Nationalpark Village To Pipiriki
February 6 in New Zealand ⋅ 🌙 15 °C
Ein wenig fiel der Abschied heute morgen schwer, aber ich freute mich auf das, was noch kommen wird.
Ich schätze den Te Araroa immer mehr. Er verbindet viele der s.g. Great Rides und lokale Fahrradwege in NZ, die durch die markantesten Landschaften führen.
So fuhr ich heute morgen den Fisher Trail für 30 km durch üppige Vegetation immer entlang von steil abfallenden, klippenartigen Hängen. Dann führte ein Zubringer über 27 km Schotterstraße an Weideland vorbei. Endlich gab es so richtig Schafe! Bisher überwogen die Kühe in der Anzahl der Schafe.
Am Cafe der Blue Duck gab es das letzte Mal Wasser, Cafe oder was man noch so in einem kleinen Café brauchen könnte. Nach kurzer Pause ging es dann auf den Mountains To See Trail. Es wurde viel gewarnt, 800 hm als Single Trail. Ich wollte es um 14:30 noch wenigstens bis zu einer Campsite schaffen, da ich das Boot gebucht hatte, um nach Pipikiri zu kommen.
Jetzt war ich wieder auf meinem TA!
Es ging zwar bergauf, aber es machte Spaß, den Single-Trail mit etwas Technik zu fahren. Es ist gar nicht ohne, mit Gepäck, das ganze Gewicht auf dem Hinterrad, das Gleichgewicht zu halten, kurze steile Teilstücke, dann wieder fast senkrecht hinunter und wieder um die Spitzkehre zu kommen! So war ich nochmal über vier Stunden total konzentriert.
Ich fuhr bis an den Gipfel und hatte eine wahnsinns Belohnung mit einem Blick zurück auf das Tangoriro-Massiv, eingetaucht ins Abendlicht, wo ich gestern noch gewandert war.
Ich fuhr noch acht km bergab, was äußerst kompliziert war und ohne Federung die Handgelenke extrem belastete. Es war eigentlich kein Weg: es ging sprichwörtlich über Stock und Stein, über Felsen und durch sehr tiefe Schlaglöcher. Es war eigentlich anstrengender als der Weg Berglauf.
Jedoch zum Glück fuhr ich das Stück noch, wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte!
Ich fand eine wunderschöne, ausgeschriebene Campsite. Das ist einfach ein Unterstellplatz, Wasser zum abkochen und ein Plumpsklo.
Ich dachte, ganz allein auf der Lichtung zu sein. Aber ganz im Eck standen Quats und vier Kerle entspannten sich in der Männerrunde zum Wochenende.
Ich ging als erstes zu ihnen hinüber und stellte mich vor,dass ich heute hier schlafen wolle. Daraus wurde eine gute Stunde. Ich bekam ein Begrüßungsbier und Chips.
Dann stellte ich mein Zelt rasch auf, bevor es dunkel wurde. Kochte Pasta mit Tomatensoße, bekam einen Becher Rotwein dazu gebracht und genoss die Ruhe auf der Lichtung!
Ist das nicht einfach wohltuend, solche unkomplizierten Menschen!?
Als alles Tier-sicher verstaut war, ging ich wieder hinüber zu den Jungs, inzwischen hatten sie Feuer gemacht und wir hatten einen sehr entspannten gemeinsamen Abend.
Ich glaube, noch nie zuvor hatte ich einen so wundervollen Sternenhimmel gesehen, wie in dieser Nacht! Es fühlte sich an, als könnte ich viele hundert Kilometer tiefer ins Weltall sehen, als sonst.
Ich schlief wie ein Baby: frei und gleichzeitig beschützt, sicher, glücklich und ganz tief!Read more



















Toll, was Du Dir und dem Rad alles zutraust ! [Peter]