• PaDa on Tour
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Sizilien & Ital. Adriaküste

Zu Hause viel zu viel Nebel und kalt, also ab in den Süden! Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    4. Februar 2025

    Es geht los!

    4. Februar 2025 in der Schweiz ⋅ ☀️ 4 °C

    Wieder ist einige Zeit vergangen seit unserer letzten WOMO Reise nach Marokko!
    In der Zwischenzeit waren wir natürlich auch wieder etwas unterwegs aber immer nur für kurze Zeit.
    So waren wir im Sommer 24 für 10 Tage im Neuenburger Jura und am Bodensee unterwegs, was uns sehr gefallen hat.
    Wir haben viel Zeit in unserem Haus in Frankreich verbracht, immer mit neuen Projekten, Reparaturarbeiten und viel im Garten. Dieses Jahr durften wir sehr grosse Ernten (Kirschen, Äpfel, Kartoffeln, Baumnüsse, Feigen, Tomaten und Kürbisse etc.) entgegen nehmen. Aber auch viel Befriedigung bringt, das süsse Nichtstun, das Geniessen am Pool, das gemeinsame Essen und Zusammensein ist wunderschön und extrem entspannend.
    Letzte Woche sind wir aus Finnland zurück gekommen. Wir hatten eine wunderschöne Woche in Äkäslompolo hoch im Norden. Nebst viel Schnee und viel Kälte hatten wir das Glück, Nordlichter zu sehen, eine Hundeschlitten Tour zu unternehmen und nebenbei noch die Grundkenntnisse des Langlaufens zu üben.
    Nun ist es wieder soweit, wir möchten eine etwas längere Tour machen. Unser Ziel für die nächsten 6 Wochen: Sizilien.
    Wir sind auf direktem Weg aus dem nebligen Kriens abgefahren und auf relativ geradem Weg und direkt bis Genua durchgefahren.
    In Genua haben wir den Weg zur Fähre sehr gut gefunden, sind auf den grossen Fährenparkplatz gefahren und dann hiess es warten.
    Die Wartezeit haben wir uns mit einigen Einkäufen verkürzt. Sowieso vergeht die Zeit in einem Fährhafen sehr schnell, da ständig etwas los ist. Es werden Unmengen von Lastwagen abgeladen, um danach die sehr grosse Fähre mit neuer Ware zu füllen.
    Dieses Spektakel läuft während mindestens 4 Stunden. Man hat das Gefühl in einem Ameisenhaufen zu sein, alles ist in Bewegung, alles scheint chaotisch und doch irgendwie organisiert. Auf alle Fälle konnte die Fähre mit 10 Minuten Verspätung ins Meer stechen.
    Als es am Pier langsam dunkel wurde, wollten wir Licht im Wohnmobil anstellen…...mit Betonung auf wollten, denn kein Licht erschien. Nach der Kontrolle der Batterie, musste ich feststellen, dass wir wohl einen Zellenschluss haben, was bedeutet, dass wir nun im Moment stromlos im Wohnmobil unterwegs sind. Wir müssen in Palermo eine neue Batterie organisieren.
    Nicht so tragisch, da wir ja auf der Fähre eine Kabine gebucht haben, wo wir unsere Nacht verbringen können.
    Die Kabine hat uns eigentlich positiv überrascht: Gute Betten, alles frisch angezogen, ein eigenes Bad- einfach perfekt für eine Nacht!
    Nun sind wir ca. 21 Stunden auf der Fähre unterwegs und erreichen dann Palermo. Dort haben wir direkt in der Innenstadt einen Stellplatz. Anscheinend muss man in dieser Jahreszeit keine Reservation vornehmen, da es sehr wenig Touristen haben sollte. Mal schauen, wir sind gespannt.
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  • Genua - Palermo

    5. Februar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir haben auf See eine gute Nacht verbracht, die Betten waren recht bequem. Trotzdem sind wir immer wieder aufgewacht, weil es ziemlich kalt war. Sämtliche verfügbaren Frotteetücher und Jacken zusammengesucht, um sich damit etwas zuzudecken. Wir haben es überlebt!
    Wir haben den Tag mit Kartenspielen, Lesen und umherlaufen auf der Fähre zugebracht.
    Um 18.00 Uhr sind wir in Palermo angekommen. Unser Anlegeplatz befindet sich direkt neben dem Luxus Kreuzer MSC Fantasia, der gerade am Auslaufen war. Bis wir runter von der Fähre fahren konnten, dauerte es doch 90 Minuten.
    Wir haben einen Stellplatz mitten in Palermo, der eigentlich nur ca. 2.5 Kilometer vom Hafen entfernt ist, aber die Strecke dorthin führt mitten durch Palermo. Anscheinend sind gerade alle 650`000 Einwohner mit ihren Autos, Töffs und Elektro Trottinett unterwegs! Es ist eine recht nervige Sache da durch dieses Wirrwar zu fahren. Die Sizilianer brauchen keine 3-spurigen Strassen, da passen locker 3 Fahrzeuge in eine Spur!
    Nach etlichem Gehupe und Fluchen haben wir unseren Stellplatz erreicht! Juhui!!
    Nicht besonders schön, aber sehr zweckmässig, da direkt in der Stadt! Noch kurz in die nächste Pizzeria und dann todmüde in`s diesmal warme Bett!
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  • Palermo

    6. Februar 2025 in Italien ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute Morgen wollten wir zuerst die Sache mit der kaputten Batterie erledigen. Der Parkplatzchef hat uns eine Adresse gegeben ca. 1,3 Kilometer von hier, dort soll es alles fürs Auto geben.
    Also nichts wie los, natürlich zu Fuss, man will ja Fit bleiben! Wir haben dank Google und Danielas Orientierungssinn, das Geschäft gefunden. Bereits vor der Türe hatte es Kunden, die auf Bedienung warteten. Aber alles geht, oh Wunder, sehr organisiert zu und her. Man zieht eine Nummer und wartet bis man an der Reihe ist. Nach kurzem Gespräch mit dem Verkäufer, bringt er auch schon eine neue Batterie, die passen sollte. Nun haben wir die ca. 30 Kilo schwere Batterie und müssen die nur noch die Strecke zurück tragen und montieren. Ich weiss nun, was es heisst, 30 kg während 1,3 km mit zwei Händen zu tragen. Nach einigen Stopps und Verschnaufpausen, haben wir auch das geschafft. Die Montage war eine Kleinigkeit und alle Lampen sind auf grün, somit sollte dieses Problem gelöst sein.

    Um die Mittagszeit sind wir in die Altstadt von Palermo gelaufen. Durch die Porto Nuova, den wichtigsten Zugang zur Stadt auf den Palazzo Reale. Kurz nach dem Palazzo steht man bereits vor der monumentalen Kathedrale Palermo. Wunderschöne alte Gebäude, viele Kirchen und natürlich die Kathedrale alles sehr eindrücklich. Auch das Theatro Massimo mit 3200 Zuschauerplätzen auf einer Fläche von 7`500 qm, eines der grösste Opernhäuser Europas haben wir besichtigt. Über Seitengassen sind wir zum Mercato della Vuccieria, eine Marktgasse für kulinarische Köstlichkeiten geschlendert. Speziell auch, dass man in den grossen Pärken den Verkehr kaum mehr hört, man hat das Gefühl irgendwo auf dem Land zu sein.
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  • Palermo 2. Tag

    7. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 13 °C

    Unser heutiges Tagesziel: Besichtigung der Kapuziner Katakomben, Besichtigung des Hafens und zurück durch die Altstadt.
    Die Katakombe von Palermo ist eine sehr weitläufige Gruftanlage mit natürlichen Mumien, die sich unter ,dem ehemaligen Kapuzinerkloster befindet. Die Darstellung der Mumien, soll das Ziel haben, uns mit unserer eigenen Vergänglichkeit auseinander zu setzen. Es ist sehr eindrücklich an den Verstorbenen in dieser Gruft vorbei zu laufen. Jeder hatte sein Leben, seine Geschichte- sehr speziell.
    Wieder am Tageslicht sind wir recht zügig zum Hafen gelaufen. Immer wieder staunend, wie das Moloch Verkehr alles im Banne hat! Überall Autos, kein Platz, ein irgendwie organisiertes Chaos mit Hupen, durchzwängen, Hände verrühren, aber trotzdem einer südländischen stoischen Ruhe! Ich glaube, viele von uns hätten diese Selbstbeherrschung nicht und würden entweder Ausflippen oder aber weinend am Strassenrand aufgeben.
    Nach einem Apéro am Hafen, sind wir durch die Altstadt zurück gelaufen. Die schönen Märkte an den verschiedenen Gassen werden eigentlich nur von den Einheimischen besucht, umso schöner haben wir diese Plätze mehr als Zufall als gewollt gefunden!
    Nun haben wir uns noch mit den nötigen Lebensmitteln eingedeckt, morgen wollen wir aufbrechen und etwas weiter im Gegenuhrzeigersinn Richtung Erice fahren.
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  • San Vito lo Capo

    8. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer etwas regnerischen Nacht, war es heute Morgen stark bewölkt aber trocken. Wir haben beschlossen nach La Vito lo Capo weiterzufahren. Es sind nur gute 100 Kilometer, deshalb sind wir nicht auf der Autobahn gefahren, sondern über die Berge, in der Hoffnung auf schöne Aussichten.
    Als wir Palermo verlassen haben, scheint zum Abschied noch die Sonne was uns sehr versöhnlich stimmt.
    Nach einer ruhigen Fahrt, kurz vor unserem Etappenziel machen wir einen Halt direkt am Meer. Kristallklares Wasser, sehr windig, aber tolle Aussicht.
    Bald schon haben wir unser Nachtlager auf einem grossen Camper Platz erreicht. Zu dieser Jahreszeit total ausgestorben. Wir teilen den Platz der bis zu 200 Fahrzeuge aufnehmen kann mit nur ca. 7 Fahrzeugen. Nach dem Einrichten sind wir ins nahe Dorf gelaufen. In La Vito lo Capo hat es viele Hotels, Restaurants, Bars und alles was es für warme Sommerferien braucht…..aber eben Sommerferien… im Moment ist fast alles geschlossen. Es sind nur sehr wenige Leute auf der Strasse. Ganz unten am Strand ist ein Restaurant offen. Wir probieren heute Abend, ob wir etwas zum Essen bekommen. Im Moment planen wir unseren morgigen Tag. Wir möchten die Höhlen von Mangiapane besichtigen.
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  • Regentag....

    9. Februar 2025 in Italien ⋅ 🌧 12 °C

    Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…..
    Es hat die ganze Nacht geregnet und sehr stark gewindet. Auch am Morgen noch immer Regen! So machen wir spontan eine Programmänderung. Wir bleiben hier auf dem Camper Platz und machen einen Spiel- und Lesetag!
    Der Camping ist jetzt wirklich fast leer, wir geniessen die Ruhe und das süsse Nichtstun!
    Wir hoffen, dass das Wetter Morgen besser wird.
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  • Erice

    10. Februar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 14 °C

    Gutes Wetter! Unserer Besichtigung von Erice steht nichts mehr im Weg! Nach einer kurzen Fahrt am Meer entlang, machen wir einen Halt bei den Grotten von Mangiapane, etwas Aussergewöhnliches! Damit die Tiere und Menschen in der grossen Sommerhitze etwas geschützt waren, errichtete die Familie Mangiapane in der Höhle, die ca 70 Meter hoch und etwa 50 Meter breit ist, Häuser, Werkstätten und Ställe. Diese Siedlung wurde noch bis in die 1950 Jahre bewohnt! Leider war das Eingangstor mit einer Kette geschlossen…… aber man kann ja auch über die Steine klettern und dann ist man ja auch drinn!
    Dann noch einen kleinen Abstecher direkt am Meer in Cornino, bevor wir die steile Bergstrasse Richtung Erice in Angriff genommen haben. Auf einem Kalkfelsen in 750 Meter Höhe thront das mittelalterliche Städtchen. Es hat unzählige Kirchen, zwei Burgen und viele enge Gässchen, alles sehr schön und im Moment total Menschenleer! Auch sämtliche Restaurants und sonstigen Läden haben geschlossen.
    Wir wollten eigentlich in diesem Städtchen unser Nachtlager errichten, aber irgendwie hat uns die Enge und die vielen Wälder etwas auf die Stimmung gedrückt. Also neuer Plan, übernachten am Meer!
    Nach relativ kurzer Fahrt haben wir unseren Traumplatz in der Nähe der Stadt Trapani gefunden.
    Wir übernachten in einem alten Salinen Gebiet, in dem so scheint es immer noch Salz gewonnen wird.
    Langsam geht die Sonne unter, wunderschöne Stimmung und der Geschmack des Salzes ist allgegenwärtig.
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  • Trapani - Segesta

    11. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute besuchen wir die Stadt Trapani und den Tempel und Theateranlage von Segesta.
    Das Wetter ist recht gut, wenig Bewölkung und so um die 16 Grad, also recht angenehm, zumal weiss, wie die Temperaturen und das Wetter zu Hause ist.

    Die Stadt Trapani hat ca. 50`000 Einwohner. Es ist ein ehemaliger Karthagischer Stützpunkt und wurde erst durch die Araber zu einer wichtigen Stadt aufgebaut. Sie wurde vor allem durch den Salzhandel berühmt und reich. Leider sieht man davon nicht mehr sehr viel, denn während des 2. Weltkrieges wurde sie durch starke Bombenangriffe der Alliierten sehr in Mitleidenschaft gezogen. Erst 1965 waren alle Schäden beseitigt. Heute gibt es auffällig viele Banken und die Stadt lebt davon. Man munkelt, dass sehr viel Geld von der Mafia gewaschen wird…. was nicht bestätigt ist…..und auch ein böses Gerücht sein könnte. Was aber sicher ist, der florierende Drogenhandel im Hafen. Durch die direkte Fähre nach Tunesien stellt Trapani eine Brücke nach Nordafrika dar.
    Nach der Besichtigung einiger Kirchen und der Altstadt sind wir weiter nach Segesta gefahren.
    Da gibt es einen nie fertiggestellten Tempel und ein Theater zu besichtigen. Beides sehr eindrückliche Bauten. Man staunt immer wieder wie es zu dieser Zeit, ca. 400 vor Christus, möglich war, solche riesigen Steine auf einen Berg zu transportieren und dann noch alles zusammen zu bauen! Alles recht spektakulär.
    Das Theater ist mitten in einer Landschaft gebaut worden, es entsteht eine tolle Kulisse.
    Nun sind wir wieder am Meer in der Nähe von Marsala. Erleben gerade einen wunderschönen Sonnenuntergang und freuen uns nun auf unser Fondue!
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  • Marsala / Selinunte

    12. Februar 2025 in Italien ⋅ 🌬 15 °C

    Alle wissen was Marsala ist, aber die wenigsten kennen die Stadt, von wo er herkommt. Das charmant-elegante Stadtzentrum hat wirklich viele Weinbars, in denen der süsse Marsala getrunken werden kann, aber ebenso viele Kirchen säumen den Weg. Es gibt hier auch noch viele kleine Geschäfte und schöne Gassen, die bestaunt werden können. Wir haben ihn nicht probiert, da es noch etwas früh am Morgen war.
    Nach Marsala ging es weiter südlich, eigentlich war der alte Steinbruch von Cave di Cusa angesagt. Eine prachtvolle Strasse mit schönen Lampen links und rechts führt zum Eingang. Wir waren das einzige Fahrzeug auf dem grossen Parkplatz...und das grosse Tor war verschlossen...keine Ahnung ob der Parkwächter, gerade im Streik war oder sonst unabkömmlich, jedenfalls hiess das für uns - Programmänderung. Wir fuhren also nach Selinunte, einem Archäologischem Park mit einer sehr grossen Fläche von ca. 377 Hektaren. Dieses Gebiet verfügt über eine grosse Anzahl von Tempeln und den Überresten einer grossen Stadt. Schon damals hatten unsere Vorfahren einen Sinn von fortschrittlicher Stadtarchitektur. Die ganzen Gebäude wurden im 7 Jahrhundert vor Christus durch dorische Griechen errichtet. Auch wenn sehr viel zerstört ist, sieht man doch das gewaltige Ausmass dieser einstigen grossen Stadt.
    Wir sind noch etwas weiter gefahren auf einen Camperplatz. Wir sind die einzigen und haben den Platz für uns. Das Nachtessen haben wir in einem kleinen Restaurant direkt am Meer genossen. Es hat Fisch und Poulet gegeben, alles sehr gut und mit Liebe gekocht. Zum Abschied hatte ich noch eine Cassata, ich dachte es müsse eine Glacé sein, aber weit gefehlt, es war ein lauwarmes Fior di Latte überzogen mit Marzipan und darüber eine kandierte Frucht. Sehr fein und speziell.
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  • Velotag

    13. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir haben beschlossen noch einen Tag in dieser wirklich schönen Gegend zu bleiben. So haben wir einen Veloausflug ins nächste Dorf gemacht und die Gegend etwas erkundet. Man fährt auf kleinen menschenleeren Strassen. Wenn nicht gerade Gegenwind herrscht, kommt man gut und locker voran.

    Im kleinen Fischerdorf Porto Palo di Menfi waren wir im Hafen, der auch schon, so scheint es, bessere Zeiten erlebt hat. Leider ist kein Restaurant offen und auch sonst sind die Trottoirs heraufgeklappt….kein Mensch weit und breit. So beschliessen wir zurück zu fahren und unser Glück im nächsten Dorf zu versuchen. Man glaubt es kaum, ganz unten am Strand ist eine kleine Bar offen! Wir nehmen unseren Apéro und freuen uns hier im Nirgendwo an der Sonne und am Meer. Es scheint aber, dass die grosse Weltpolitik auch hier angekommen ist, so interpretiere ich jedenfalls die Aufschrift an der Kai Mauer.
    Den Nachmittag verbringen wir mit Womo aufräumen, alles wieder etwas auf Vordermann bringen und mit der Ruhe, die an diesem Ort herrscht. Morgen wollen wir definitiv etwas weiter in Richtung Capo Bianco, wo man schöne Wanderungen machen kann.
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  • Capo Bianco

    14. Februar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach dem üblichen Service heute Morgen, Brauchwasser und WC entleeren, frisches Wasser tanken, haben wir alles reisefertig gemacht.

    Wir nehmen den relativ kurzen Weg nach Capo Bianco unter die Räder. Auf der Strecke liegt auch Ribera. Das ist die Hauptstadt der Orangen. Links und rechts erstreckt sich ein Teppich von Orangenbäumen und an den Strassenrändern werden überall Orangen verkauft. Es gibt keine kleinen Einheiten. Die Mindestgrösse ist eine Harasse! Selbstverständlich haben wir gleich eine mitgenommen, für 5 Euro. Die Orangen sind nicht so gross, aber sehr fruchtig und sehr süss. Herrlich!

    Auf einem Hochplateau liegt das antike Eraclea Minoa, oberhalb des sehr beeindruckenden Capo Bianco! Auch hier findet man jede Menge Ausgrabungen und Mauerstücke, die im 6. Jh. v. Chr. gebaut wurden. Da wir schon einige dieser Kunstwerke gesehen haben, verzichten wir darauf und machen uns auf die kleine Wanderung um die weissen Felsen. Sehr beeindruckend die hellen Felsen und der Blick auf die allgegenwärtige Küste. Auf dem Hochplateau existieren viele grosse Kakteen und viele Agaven. Die Agaven können nur einmal in ihrem Leben blühen danach gehen sie kaputt. Beeindruckend ist, dass diese Gewächse 50 und mehr Jahre alt werden können.
    Auf dieser Hochebene gibt es wunderschöne ruhige Plätze zum Übernachten. Wir beschliessen gleich hier zu bleiben. In dieser Jahreszeit problemlos möglich, da fast keine Touristen unterwegs sind!
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  • Licata

    15. Februar 2025 in Italien ⋅ 🌬 14 °C

    Nach einer recht regnerischen und stürmischen Nacht hoch über dem Meer haben wir trotzdem gut geschlafen.

    Heute fahren wir Richtung Agrigento, in der Hoffnung, dass wir in dieser grösseren Stadt einen Gasschlauch finden der auf unsere Gasflasche passt, die wir zum Grillen brauchen. Ja dummerweise habe ich den richtigen Schlauch zu Hause vergessen und somit können wir momentan nicht im Freien grillen.

    Im ersten Baumarkt, finden wir den Schlauch und das Reduzierventil. Leider passt es nicht auf die CH Flasche. Also weiter in einen Eisenwarenladen, um möglicherweise ein Zwischenstück zu finden. Trotz grosser Bemühung des Besitzers blieb dies leider erfolglos. Die einzige Lösung ist, dass wir eine italienische Gasflasche kaufen, da wir ja nun einen italienischen Schlauch haben...alles etwas kompliziert aber auch unterhaltsam vor allem, fördert es die Italienischkenntnisse ungemein….Agrigento sieht nicht sehr einladend aus, sehr viel Verkehr, Hochhäuser, immer noch starker Regen und nach dem googeln über die Stadt, beschliessen wir gleich weiter nach Licata zu fahren. Unterwegs machen wir noch einen Halt am Meer, nach einer abenteuerlichen Fahrt auf einem Feldweg, um einen Apéro zu nehmen. Aber es ist so extrem windig, dass wir auch diese Idee schnell begraben.

    In Licata angekommen sind wir gleich auf den grossen Hafenparkplatz gefahren, eine der wenigen Möglichkeiten hier, in dieser Jahreszeit zu übernachten. Es hat auch bereits einige Womos mit der gleichen Idee.
    Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und einer Tour durch den Hafen, schauen wir auch noch für ein Restaurant für heute Abend. Im Moment herrscht auch hier eine Gastrowüste. Alles geschlossen oder die Restaurants stehen zum Verkauf. So beschliessen wir heute im Womo zu kochen, auch schön und gemütlich. Morgen geht es im Moment noch ohne Ziel weiter südwärts.
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  • Piazza Armerina, Aidone, Caltagirone

    16. Februar 2025 in Italien ⋅ ⛅ 14 °C

    Das Wetter ist gut, die Sonne scheint und es ist Sonntag! Gestern Abend haben wir die Planung für heute gemacht, es soll in die Berge gehen. Wir fahren nicht wie alle nach Enna, sondern zuerst in ein kleines Bergdorf mit Namen Piazza Armerina. Das Dorf liegt malerisch auf drei Hügeln. Nebst der malerischen Altstadt gibt es die grosse Cattedrale Santissima Assunta. Wir sind gerade da, als die Messe kurz vor Ende ist.

    Weiter geht es nach Aidone, auch das ein kleines Bergdorf. Unser Navi führt uns zuerst um das Dorf, um anschliessend direkt in die Altstadt zu fahren, was durch die engen Gassen mit dem 7 Meter Mobil einfach nicht möglich ist. Also zurück setzen, irgendwie umkehren und die Sache von der anderen Seite her probieren. Wir haben es geschafft und sogar auf dem grössten Platz der Gemeinde, sämtliche Parkplätze für uns. Niemand ist unterwegs nicht mal Einheimische. Das archäologische Museum ist natürlich geschlossen und auch sonst hat uns dieses Städtchen jetzt nicht grad vom Hocker gerissen.

    Also weiter nach Caltagirone, durch wirklich schöne Berglandschaften, immer wieder durch Kaktusplantagen und viel grün. Es ist hier sehr landwirtschaftlich geprägt.
    Caltagirone ist bekannt als die sizilianische Hauptstadt der Keramik und als Teil des Welterbes Val di Noto. Viele schöne Kirchen und vor allem die 142 stufige Treppe, die zur Kirche Santa Maria del Monte führt und mit Keramikplatten belegt ist, sieht wirklich beeindruckend aus. Ansonsten sind viele alte Gebäude leider in einem schlechten Zustand, es fehlt wie überall das Geld für die dringend nötigen Renovationen.

    Heute Abend beschliessen wir auf einem Camper von Agriturismo zu übernachten. Das sind Bauern die einen Teil ihres Landes als Camperplätze zur Verfügung stellen. Irgendwo im grünen wunderschön gelegen, abseits von allem, wunderschön! Tania stellt sogar ihr Gemüse (zum selber pflücken) und die Eier ihrer Hühner zur Verfügung.
    Nachdem ich heute auch noch eine Gasflasche gefunden habe, kann unserem Grillen nichts mehr im Wege stehen! Heute gibt es eine Gemüsetajine (Erinnerungen an Marokko werden wach) sehr fein und gesund! Wir freuen uns auf eine total ruhige Nacht, mal ohne Meeresrauschen.
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  • Sicily Ranch Caltagirone

    17. Februar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach einer sehr ruhigen Nacht, aufstehen und Sonne pur! Der Bauer, Claudio klopft an unsere Türe und bringt ein noch warmes Brot fürs Frühstück! Wie kann ein Morgen besser beginnen? Wir beschliessen einen Ruhetag zu machen, etwas zu wandern, ein wenig Lesen, Mails abarbeiten, etwas waschen, alles was man halt so an einem Ruhetag zu erledigen hat.
    Rund um unseren Stellplatz gibt es eine Menge Tiere die frei rumlaufen, ein wirklich traumhafter Platz, voller Ruhe und Entspannung
    Zuerst aber haben wir beschlossen über die saftigen grünen Wiesen zu wandern. Wunderschöne Landschaft. Bereits ist der Frühling ausgebrochen, einiges blüht schon. Was auffällt, viele kleine Scheunen und Unterstände sind verfallen und harren ihrem Schicksal. Wahrscheinlich ist auch in dieser Gegend eine Stadtflucht und weniger Leute wollen sich mit der Landwirtschaft auseinandersetzen.
    Wir sind nun ca. 80 Kilometer vom Ätna entfernt und trotzdem sieht man ihn bereits. Auf der einen Seite Schneebedeckt und auf der anderen etwas unterhalb des Gipfels strömt das Lava heraus und entwickelt eine grosse Rauchsäule. Sehr faszinierend.
    Daniela ist am Backen vom glutenfreien Brot und schon bald werde ich den Grill wieder brauchen um unsere Crevetten zu bräteln.
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  • Comiso, Donnafugata, Ragusa

    18. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute Morgen ging es weiter zuerst nach Comiso, das etwas in den Bergen liegt. Das relativ kleine Dorf wirkt verschlafen und hat touristisch recht wenig zu bieten. Nach dem obligaten Kirchenbesuch sind wir noch etwas durch die Gassen geschlendert, um dann nach Donnafugata weiterzufahren. Der Name des Landschlosses Donnafugata bedeutet der Überlieferung nach Frau auf der Flucht. Angeblich soll eine Enkelin des Schlossherrn mit ihrem ungeliebtem Liebhaber die Gemäuer fluchtartig verlassen haben. Wie auch immer, das grosse Schloss wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Das Anwesen besitzt 120 Zimmer und einen 8 Hektar grossen Park mit vielen alten Bäumen. Sehr beeindruckend, leider fehlt auch hier das Geld oder der Wille zu renovieren und alles in Schuss zu halten.

    Die nächste Station war Ragusa Ibla. Diese Stadt wurde 1693 durch ein Erdbeben völlig zerstört. Beim Wiederaufbau entstanden 2 Stadtteile, einer liegt an den Hügeln, der ältere mit den vielen Kirchen etwas unterhalb. Es sind vor allem Barockkirchen...viele, viele Kirchen. Auf jeden Fall hat das Bistum Ragusa laut Google 71 Pfarreien...keine Ahnung ob es auch so viele Kirchen gibt. Die Stadt wirkt recht sauber, im Gegensatz zu vielen Gegenden, die wir durchfahren haben.

    Wir haben erst beim Eindunkeln noch einen Standplatz am Meer gefunden. Nun ist Daniela am Kochen, es gibt Reis mit Pilzen und dazu einen feinen Salat. Wir werden Morgen bei Tageslicht entscheiden wohin es uns treiben wird.
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  • Portopalo di Capo Passero, Noto

    19. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute Morgen erwachen wir bei wunderbarem Sonnenschein. Nach dem Morgenessen tauchen leider bereits die ersten dunklen Wolken auf.

    Wir lassen uns natürlich nicht abhalten und wollen heute an den südlichsten Punkt von Sizilien. Wir dachten, dass eine schöne Strasse an diesen Punkt führt, aber weit gefehlt, es war ein Feldweg, holperig, lehmig, na ja wo ein Wille da ein Weg! Wir haben also diesen südlichsten Punkt, der auf einer sehr kleinen vorgelagerten Insel mit Namen Isola di Capo Passero liegt, gefunden. Hier trifft das Ionische Meer auf das Mittelmeer, die Wellen sind schon etwas höher aber sicherlich nicht so imposant wie ich mir das gedacht habe.

    Wir beschliessen, bei leichtem Regen nach Noto zu fahren, um diese wirklich schöne Stadt (wir waren bereits im Juni 2017 schon einmal hier) zu besichtigen. Wir finden direkt vor der Stadt einen idealen Parkplatz für unser Mobil, es wäre sogar möglich hier zu übernachten. Auch Noto wurde durch das Erdbeben von 1693 vollständig dem Erdboden gleichgemacht. Umso erstaunlicher ist, dass der Wiederaufbau der barocken Stadt, völlig geometrisch und klar gegliedert erstellt wurde. Selbstverständlich gibt es wieder wundervolle Kirchen, Palazzos und Strassen, die mit grossen Steinen belegt sind. Noto hat auch eine Strasse die nun wirklich nur für Fussgänger begehbar ist, eine Seltenheit hier in Sizilien.

    Wir beschliessen nun doch nicht in Noto unser Nachtlager aufzuschlagen, da unser Bauchgefühl nicht so toll ist. Nach 8 Kilometer sind wir wieder direkt am Meer auf einem grossen Parkplatz, der zu dieser Zeit Menschenleer ist und der uns ideal scheint. Das Meer vor unserem Fenster ist sehr unruhig es hat rechte Wellen, wir hoffen das Wetter wird Morgen endlich etwas besser.
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  • Pillirina Höhlen

    20. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer sehr ruhigen Nacht, abgesehen vom sehr nahen, tosenden Meer, dass aber so scheint es, sehr beruhigend für den Schlaf ist, empfängt uns der Morgen wieder recht stark bewölkt. Wir müssen heute wieder einmal unsere Vorräte auffüllen. Also zuerst in den Supermercado und die Einkaufsliste abarbeiten.

    Danach fahren wir nach Avola, wo wir uns immer noch bei bewölktem Himmel vor einer Bar einen Apéro genehmigen. Wir verzichten auf eine intensive Besichtigung von Avola, da wir das Gefühl haben, es biete relativ wenig. Hingegen kaufen wir uns natürlich eine Flasche Wein von hier, einen Nero d`Avola. Neben einigen anderen Weinsorten, die auf Sizilien angebaut werden, gilt der Nero d`Avola als die hochwertigste Weinsorte Siziliens.

    Wir haben gesehen, dass es ganz in der Nähe eine interessante Sehenswürdigkeit gibt, nämlich die Pillirina Höhlen. Dieses Gebiet kann man mit dem Boot erkunden, aber auch über die Klippen wandern und so die Kalksteinhöhlen entdecken. Wir ziehen das wandern vor. Es gibt keine Hinweisschilder, wo wir parken können, wo der Einstieg ins Gebiet ist, einfach nichts.
    Wir haben es dank Navi und gutem Orientierungssinn von Daniela gefunden. Wirklich eindrücklich dieses Gebiet, die Kalkstein Höhlen sowie die unterirdischen Löcher, in denen sich das Meerwasser sammelt und dann mit grossem Druck durch die nächste Welle hinauf gedrückt wird, siehe das Video dazu. Nun haben wir uns bereits wieder an einer Steilküste vor Siracus, eingerichtet und juhui, die Sonne lässt sich blicken! Morgen wollen wir weiter nach Catania, da wir Siracus bereits von einer früheren Reise her kennen.
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  • Catania

    21.–22. Feb. 2025 in Italien ⋅ ☁️ 13 °C

    Gestern sind wir auf dem Camperplatz, ca. 2 km vor Catania, eingetroffen. Wir haben bereits vorgestern mit unseren Freunden, Daniela und Beat, auf diesem Platz abgemacht. Sie sind im Moment auch in Italien und Sizilien unterwegs. Sie fahren die Strecke gerade in umgekehrter Richtung von uns.

    Gemeinsam haben wir gestern Catania, die zweitgrösste Stadt Siziliens mit ca. 315`000 Einwohnern erkundet. Ursprünglich wurde Catania im 8 Jhr vor Chr. durch die Griechen gegründet. Sie entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Handelszentren des ganzen Mittelmeerraumes. 1693 wurde auch Catania durch das schreckliche Erdbeben dem Erdboden gleichgemacht. Auch hier wurde der Wiederaufbau im barocken Stil gemacht. Viel wurde mit Lavastein gebaut, das ist heute noch an vielen Stellen zu sehen. Das Wahrzeichen Catanias ist ein aus eben diesem Material gehauener Elefant, der auf seinem Rücken einen ägyptischen Obelisken aus Granit trägt. Auch Catania strotzt nur so von den vielen Kirchen und Palastbauten alles im Barock Stil. Wunderschöne Gebäude, die an sehr ausladenden Strassen stehen. Das Zentrum ist hier vollkommen verkehrsfrei, was sehr wohltuend ist.
    Heute sind wir nochmals in die Stadt gelaufen, haben weitere schöne Bauwerke gesehen, auch der lebhafte Markt mit Fisch, Obst, Gemüse. Die Gerüche, Düfte, das Gedränge, hier findet das sizilianische Leben statt!

    Auch noch ein Wort zum Verkehr in Catania….als Fussgänger ist es hier einigermassen schwierig, ohne Blessuren über die Strasse zu kommen. Alle parken links und rechts auf den Trottoirs, man ist so gezwungen auf der Strasse zu laufen. Auf der Strasse haben aber die Autos die Vorfahrt und wenn mal gerade keines kommt, dann sind sicherlich die Motorroller hinter einem her. Anscheinend ist der Verkehr hier selbst für Sizilianer, als ausserordentlich chaotisch bekannt!

    Nun sind wir im Womo um etwas zur Ruhe zu kommen. Heute Abend wollen wir nochmals in die Stadt um uns kulinarisch verwöhnen zu lassen. Wir freuen uns darauf.

    Morgen möchten wir auf den Ätna fahren. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, kein Schnee, kein Nebel!
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  • Ätna

    23. Februar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 3 °C

    Gestern Abend haben wir ein tolles Fischrestaurant in Catania gefunden. Wir konnten von der Vorspeise bis zum Dessert so richtig schlemmen. Es war ein sehr schöner Abend zusammen mit Beat und Daniela.

    Heute Morgen sind wir bereits um 7.00 Uhr aufgestanden, um die Ätna Tour in Angriff zu nehmen. Die erste und wichtigste Bedingung war schon mal perfekt! Blauer Himmel und Sonnenschein! Und bereits von unserem Campingplatz konnte man den Ätna zwischen den Palmen sehen.

    Um auf den Ätna zu gelangen, ist eine Fahrt von Meereshöhe bis auf ca. 1950 m zu bewältigen. Das haben wir recht locker geschafft und sind ca 10.00 Uhr am Ausgangspunkt angelangt. Von da aus kann man mit einer Seilbahn nochmals 600 Meter höher fahren oder aber, man wandert hinauf. Wir haben beschlossen, die Strecke zu Fuss in Angriff zu nehmen. Es ist sehr speziell, teilweise im Schnee, dann wieder im schwarzem Sand zu laufen.
    Die Landschaft ist recht abwechslungsreich, wenn auch das Gefühl aufkommt man sei auf einem anderen Planeten. Alles wirkt wirklich recht abstrakt. Auch das Gefühl auf einem brodelnden Vulkan zu laufen, der aktiv ist, ständig Rauch ausstösst, hat etwas sehr ungewisses aber auch etwas abenteuerliches.
    Man kann nicht bis zum aktuellen Ausbruch laufen, da dies viel zu gefährlich ist. Aber auf jeden Fall hatte ich während der Wanderung immer ein wenig ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Wir sind an ehemaligen Vulkanen vorbeigekommen, auch diese wirken schon sehr magisch.
    Wenn man mit den Händen 10 cm unter den Sand geht, fühlt man dort die Wärme. Vor ca 25 Jahren ist an dieser Stelle Magma ausgelaufen, und immer noch sind die Gesteinsschichten am abkühlen! Sehr eindrucksvoll.

    Nach unserem Ätna Abenteuer trennen sich die Wege von Daniela, Beat und uns. Sie machen nun die Reise in der Richtung weiter von der wir gekommen sind, wir wiederum fahren die Strecke die sie gekommen sind.

    Heute verbringen wir die Nacht wieder mal auf einem Parkplatz direkt am Meer, im Hintergrund steht der rauchende Ätna.

    Morgen möchten wir noch nach Taormina. Das Städtchen klebt an einem Felsen und soll sehr schön sein. Wir müssen uns heute noch schlau machen, ob wir mit unserem 7 m WoMo dort überhaupt hinauf fahren können.
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  • Taormina und Castelmola

    24. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 14 °C

    Taormina, wir kommen……..und fahren gleich durch! Das Städtchen, dass am Felsen klebt, ist ein touristischer Hotspot und liegt auf einer Felsnase ca. 200 Meter über Meer. Alles ist sehr eng und leider hatte es keine Parkplätze für ein Wohnmobil.
    Man könnte mit einer Seilbahn vom Meer her hinauffahren, aber die ist im Moment in Revision. Also haben wir beschlossen, da wir ja sowieso in den Bergen waren gleich weiter hinauf zu fahren bis dann wirklich nichts mehr kommt! Das letzte Dorf auf unserer heutigen Reise heisst Castelmola. Dieses Städtchen liegt auf 529 Meter ü. Meer. Es ist sehr klein, hat ein Kastell aus dem Mittelalter, natürlich einige Kirchen und viele alte Häuser. Auch hier beschäftigen sich die Einheimischen mit all den Touristen, die auf Besuch sind. Man hat von hier aus wieder einen unglaublichen Blick auf die gesamte Küstenregion, aber auch auf den Ätna. Wir haben die Zeit sehr genossen.
    Nun sind wir die unzähligen Serpentinen wieder runter gefahren, haben wirklich manchmal etwas Blut geschwitzt. Alles ist gut gegangen, wir sind wieder heil an der Küste gestrandet.

    Unser heutiger Schlafplatz liegt wieder, wie könnte es anders sein, direkt am Meer. In der Nebensaison wenn alle Hotels, Bars usw. zu sind, ist das eigentlich problemlos möglich. Keiner stört sich daran.

    Morgen wollen wir in Richtung Messina fahren, um eine Fähre aufs Festland zu bekommen.
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  • Ciao Isola, hello Festland

    25. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 15 °C

    Wie bereits geschrieben, verbringen wir die Nacht direkt am Meer an einer Strandpromenade, die sehr ausgestorben wirkt….. aber 10 Meter von uns gibt es eine Pizzeria, die um 17.00 Uhr noch sehr geschlossen aussieht. Um 18.00 Uhr kommt plötzlich Leben in die Strasse, einige Leute parkieren ihre Autos vor und hinter uns und verschwinden in der Pizzeria. Was hat das zu bedeuten? Es gibt Licht in der Pizzeria einige Leute wuseln herum und nach dem Studium im Internet, sollte diese um 19.30 Uhr tatsächlich öffnen. Wir beschliessen mit dem Kochen zu warten, denn eine Pizza aus dem Ofen wäre schon sehr verlockend! Tatsächlich öffnet die Pizzeria pünktlich und wir wagen uns hinein. Wunderbar! Zur Vorspeise gönnten wir uns einen Nüsslisalat mit Lachsstreifen und mit Tomätli garniert. Und dann eine tolle Pizza, sogar glutenfreie gabs! Wir geniessen ein wundervolles Essen, das letzte in Sizilien.

    Am Morgen machen wir uns zeitig auf den Weg nach Messina um eine Fähre ans Festland zu ergattern. Auch da läuft alles sehr easy ab. Ticket lösen 20 Minuten warten und schon sind wir auf der Fähre!

    Auf dem Festland angekommen, haben wir uns entschlossen quer über das Land, vom Meer via die Berge auf die andere Seite zu gelangen. Wir fahren durch halb Kalabrien in Richtung Bari. In Policoro haben wir einen Camperplatz ins Auge gefasst, den wir besuchen möchten, da er sehr gute Rezensionen hat und das Gebiet sich eignen soll, um noch etwas mit dem Velo die Gegend zu erkunden. Nach fast 400 Kilometer haben wir es geschafft und sind auf dem Camperplatz eingetroffen. Wunderbar alles sauber, eine gute Infrastruktur, es stimmt alles.
    Nun haben wir eine wunderbare Schweizer Rösti mit italienischen Kartoffeln und Scamorza Käse auf dem Grill gemacht.

    Morgen werden wir schauen was wir in dieser Gegend mit den Velos erkunden können.
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  • Relax-Tag Policoro

    26. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir beschliessen einen Tag hier in Policoro zu bleiben. Es gibt wirklich schöne Velowege direkt am Strand entlang. Ansonsten gibt es nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten. Wir sind nach einem ausgiebigen Morgenessen, den Veloweg nach klein Venedig gefahren. So nennt man die Ansiedlung neuer Häuser direkt am Meer, die alle mit Wasserwegen erschlossen sind. Praktisch, so kann man sein Boot gleich vor dem Garten anbinden. Dieses Retorten Dorf ist nun völlig ausgestorben. Im Sommer aber, ist sicherlich allerhand los. Alles sehr schön gemacht, eher für die vermögendere Schicht der Italiener.

    Am Nachmittag hatte ich noch ein paar kleinere Reparaturarbeiten am Womo zu erledigen. Die WC Türe klemmt, ab und zu muss man irgendwelche Schrauben wieder mal anziehen. Dir rauhen Strassen mit den vielen Schlaglöchern fordern ihren Tribut!

    Morgen geht`s weiter Richtung Matera.
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  • Matera

    27. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach einer regnerischen Nacht ist es am Morgen immer noch stark bewölkt. Relativ zügig räumen wir zusammen und machen uns auf den Weg nach Matera.

    Matera ist ein ganz aussergewöhnlicher Ort. Es soll die älteste Stadt Europas sein. Viele natürliche Höhlen in den steilen Felshängen sollen schon den Menschen in der Altsteinzeit Schutz gegeben haben. In der Blütezeit der Stadt, im Mittelalter und in der Renaissance wuchs die Stadt. Es entstand auch die grosse Kathedrale. Die neuzeitliche Armut nach der Vereinigung Italiens war für Matera sehr schlecht. Damals nannte man Matera, die Schande Italiens, es war einfach kein Geld vorhanden, um die sehr aufwendigen Renovationen durchzuführen. Das hat sich, glücklicherweise gründlich geändert, dank vielen EU Geldern und vielen öffentlichen Arbeiten in der Neuzeit. 2019 wurde Matera Kulturhauptstadt Europas!

    Nebst einer sehr intakten Altstadt an einem Hügel gibt es auch eine der grössten natürlichen Zisternen der Welt. Diese Wasserfassung konnte bis zu 5 Millionen Liter Wasser bunkern. Heute ist die ganze Anlage begehbar, sehr eindrücklich. Wir machten natürlich noch die Wanderung auf die andere Seite der Stadt in die Höhlen.

    Auch wenn das Wetter nicht gut war und es regnete, haben wir insgesamt 10 Kilometer hinab ins Tal, über die Hängebrücke und wieder hinauf zu den Höhlen und natürlich wieder zurück gemacht.

    Wir sind noch fast 2 Stunden in Richtung Lecce gefahren und sind nun auf einem Camperplatz direkt am Meer. Kein Mensch an der Reception, also sind wir halt selbst auf einen wunderschönen Platz gefahren, Strom eingesteckt und nun haben wir uns bereits schön warm eingerichtet. Wir hoffen auf besseres Wetter…..
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  • Lecce

    28. Februar 2025 in Italien ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute sind wir endlich mal wieder bei Sonnenschein erwacht. Wow! Wir stehen an einer Mauer am Meer und können den Sonnenaufgang direkt vor uns beobachten.

    Heute besuchen wir die Stadt Lecce, die in der süditalienischen Region Apulien liegt. Sie ist sehr bekannt für ihre zahlreichen Barockgebäude. Lecce wird oft als Florenz des Südens bezeichnet. Ich war etwas skeptisch und habe mir gedacht, es sei eher eine Industrie-und Handelsstadt. Weit gefehlt, die Stadt bietet wirklich viel, vor allem die vielen ockerfarbigen Gebäude geben der Stadt ein unverwechselbares Bild. Wir schlenderten von Kirche zu alten Barocken Gebäuden, einfach sehenswert. Das Wohnmobil konnten wir übrigens bei der Universität parken, von dort aus sind es nur wenige Minuten bis in die Altstadt.

    Nun haben wir beschlossen weiter südwärts zu ziehen. In Gallipoli haben wir unseren nächsten Campingplatz gefunden. Sehr schön gelegen, direkt am Meer mit allen Annehmlichkeiten, die man als Camper sehr schätzt. In der Nähe befindet sich ein Einkaufscenter. So beschliessen wir, dass es heute wieder mal Fleisch vom Grill gibt. Mit dem feinen Risotto einfach nur grossartig. Nun hoffen wir, dass das Wetter hält, wir möchten morgen mit den Velos die nahe Stadt Gallipoli erkunden.
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  • Gallipoli

    1. März 2025 in Italien ⋅ 🌬 15 °C

    Nach einer ruhigen Nacht und doch etwas länger geschlafen als sonst, haben wir strahlend schönes Wetter. Wir gehen den Morgen ruhig an, etwas aufräumen, Wäsche machen, Apéro geniessen, usw.

    Anschliessend sind wir mit den Velos in die nahegelegene Stadt Gallipoli. Besichtigung der Altstadt mit den schönen Gassen und …..den vielen Barockkirchen (18 an der Zahl!). Alles sehr entspannt und ruhig. Auf dem Heimweg noch kurz im Supermarkt vorbei und anschliessend den Spätnachmittag geniessen.

    Morgen soll in Gallipoli ein grosser Carnevale stattfinden. Das wollen wir uns natürlich als Urfasnächtler nicht entgehen lassen. Wir sind sehr gespannt was uns erwartet!
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