• Tucson: Tag 1

    March 31 in the United States ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute begann mein Tag früher als geplant. Obwohl ich mir nach der anstrengenden Anreise vorgenommen hatte, bis 10 Uhr zu schlafen, war ich bereits um 8 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen. Das Frühstück erwies sich dann als grosse Enttäuschung. Es gab ausnahmslos nur ungesunde Optionen und gesessen wurde aus Einweggeschirr. 🙈

    Im Anschluss kümmerte ich mich um die Verpflegung für die ersten Etappen des Continental Divide Trail. Anhand meiner im Voraus erstellten Versorgungsliste überprüfte ich, wohin ich die ersten Pakete schicken muss und für wie viele Tage ihr Inhalt reichen soll. Eine sorgfältige Planung ist entscheidend, damit ich nicht plötzlich ohne Essen dastehe.

    Da ich neben Lebensmitteln auch noch einen Stromadapter, einen bärensicheren Sack sowie Gaskartuschen besorgen wollte, fuhr ich anschliessend mit dem Bus, der übrigens kostenlos ist, zur Tucson Mall. Während der Fahrt fiel mir auf, dass viele Menschen Spanisch sprechen. Insgesamt wirken die Einwohnerinnen und Einwohner wie ein bunter Mix unterschiedlichster Herkunft und Lebensentwürfe. Mehrmals stiegen auch obdachlose oder offensichtlich drogenabhängige Personen ein.

    Solche Beobachtungen sind für mich der Hauptgrund, warum ich im Ausland am liebsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Auf kaum eine andere Weise erhält man so unmittelbar und authentisch Einblick in den Alltag der Menschen vor Ort.

    Während und zwischen den verschiedenen Einkäufen wurde ich heute zudem immer wieder von fremden Personen angesprochen. Oft wirken Amerikanerinnen und Amerikaner auf den ersten Blick etwas oberflächlich, da Gespräche schnell und eher locker geführt werden. Gleichzeitig liegt darin aber auch eine grosse Stärke: Durch ihre offene, freundliche und unkomplizierte Art entstehen mühelos Kontakte und Begegnungen.
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