Vom Gletscher zur See
27 Februari, New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C
Heute morgen habe ich Whataroa vor 8:00 verlassen. Es sollte ein sehr langer Tag werden.
Ich verließ das sehr besondere Hotel mit einem sehr warmen Gefühl.
Warum?
Es kam so: Abends bin ich zum benachbarten Burger-Shop gegangen. Neben Essen habe ich noch Kleinigkeiten wie Postkarten usw gekauft. Beim Nachhauseweg dachte ich mir, alles zusammen war aber sehr günstig!
Ohne weiter nachzudenken ging ich ins Bett. Plötzlich gegen 22:00 klopft es und die Tür geht auf: Madeleine steht in der Tür, kommt rein und setzt sich auf meine Bettkante. Sie erzählte, wie sie mit dem Hotelkauf nochmal durchstarten wollte, die Ausschanklizenz nicht bekam, gesundheitliche Probleme auftraten. Tatsächlich machen ihr die krummen Zähne große Schwierigkeiten. Ich konnte die Geschichte nachvollziehen. Hinzu kommt das Messi-Problem.
Mir tat es leid, dass ich solch einen ersten verwirrten Eindruck von ihr hatte.
Am nächsten Tag bin ich zum Nachbarn und wollte den Rest bezahlen. Sie mussten das Essen vergessen haben zu berechnen!
Dort sagte man mir, Madeleine habe das übernommen!
Da hat sie doch super vorgedacht und organisiert....!
So fuhr ich heute früh mit diesen Eindrücken der einfachen, herzensguten Menschen los zum Franz Joseph Gletscher. Kurz hat er sich durch die Wolkendecke gezeigt. Näher heranlaufen wollte ich nicht. Er ist schon weit abgeschmolzen. Trank einen Cafe, kaufte für zwei Tage ein und fuhr rasch weiter. Zum Fox Glacier. Das waren am Stück 1000hm. Mir war warm, obwohl es ordentlich kalt war!
Dort fuhr und lief ich soweit es ging zum Gletscher hinauf. Durch wunderbaren, alten Busch-Wald mit lauten Zirpen. Die Abwechslung nach der Straße tat gut!
Nachmittags hatte ich noch 83 km vor mir. Ausschließlich auf meinem geliebten Highway 6. Es ging wieder auf und ab hinunter in wärmere Gefilde, bis zur tasmanischen See. Dort bin ich kurz ins Wasser gegangen und ganz schnell weiter gefahren: die Sandfliegen waren unerträglich!
Die Fahrt war zwar lang, aber im Abendlicht immer schöner. Fünf km vor meinem Ziel habe ich noch ein Bad im eiskalten, erfrischenden Gebirgsfluss in der Abendsonne genossen- was gibt es da schöneres? ...warme Dusche wird überbewertet ;)
Als ich an dem Campingground einfuhr und direkt auf der Wiese am See meinen Platz auserkoren hatte, kam direkt Smilla auf mich zu gelaufen: sie haben mich auf der Straße überholt und dachten, dass ich hier her kommen wolle. Ob ich mit ihnen Chili sin carne essen möchte. Wie cool und wie lieb!!!
Ich baute ganz schnell mein Zelt auf, schützte mich mit allen erdenklichen Mitteln vor den fürchterlichen Sandfliegen und hatte noch einen richtig schönen, geselligen Abend mit Smilla und Rich. Die Nacht sollte eiskalt werden. Und war wohl laut der anderen auch sehr unruhig durch Attacken der Papageien, deren Revier das hier wohl ist. Diese haben Fahrradsattel verbissen, Essen gestohlen und Zelte angegriffen. Ich habe tief und fest geschlafen und nichts mitbekommen! Erst morgens hat mich das Geschrei der Papageien geweckt. Sie waren wirklich nicht sehr freundlich und sehr aufgeregt!Baca lagi
























Deine Fotos lassen uns nachvollziehen, wie schön die Südinsel ist. [Peter]
PengembaraDas weißt Du, lieber Peter, mindestens genau so gut, wie schön es hier ist :)
Pengembara
Traumhafte Bilder!