Tongariro Crossing Twice
February 5 in New Zealand ⋅ 🌙 11 °C
Ich wollte es wissen!
So stand ich am nächsten Tag wieder um sechs Uhr auf, um zu 7:00 nocheinmal einen Versuch zu starten.
Die Organisatorin war von meinem Elan begeistert und ließ mich diesmal umsonst mitfahren- das musste ein gutes Ohmen für den Tag bedeuten.
Der Wetterbericht hatte wieder gutes Wetter vorausgesagt
Diesmal musste es stimmen!
Und das tat es auch! Der morgendliche Nebel verflog und wir hatten freie Sicht!
Ich ging mit Christina, wir genossen den Weg im Gegenlicht der Sonne, die sich im Tautropfen am Gras brach und im plätschernden Bergbach leuchtete.
Es war schön, dass ich den Weg bereits kannte. Ich konnte meine Kräfte gut einteilen und genoss die Aussicht!
Wir liefen über Lava des Ausbruchs von 1952. Gerade einmal etwas Moos hatte sich angesiedelt und vereinzelt etwas Gras. Wie lange musste es dauern, bis fruchtbarer Boden aus der Lava hervorging!
Mit jeder Windung des Weges um einige Höhenmeter weiter nach oben wurde die Aussicht beeindruckender.
Am roten Krater angekommen staunten wir über diese Mächtigkeit. Trotz der Sonne, die die Natur lieblich erscheinen lässt, konnte man den mächtigen Auswurf des Vulkan damals nachempfinden. Erdverschiebungen, ganz neue Berge mit verworrenen Formationen sind entstanden! Der Krater zeigte sich in pechschwarz und roter Farbe. Dahinter in gleisendem Blau die Landschaft in der Ebene.
Wir durchliefen die Kaltera und fühlten uns wie in einer Mond -, besser noch in einer Marslandschaft, obgleich beide ja nur unserer Phantasie entsprachen.
Den Abstieg beginnend kamen wir noch an drei tief türkis-blauen Bergseen vorbei. Sie leuchteten im Licht des blauen Himmels .
Sie verdanken ihre Farbe in Wasser schwebenden, feinsten Mineralpartiken, die das Sonnenlicht streuen und gelösten Schwefelverbindungen. Die Mineralien reflektieren kurzwelliges blaues Licht besonders stark, der Schwefel steuert einen grünlichen Ton bei.
Würde man ein solches Bild malen, sähe es kitschig aus.
Eigentlich wollten wir uns nicht trennen, mussten aber den Abstieg antreten. Dieser wurde uns versüßt durch den grandiosen Ausblick auf den Lake Taupo, der im warmen Nachmittagslicht vor uns lag. Der Abstieg wandt sich lange durch Grasland mit immer wieder aufsteigenden Schwefeldampf-Säulen, die durch die Felsritzen aufstiegen.
Irgendwann ging es durch Busch-Wald, dann entlang eines sprudelnden Bergbachs bis zum Parkplatz. Auch der Ausgang aus dem Park war wie der Eingang durch eine Furcht einflößende Maori-Gestalt bewacht.
Tief zufrieden und beeindruckt ließen wir uns "nach Hause" fahren. Genossen die Dusche, das Essen und zu sechst einen fröhlichen Abend in der "Schnaps Bar" nebenan.
Das Reisen ist doch immer so ein Ding... Einerseits ist es genau da, wo du bist und wo du dich gewöhnt hast, am schönsten. Und gleichzeitig zieht es dich weiter an andere schöne Orte zu anderen noch unbekannten Erlebnissen!
Deshalb sollte es hier im Nationalpark Village die letzte Nacht für mich sein und mein Fahrrad mich morgen weiter tragen!Read more


























Traveler
Sehr coole Landschaft 👍🏽
Schnaps Bar klingt gut - ich war gefühlt ständig in no liquor Zonen. [Peter]
TravelerSo eine tolle Landschaft! Da bekommt man richtig Lust auf dort Wandern..