Dem Wind voraus- schnell weg!
January 22 in New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C
Der Tag gestern war äußerst bescheiden. Es regnete in einer Tour!
Trotzdem ging ich im Pool schwimmen, um überhaupt Bewegung zu haben.
Ein tolles Erlebnis gab es dennoch:
Ich wollte in den Ort hinunter laufen, um etwas zu essen. 20 Meter gelaufen, war ich bereits pitsch nass! Ein Auto kam mir entgegen, drehte hinter mir um und die Frau rief aus dem Fenster, wo ich denn bei dem Wetter hin wolle. Ich sollte einsteigen.
Und sie fuhr mich die 2 km zur Burger - Bude! Als ich sie einlud, mit mir etwas zu essen, hatte sie es eilig, zu den Kindern heim zu kommen! Aber die Zeit, mich in die entgegengesetzte Richtung zu fahren hatte sie! Unglaublich!
Als ich dann heute Morgen bei Regen meine Satteltaschen packte, war alles noch immer nass!
Der Regen sollte im Laufe des Tages weniger werden, aber die Sturmböen sollten zunehmen.
Okay, ich wollte ja ursprünglich MIT dem Wind fahren, also verließ ich den Plan, weiter dem Te Araroa zu folgen, und wollte mich einfach mit dem Wind nach Osten treiben lassen. So folgte ich erstmal dem Highway, bis der Twin Cost Cycleway begann. Ich fuhr meist wirklich vor dem Wind quer durchs Land. Vorbei an vielen Weiden, querte Flüsse und der Weg führte mich durch Buschland. Herrlich!
Ab mittags brach die Wolkendecke auf und ich fuhr über eine alte Bahntrasse.
Damit der Fahrradweg durch das Naturschutzgebiet wirklich nur von Fahrrädern genutzt wird, hatte man alle paar Kilometer bei Straßen-Überquerungen Metallstangen installiert, die gerade so eng waren, dass ein Rad durchkommt. Aber kein Rad mit Gepäck! Das hieß, immer alles abbauen, rüber tragen und wieder aufbinden. Als ich da mal so an der Straße stand, hielt ein Truck mit quietschenden Reifen. Ein Koloss von Typ sprang vom Truck runter und rief, ich soll meine Sachen auf dem Rad lassen. Der Typ trug tatsächlich das 30 kg schwere Rad über die Absperrungen und ich musste nichts hin und her räumen. Krass!
Und schon war er wieder oben auf seinem Laster und fuhr weiter. Ich bin immer mehr beeindruckt von diesen Menschen hier!
Also fuhr ich weiter mit dem Wind, bis es langsam dunkel wurde. Bei einer Pause sah ich dass der Radweg zwar an der Ostküste endet, dort aber nicht wirklich was zum Übernachten ist.
Wieder die gleiche Frage: wo am besten schlafen? Ich fuhr durch Kawakawa. Dort steht ein beeindruckendes Hundertwasser-Haus.
Ein Toilettenhaus.
Wunderschöne Toiletten!
Was soll's, dann bleibe ich doch einfach hier! Aber einen Campingplatz gibt's nicht. Also fuhr ich wieder zu den Kuhweiden und fand einen schönen Platz für mein Zelt!Read more












Traveler
So mutig!! Ich bin ganz neugierig und gespannt, wie es bei dir läuft! Herzliche Grüße von Maria
TravelerIst ja wirklich krass, wie nett die Leute sind! Ich überlege schon immer, wo ma hin könnte, wenn hier Krieg ausbrechen würde: Neuseeland ist ja echt eine Option..
TravelerFür mich definitiv jetzt 😃