Bestanden!
February 1, 2025 in India ⋅ ⛅ 30 °C
Da ist das Ding!
Der große Tag war endlich gekommen: Examenstag. Am Morgen stand ich alleine vor der Gruppe und leitete eine volle Stunde – ein Moment, der sich anfühlte wie ein Sprung ins kalte Wasser. Doch es hat (fast) alles geklappt und ich hatte viel Spaß. Danach folgten die schriftlichen Prüfungen. Die letzten Tage waren intensiv, jede Minute ausgefüllt mit Lernen und Üben. Umso größer war die Erleichterung, als alles geschafft war. Ein Stein, so groß wie ein Felsbrocken, fiel mir vom Herzen. Jetzt sitze ich mit einem Kaffee am Meer, lasse den Blick über das Wasser schweifen und genieße meinen letzten Tag in dieser besonderen Umgebung.
Zwischen Fernweh und Heimkehr
Heimweh? Fehlanzeige. Trotzdem freue ich mich darauf, wieder nach Hause zu kommen. Auf mein eigenes Bett, die vertrauten Routinen, die mir Struktur geben. Nach den intensiven Wochen sehne ich mich nach Entschleunigung – und genau das wird es zu Hause geben: einen sanften Übergang zurück in den Alltag. Was mich allerdings weniger begeistert, ist der Gedanke, die warme Sonne gegen Schnee einzutauschen. Von 30 Grad ins winterliche Grau? Darauf könnte ich verzichten.
Meine Veränderungen als angehender Yogi:
Asana-Wissen – Der Teufel steckt im Detail
Ein Großteil unserer täglichen Praxis drehte sich um Asanas – nicht nur um das Ausführen, sondern auch um die richtige Modifikation für weniger fortgeschrittene Yogis - dazu zähle ich mich selbst. Rund 50 bis 60 Asanas haben wir erlernt, jede einzelne mit ihren eigenen Feinheiten. Und genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied. Meine Praxis hat sich extrem verbessert. Es ist faszinierend, wie winzige Anpassungen eine Asana transformieren können. Ich brenne darauf, dieses Wissen weiterzugeben und anderen Yogis zu zeigen, wie viel Tiefe in jeder Haltung steckt.
Yoga-Teaching – Meine erste Stunde
Klar, heute lief nicht alles perfekt. Aber das Gefühl, eine Sequenz selbst zu gestalten, Menschen anzuleiten und ihnen Hilfestellung zu geben, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Überraschenderweise fühlte ich mich in dieser Rolle wohler, als ich je gedacht hätte. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch bestätigt, das Unterrichten auch zu Hause fortzusetzen.
Meditation – Stille finden, die bleibt
Täglich standen 30 Minuten Meditation und 30 Minuten Pranayama - Atemübungen - auf dem Plan. Anfangs war es eine Herausforderung, aber nach und nach stellte sich eine ungeahnte Ruhe ein. In der letzten Woche erlebte ich Momente von völliger Klarheit – Gedanken verschwanden, der Körper schien sich aufzulösen. Ein Gefühl von grenzenloser Weite. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie kraftvoll Meditation sein kann. Deshalb werde ich diese Praxis auch zu Hause weiterführen, fest entschlossen, noch tiefer einzutauchen.
Spiritualität – Erwartung und Realität
Wenn ich ehrlich bin, hat mich der spirituelle Teil des Trainings etwas enttäuscht. Ich hatte gehofft, tiefer in die Philosophie einzutauchen, mehr über Chakras, Energien und die spirituelle Praxis zu erfahren. Stattdessen blieben wir oft an der Oberfläche. Vielleicht ist das einfach der Natur des 200-Stunden-Teacher-Trainings geschuldet. Echte Spiritualität lässt sich eben nicht im Schnellverfahren vermitteln. Sie ist ein Weg, den man selbst weitergehen muss. Und genau das werde ich tun.
Körperliche Veränderungen – Kraft und Flexibilität
Die intensive Praxis hat Spuren hinterlassen – und das im besten Sinne. Mein Körper fühlt sich offener und flexibler an, ich komme in Haltungen, die mir vorher verschlossen blieben. Auch wenn die Fortschritte in der Beweglichkeit nicht so rasant waren, wie man bei zwei Yoga-Sessions täglich erwarten könnte, hatten unsere Lehrer uns das bereits angekündigt: Die größten Effekte zeigen sich oft erst nach einer Pause. Was mich dagegen wirklich überrascht hat, ist die gewonnene Kraft. Zwei Einheiten täglich? Kein Problem mehr. Besonders im Core-Bereich habe ich eine Stabilität entwickelt, die mich selbst erstaunt. Kopfstand und Balance-Posen? Halte ich jetzt mühelos für mehrere Atemzüge. Und optisch? Trotz der fehlenden Krafttrainingseinheiten habe ich kaum Muskelmasse verloren – außer vielleicht ein wenig an den Armen. Für acht Wochen reines Yoga finde ich das mehr als beeindruckend.
Ich bin traurig und freue mich gleichzeitig auf Zuhause..Read more












TravelerGlückwunsch 🎊 ich freue mich sehr auf dich 🫶
TravelerCongrats
TravelerHerzlichen Glückwunsch Adonis!
TravelerHerzlichen Glückwunsch, mach weiter so. Roland