht. Auf der Suche nach einem Supermarkt streifen wir noch einige interessante Gebäude und bestaunen, kurz vor unserem Campingplatz, noch das bildhübsche Schloss Grubhof.
Fast 50 km sind es dann doch noch geworden, insofern gibt es zum Abendbrot eine große Portion Spaghetti an Gorgonzola-Sauce mit Walnüssen, yummy !Read more
Radtour nach Saalfelden
September 3 in Austria ⋅ ☁️ 25 °C
Der Namenszusatz, Saalfeden "am Steinernen Meer" verweist auf den direkt angrenzenden, felsigen Gebirgsstock, denn das riesige Felsplateau mit seinen grauen, geschwungenen Felsen sieht aus, wie ein wildes, wogendes Meer aus Stein.
Wir nehmen es gleich vorweg, weder der Ort, noch die Strecke dahin haben uns heute abgeholt. Landschaftlich war die Tour schon ein Hingucker, aber letztendlich folgt der Weg grundsätzlich der viel befahrenen Landstraße 311, was wahrlich sehr beeinträchtigend ist. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass man zwischen Weißbach und Diesbach für sechs Kilometer auf die Hauptstraße verwiesen wird, weil der Radweg wegen Steinschlags auf diesem Streckenabschnitt gesperrt ist. Wir haben, wie so viele andere, die Verbote ignoriert und sind trotzdem auf dem Radweg gefahren, hier fühlten wir uns deutlich sicherer, als auf der Landstraße, wo die Autos und LKW mit 80 km/h an einem vorbeirasen. Nach rd. 27 km gab es im Café am Rathausplatz einen leckeren hausgemachten Topfenstrudel. Anschließend stand noch ein kleiner Schlenker zum Ritzensee auf dem Plan, bevor wir die Heimreise angetreten sind.
Am Abend besuchten wir das Dorffest in St. Martin, hier ging es, begleitet von Livemusik, typisch zünftig, bayerisch her und spätestens nach dem zweiten Bier schunkelt die ganze Gemeinde zum Kufsteinlied 😂.Read more
Falkensteiner Camping Grubhof
September 2 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C
Heute sind wir nach Österreich weitergezogen. Als erstes Basislager, zur Erkundung weiterer Teile des Tauern-Radweges, haben wir uns den Falkensteiner Camping Grubhof, in St. Martin bei Lofer (auf 626 HM) ausgesucht. Wieder haben wir mehr als fünf Stunden für gute 400 km gebraucht; in Erinnerung wollen wir jedoch die Abfahrt vom Irschenberg behalten, wo man mit einem wahnsinnig schönen Panorama bei 7% Gefälle auf die Alpen zufährt.
Der Campingplatz liegt wunderbar eingebettet zwischen den Bergen und bietet einige Annehmlichkeiten, hat aber auch seinen Preis. Wir stehen für € 52,00 zzgl. € 6,90 Ortstaxe auf einem Platin-Stellplatz mit 180 qm, da die günstigeren Diamant- und Gold-Plätze bereits ausgebucht waren 😉
Bevor wir uns auf der Terrasse des Gruberhofs kulinarisch verwöhnen lassen, vertreten wir uns auf dem weitläufigen Platz noch ein wenig die Beine.Read more
Künzelsau und das Carmen Würth Forum
September 1 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C
Auch wenn wir tagsüber unsere Radtouren bei bis zu 23° genießen dürfen, macht sich morgens zum Frühstück doch der September mit kühlen 13° bemerkbar.
Heute starten wir gen Nordwesten, Richtung Künzelsau meandert der Radweg nunmehr wunderschön entlang dem Kocher. Kaum passieren wir das Schloss Stetten erreichen wir auch schon wenig später unser Ziel. Wir hatten überhaupt keine Erwartungshaltung und sind daher äußerst positiv überrascht von diesem schmucken Stadtchen. Es mag daran liegen, dass die Familie Würth, als omnipräsenter Arbeitgeber in der Region, sich auch um das Gemeinwohl und die Kultur bemüht. Nach der obligatorischen Belohnung, heute mal in einer Eisdiele, nutzt Barbara die Gelegenheit zum Shopping, während ich den 4,3 km langen, steilen Anstieg zum Carmen Würth Forum -auf dem sogenannten Campus der Firma Würth- in Angriff nehme. Mein Ziel ist der Skulpturengarten des Museums Würth 2.
„Moderne und zeitgenössische internationale Skulpturen nehmen seit jeher einen besonderen Stellenwert innerhalb der Sammlung Würth ein. Das bezeugt nicht nur der weitläufige Skulpturengarten am Carmen Würth Forum, sondern dies spiegeln auch zahlreiche weitere plastische Werke wider, die die Wege auf dem Firmencampus säumen und zum Schlendern und Entdecken einladen.“
Ich bin begeistert, die moderne Architektur des Museums, die exponierte Lage und der blaue Himmel lassen wunderbare Fotos entstehen.
Immer wieder stoße ich auf Trauben von Jugendlichen und freue mich über deren Interesse an der Kunst, lerne aber später, das am heutigen 1. September Ausbildungsbeginn ist und dies bei Würth zum Anlass genommen wird, die jungen Mitarbeiter in einer konzertierten Aktion an dieser tollen Location zu ihrem Berufsstart zu begrüßen.
Nach einer rasanten Abfahrt lerne ich die neuen Bekleidungsstücke meiner Frau kennen, die selbstverständlich auch für mich noch das ein od er andere Schnäppchen gefunden hat und so machen wir uns mit einem deutlich leichteren Portemonnaie auf den Rückweg.
Letztendlich haben wir zu unserer Freude auch noch den „Biergarten am Kocher“ gefunden, der die heutige Radtour abrundet.Read more
Radtour nach Schwäbisch Hall
August 31 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C
Letzte Nacht hat es ziemlich heftig geregnet, am Morgen begrüßt uns hingegen wieder die Sonne. Heute soll es mit den Rädern nach Schwäbisch Hall gehen. Schon nach wenigen Kilometern im Sattel erwartet uns das erste Highlight. Die 1.128 m lange Kochertalbrücke wird von bis zu 185 m hohen Brückenpfeilern getragen, die nach der Fertigstellung in 1979 damals höchsten der Welt. Unterhalb der Brücke kommt man sich wahrlich klein vor. Auf den 17 Kilometern bis zu unserem Ziel sehen wir den Kocher nicht allzu oft, man wird eher auf Rad- und Wirtschaftswegen durch eine liebliche Landschaft geführt. Den ersten schönen Ausblick auf die historischen Fachwerkhäuser von Schwäbisch Hall hat man von der Henkersbrücke. Das Städtchen ist äußerst pittoresk und gefällt uns gut. Am neuen Globe Theater auf der Kocher Insel pausieren wir und lassen die ersten Eindrücke auf uns wirken. Anschließend geht es zum Marktplatz, der seinem Namen jedoch gerade nicht gerecht wird, denn von Juni bis August finden auf der 500 Jahre alten Treppe von der Kirche St. Michael derzeit die Freilichtspiele von Schwäbisch Hall statt. Sie wurden 1925 als Jedermann-Festspiele gegründet. Drei Inszenierungen bilden den Kern der jährlichen Festspiele auf der Treppe. Leider fällt keine der Vorstellungen in den Zeitraum unseres Aufenthaltes, das wäre bestimmt ein tolles Erlebnis. Wir naschen noch einen Käse- bzw. Pflaumenkuchen, schlendern anschließend noch ein wenig durch die Gassen bevor wir uns aufmachen, die benachbarte Großcomburg zu besuchen. Sie ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das im Jahr 1.078 gegründet wurde. Die burgartige Anlage erhebt sich auf einem alten Umlaufberg des Kochers über Steinbach. Die Außenanlagen, unter anderem ein Wehrgang um den gesamten Gebäudekomplex, sind frei zugänglich. Die Stiftskirche St. Nikolas ist geprägt durch die romanischen Türme und den Umbau in der Barockzeit (1.706–1.715). Gerne wären wir auf dem Rückweg in einem Biergarten eingekehrt, leider haben wir keinen gefunden und konnten unseren Durst somit erst zurück auf dem Campingplatz stillen, trotzdem war es eine lohnende Radtour.Read more
Naturcamping Braunsbach am Kocher
August 30 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C
Ein Radreiseführer hat mich auf den Kocher-Jagst-Radweg aufmerksam gemacht, ich hatte zuvor noch nie von diesem gut 320 km langen Rundweg gehört. Mein einziger Fixpunkt war „Schwäbisch Hall, auf diese Steine können sie bauen“ ansonsten auch zu der Region absolute Fehlanzeige. Das wird sich nunmehr ändern.
Lediglich 427 km sind es bis zu unserem Campingplatz in Braunsbach, doch der starke Verkehr ringt uns am Sonntag mehr als 5 Stunden Fahrzeit ab.
Der Empfang ist freundlich, das Sanitär vorbildlich, ein Stellplatz schnell gefunden.
Nach dem Begrüßungsgetränk vertreten wir uns im Örtchen die Beine, bevor wir nach einem verspäteten Abendbrot gleich unter der Bettdecke verschwinden, was genau die richtige Entscheidung war, denn bereits um 6 Uhr werden wir vom göttlichen Lärm der benachbarten Kirche wieder geweckt.
Exkurs:
Am 29. Mai 2016 kam es bei einem Unwetter in der Region zu schweren Überschwemmungen mit verheerenden Schäden. In der Ortsmitte Braunsbachs, das mit am stärksten betroffen war, traten der Orlacher Bach und der kleinere Schloßbach über ihre Ufer und hinterließen auf den Straßen mehrere Meter hohen Schutt aus Steinen, Lehm, Autos, Altholz, Wohnungs- und Geschäftsinventar.Read more
Ein Anfang mit Hindernissen
Aug 27–29 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C
Eigentlich sollte unser Urlaub am Donnerstag, vor dem Wochenende mit dem erwartbar starken Rückreiseverkehr, beginnen, aber die Rechnung haben wir ohne unsere Handwerker gemacht. Selbstverständlich hatte man uns vor dreieinhalb Wochen versprochen mit den Pflasterarbeiten rechtzeitig vor dem Urlaub fertig zu werden, in der realen Welt haben wir nunmehr am Mittwoch, gegen 20 Uhr die Arbeiten auf halbem Wege unterbrochen, sonst kommen wir gar nicht mehr weg.
Den Donnerstag haben wir erst einmal genutzt, um uns von dem Ärger über die Handwerker zu erholen. Gegen Abend sind wir zum Zeltfestival am Kemnader Stausee geradelt. Dort haben wir zwar kein Konzert besucht, aber das Schlendern über das Festivalgelände bot genug Ablenkung und die Bewegung an der frischen Luft tat uns ebenfalls gut.
Am Freitag haben wir schließlich begonnen das Wohnmobil zu packen, was wiederum zur Stimmungsaufhellung beitrug. Gegen Abend habe ich noch einen Abschiedsspaziergang im Weitmarer Holz mit meinem Lieblingsnachbarn Elvis unternommen.
Am Samstag sind wir auf die Zielgerade eingebogen, das Womo ist startklar, ich verabschiede mich noch mit einer kleinen Radrunde von meinem Revier, denn am Sonntag soll es nun endlich losgehen.Read more

















































































































































































































































































































































































































































