• Tapawera To Murchison

    21 februari, Nya Zeeland ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach einem unglaublichen Sternenhimmel, der die Nacht empfindlich kalt werden ließ, war es ein wunderbar klarer Morgen.
    Ich fuhr 30 km eine kleine Landstraße entlang und hatte hohe, noch mit Schnee bedeckte Berge in der Ferne vor mir.

    Für Mit-Lesende wird es ermüdend sein. Hier im Süden gibt es weniger Begegnungen mit Einheimischen, die Distanzen sind größer, mehr Natur und auch weniger andere Touristen. Sie tummeln sich an den Hotspots.

    Die Erinnerungen sind aber vor allem für mich, da die Tage beginnen, ineinander zu verschwimmen, obwohl sich jeder Tag total vom anderen unterscheidet. Man glaubt es kaum, auch wenn der Tag nur aus Fahren besteht, gleicht keiner dem anderen!
    Natürlich kehrt eine gewisse Routine ein. Ich spüre eine Entwicklung, die mir bei 50 km schnell noch am Abend keinen Schrecken mehr einflößt und jeden Berg mit 500hm irgendwann zu Ende sein lässt. Der starke Wind wird mehr zur Herausforderung als zum übermächtigen Gegner.
    Natürlich kann man nie genug fit sein!
    Aber die Entwicklung zu spüren ist schön!
    Jeder Berg wird zur Meditation und die langen geraden Strecken oder die downhills sind der Genuss der Landschaft.

    Trotzdem verlangen die verrückten, wie auch schönen Touren der Kennett-Brüder eine ständige Konzentration ob des richtigen Weges, der tiefen Schlaglöcher, des rutschigen Untergrundes oder der rasenden Autos.
    So vergeht ein Tag so schnell!
    Die Übernachtungsplätze sind immer besser organisiert, sehr oft gibt es Wasser und alles, was man braucht. Und wenn man möchte, gibt es spätestens bei den Schlafplätzen Gesprächspartner.
    So habe ich gestern Phil kennengelernt. Wir sind heute den ganzen Tag gemeinsam gefahren und abends in Murchison in den eiskalten Fluss gesprungen.
    Phil ist auf besonderer Mission unterwegs. Er fährt jeden Kilometer für ein Fundraising, das seiner Freundin bei einer alternativen Heilungsmethode helfen soll, ihren Hirntumor zu bekämpfen.
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