• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
  • Simon Rossier
  • Fabienne Minder

Panamerica Süd

714-dniowa przygoda według Simon & Fabienne Czytaj więcej
  • Gletscher

    22 stycznia 2025, Chili ⋅ 🌧 9 °C

    Wir sind wieder in Gletscherland und ziehen uns einen rein, der sich wiederum ziemlich zurück zieht, sodass wir nur die Spitze seiner Zunge sehen. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt liegt da eine Maus vor uns auf dem Weg die fast reglos vor sich hin quietscht. Wir machen sie weg vom Weg und wünschen ihr viel Glück mit ihrer Überlebenseinstellung. Czytaj więcej

  • San Rafael Lagune

    24 stycznia 2025, Chili ⋅ 🌧 9 °C

    Unser nächster Auftrag führt uns an einen Ort der so weit entfernt von jedem anderen Ort ist wie kaum ein anderer. Die Reise beginnt in Río Tranquilo, ein Ort den man kennt wenn man einmal da war. Dann fährt uns ein Auto zwei Stunden weit weg von jeglicher Zivilisation. Dann steigen wir um auf ein Boot, das uns noch weiter weg bringt bis dort hin wo uns garantiert niemand mehr hört wenn wir um Hilfe rufen. Der Katamaran schippert und schlängelt uns durch die abgelegensten Fjorde. Nach zwei oder drei weiteren Stunden treiben neben uns im Wasser kleinere Eisblöcke. Mit zunehmender Distanz werden auch die Eisblöcke grösser. Dann fahren wir um eine Ecke und zwei Kilometer vor uns erscheint ein mächtiger Gletscher der genüsslich ins Meer züngelt. Wir gleiten durch die Lagune und nähern uns langsam der Eismasse, die sich von Minute zu Minute höher vor uns auftürmt. Dann setzt Regnen ein und die Szenerie vor uns nimmt an Dramatik zu. Etwa 200m vor der Eiswand bleiben wir stehen, starren ehrfürchtig an ihr empor und schätzen uns froh, dass sie uns von den Wildlingen und Weissen Wanderern trennt.

    Etwas später treten wir die Rückreise an. Inzwischen windet uns ein eisiger Wind entgegen, der das Meer in den Fjorden wild tanzen lässt. Unser Katamaran wird ordentlich durchgeschüttelt. Geschirr fällt zu Boden und die ersten kotzen im Bogen (kleiner Reim zwischendurch 🙂). Die Reisebegleiter öffnen die Türen, um den beissenden Geruch aus den Kabinen zu lüften und wir beobachten wie der Horizont abwechselnd über und wieder unter der Türöffnung verschwindet. Vor den inzwischen belegten Toiletten bilden sich Schlangen und ich könnte schwören, dass der Kapitän zu beten beginnt. Eine halbe Ewigkeit später erreichen wir den windgeschützten Hafen und küssen die Erde unter unseren Füssen.
    Czytaj więcej

  • Calleta Tortel

    26 stycznia 2025, Chili ⋅ 🌧 11 °C

    Und wieder fahren wir an einen Ort. Bei diesem Ort handelt es sich um ein Dorf, das ausschliesslich über Stelzenwege in sich selbst verbunden ist. Wir finden es schön hier. Bei einsetzender Dämmerung spazieren wir durch das Fischerdorf und werden dabei auf Schritt und Tritt von einem sehr aufdringlichen Einheimischen verfolgt. Selbst als wir von Caleta Tortel wegfahren rennt er uns noch eine Weile hinterher. Czytaj więcej

  • Patagonia NP (Chile)

    27–29 sty 2025, Chili ⋅ ☁️ 12 °C

    Unsere neuste Mission ist es einen Puma* zu finden und wenn möglich zu reiten. Im Patagonia* Nationalpark gibt es immer wieder Sichtungen und auch wir versuchen unser Glück. Morgens und Abends während der Dämmerung halten wir Ausschau. Wir suchen sie links und rechts und manchmal auch geradeaus und machen dabei immer laut 'Pss Pss Pss'. Eines Tages morgens um sechs läuft plötzlich ein Puma direkt neben dem Visitor Center vorbei. Unglaublich! Einfach so praktisch neben unserem Übernachtungsplatz. Dummerweise sind wir eine halbe Stunde zuvor von dort weggefahren und suchen den Puma zu dem Zeitpunkt gerade irgendwo sonst im Park. Die Tage vergehen und wir suchen zunehmend verzweifelter und hoffnungsloser. Nach zwei Tagen sind wir mit unserer eisernen Geduld am Ende und geben auf. Aber nicht jede Suche blieb erfolglos. Eine Stinktiermutter mit ihren zwei Fohlen hat auf ihrem Dämmerungsspaziergang uns gefunden. Die drei zeigen sich äusserst interessiert und nähern sich uns immer wieder, um dann wieder direkt vor der Linse umzudrehen und mit erhobenen Schwänzen und stupsigen Nase davon zu stolzieren.

    Nicht ganz mit leeren Händen, aber ohne Pumas drin, verlassen wir den Patagonia NP, der übrigens vom Gründer von The North Face** ins Leben gerufen wurde, und steuern auf Argentinien zu.

    *nicht die Kleidermarke
    **die Kleidermarke
    Czytaj więcej

  • Zurück in Argentinien - Paso Roballo

    30 stycznia 2025, Argentyna ⋅ 🌬 20 °C

    Wir erreichen Argentinien über eine Grenze, die so weit weg von der Welt erscheint, dass man die Ausreise aus Chile einige Tage vorher online erledigen muss. Die Landschaft ist spektakulär und es hat so wenig Leute, dass uns sogar die Töfffahrer zuwinken, wenn wir sie kreuzen. Ab und zu passieren wir Herdenschutzhunde, die ihre Schafe vor möglichen Pumaangriffen schützen. Czytaj więcej

  • Cueva de las manos

    31 stycznia 2025, Argentyna ⋅ ☀️ 18 °C

    Vor vielen Jahren geschah hier etwas ganz Besonderes. Als es vollendet war, bedeckten unzählige Hände die Wände. Genauere Informationen haben wir leider nicht, denn heute muss man Eintritt zahlen. Da wir nicht wussten, dass sich der Preis in den letzten zwei Wochen verdreifacht hat und somit für uns zu hoch ist, sind wir den langen Weg umsonst hierher gefahren. Czytaj więcej

  • Perito Moreno NP

    1 lutego 2025, Argentyna ⋅ ☁️ 12 °C

    Der Perito Moreno ist wohl einer der brühmtesten Gletscher der Welt. Und im Perito Moreno Nationalpark kann man ihn begutachten. Aber nur auf dem Handy oder vielleicht in einer Broschüre. Denn der Perito Moreno Gletscher befindet sich nicht einmal annährend in diesem Park. Das hält aber zig Google Benutzer so gar nicht davon ab unzählige Fotos vom Gletscher an diesem Ort hochzuladen. Unerhört! Tatsächlich verirren sich aber nur sehr wenige Touristen hier hin. Und genau das gefällt uns. Fast so gut wie die Tatsache, dass der Eintritt in den Park gratis ist! Ich werd verrückt. Überall verteilt im Park stehen wunderbare kleine Hüttchen, die man reservieren und darin eine Nacht verbringen kann (ebenfalls gratis 🤯). Wir bleiben für einen Zweitäger. Czytaj więcej

  • Puma und Pufrou

    6 lutego 2025, Chili ⋅ ☁️ 8 °C

    Hierher sind wir voller Hoffnung hier her gekommen. Gleich an unserem ersten Tag im Park suchen wir nur etwa zehn Minuten aktiv nach Pumas – und dann flankiert uns dieses Paar seitlich. Was für ein Glück! Unbeeindruckt von unserer Anwesenheit legen sie sich ins Gras, direkt vor uns. Wir beobachten sie, bis die Nacht hereinbricht und sie in der Dunkelheit verschwinden. Czytaj więcej

  • Zu den Torres

    7 lutego 2025, Chili ⋅ ☁️ 8 °C

    Wir machen eine Wanderung zu Torres del Paines' Torres. Wir gehen einigermassen früh los. Denn die Wanderung ist lang und sehr sehr beliebt. Beim Abstieg kommt es uns vor als würden wir eine überfüllte Rolltreppe in die falsche Richtung laufen. Czytaj więcej

  • Wieder auf Pumasuche #1

    8 lutego 2025, Chili ⋅ ☁️ 11 °C

    Nach einer kurzen Verschnaufpause kehren wir zurück in den Nationalpark und widmen uns ein paar weitere Tage nur einer Sache: den Pumas.

    Tag eins beginnt. Wir schleichen uns langsam der Strasse entlang und halten Ausschau. Irgendwo rechts erblicken wir eine Herde Guanacos. Sie schauen alle in unsere Richtung. Etwas an ihrem Verhalten wirkt seltsam. Die Guanacos starren uns regelrecht an. Und als wir das Fenster öffnen, hören wir aufgebrachtes Wiehern - ein klares Warnsignal! Und dann, direkt vor uns, schleicht ein Puma aus dem Gebüsch und trottet seelenruhig den Hügel hoch. Wow.

    Der Puma, der die Guanaco-Herde aufgeschreckt hat, bleibt in unserer Nähe. Zuerst erklimmt er einen Hügel, dann kehrt er zurück, überquert direkt vor uns die Strasse und verschwindet im Gebüsch.

    Wir versuchen, seine Route vorherzusehen, fahren zweihundert Meter weiter und warten am Strassenrand. Unsere Blicke durchkämmen die Landschaft. Nach etwa zehn Minuten taucht plötzlich, unerwartet nah, sein Kopf aus dem Gras auf. Uns trennen keine Zwei Meter. Für einen Moment treffen sich unsere Blicke – doch der Puma schenkt uns keine Beachtung und zieht gelassen weiter.
    Czytaj więcej

  • Wieder auf Pumasuche #2

    8 lutego 2025, Chili ⋅ ☁️ 9 °C

    Der Puma streift entspannt durch die Steppe. Da er sich von unserer Anwesenheit nicht stören lässt, folgen wir ihm langsam auf der Strasse. Er überquert sie erneut und verschwindet wieder im Gebüsch. Also fahren wir ein Stück weiter und warten.

    Plötzlich taucht er wieder auf – diesmal läuft er direkt auf der Strasse in unsere Richtung, steckt aber immer wieder den Kopf ins Gebüsch. Erst als ein Hase blitzschnell hervorschiesst, verstehen wir: Er war auf der Jagd. Augenblicklich setzt der Puma nach, sprintet dem Hasen hinterher und kreuzt direkt vor uns die Strasse, den Hügel hinauf. Dann verschwindet er.

    Drei Minuten später taucht er wieder auf, setzt sich auf den Hügel und durchkämmt mit wachsamen Blicken sein Jagdrevier. Wir schauen staunend zu ihm hoch. Schliesslich steigt er vom Hügel herab und passiert uns ein letztes Mal. Seit unserer ersten Sichtung sind über zwei Stunden vergangen – und wir können kaum glauben, was wir gerade erlebt haben.
    Czytaj więcej

  • Zweite Pumasuchpause

    11 lutego 2025, Chili

    Nach ein zwei erfolglosen Tagen unterbrechen wir unsere Pumasuche erneut und ruhen uns am altbekannten Ort aus, um schon bald wieder in den Nationalpark zu ziehen.

  • Letzte Pumasuche

    12 lutego 2025, Chili ⋅ ☁️ 10 °C

    Unser Tank ist fast leer, doch die Suche nach Pumas wird zur Sucht – zum dritten Mal kehren wir in den Nationalpark zurück. Und wieder werden wir belohnt: Ein Puma überquert direkt vor uns die Straße, läuft an uns vorbei und steuert auf eine Gruppe Touristen zu, die ahnungslos Enten am See fotografieren.

    Wir versuchen, uns lautlos bemerkbar zu machen. Erst als der Puma nur noch zehn Meter von den Touristen entfernt ist, nehmen sie uns – und dann ihn – wahr. Doch der Puma zeigt keinerlei Interesse an ihnen. Seelenruhig und mit zugekniffenen Augen (wegen dem Wind) setzt er seinen Weg fort, läuft zum See hinunter und verschwindet westwärts am Ufer entlang. Später lässt er sich im hohen Gras nieder und ruht sich aus.

    Währenddessen weisen wir vorbeifahrende Autos auf den Puma hin. Schon bald haben auch die Pumasuchtouren von seiner Anwesenheit erfahren, und nach und nach versammeln sich immer mehr Fahrzeuge um „unseren“ Puma. Dann taucht eine kleine Gruppe Guanacos auf – darunter ein Baby. Sie marschieren direkt auf den getarnten Jäger zu.

    Wir reiben uns die Hände. Des Babies letzte Stunde hat geschlagen! Vor uns entfaltet sich ein Spektakel: Die Guanacos ziehen nichtsahnend in Richtung See, passieren den Puma in weniger als drei Metern Abstand. Nichts passiert. Dann entdecken sie ihn doch noch, brechen in panischer Flucht aus und wiehern aufgebracht.

    WTF? Das war DIE Chance! Der Puma richtet sich auf, schaut verdutzt umher. Der Applaus bleibt aus – unsere Faszination dennoch nicht.
    Czytaj więcej