Planänderung für den Wind
January 23 in New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C
Rawene habe ich nach der dritten Nacht trotz Regen verlassen und wollte weiter fahren. Die Kleidung ist durch die hohe Luftfeuchtigkeit nicht getrocknet.
Durch den wirklich starken Westwind habe ich beschlossen, die Tour Aotearoa zu unterbrechen, das Northland zu durchqueren und wieder nach Osten zu fahren. Es war eine gute Idee.
Nach guten Höhenmetern wurde mir warm und hinter den Bergen klarten die Wolken auf, meistens hatte ich den Wind hinter mir und ich konnte nach 20 km den Highway verlassen und auf dem Twin Cost Cycleway durch die vorzugsweise Weidelandschaft fahren. Diese veränderte sich im Landesinneren in dichtes, feuchtes Buschland.
Eine schöne Überraschung mit den Menschen hatte ich:
Der Fahrradweg wird konsequent für motorisierte Fahrzeuge abgeschirmt und ist dafür bei jeder Straßenquerung mit schmalen Eisengitter versehen, durch die nur ein Fahrrad passt. Ein Fahrrad OHNE Gepäck. Also musste ich alle paar Kilometer bei solch einer Enge alle Satteltaschen abmontieren, über die Straße, über die andere Begrenzung rüber tragen und wieder auf montieren. Bei einer größeren Straße stand ich, wollte gerade wieder alles abmontieren, als Reifen quietschten und ein Truck anhielt. Der Typ rief aus dem Fenster, ich solle warten. Dann sprang der große Kerl von seinem Truck runter, kam zu mir und hob das ganze Fahrrad mitsamt Gepäck über die eine Absperrung, schob es über die Straße und hob es über die zweite Absperrung. Wünschte mir weiter viel Freude beim Fahrrad fahren und stieg wieder in seinen noch laufenden Truck und fuhr weiter.
Wie cool war das denn!?
Die Sonne schien, den Wind im Rücken, abwechslungsreiche Landschaft, solch ein kurzes und herzerwärmendes Event,...
So ging es mir gut und ich radelte bis Kawakawa.
Warum Kawakawa?
Weil ich nach guten 100 km müde war, die Sonne bald unter ging und ich noch keinen Schlafplatz hatte.
Kawakawa hat Friedensreich Hundertwasser zu verdanken, dass es ein einigermaßen interessanter Ort ist. Eigentlich ist dort nichts außer wunderschöne Hundertwasser- Toiletten!
So stellte ich mein Zelt am kleinen Flüsschen auf und hoffe dass er nicht noch mehr über die Ufer trete.
Der Dauerregen hat überall im Land zum Teil schwere Erdrutsche verursacht und viele Überschwemmungen mit sich gebracht. Außer Regen von oben kam kein Wasser von unten. Ich hatte Glück!Read more




















