Ayutthaya und die Wadlbeißer
December 6, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 34 °C
Am Freitag hatten wir also unsere lange Weiterreise angetreten - vom Hotel mit dem Transporter zum Pier, von dort etwa eine Stunde mit dem Speedboat zurück zum Festland, dann mit einem Minibus mit etwa zehn Personen Richtung Bangkok. In Bangkok hat es sich dann am Freitagabend ziemlich gestaut, gegen 17:30 Uhr waren wir Nähe Kaosan Road, haben dort eine Kleinigkeit gegessen und dann versucht, eine Weiterfahrt nach Ayutthaya zu organisieren, zwar nur knapp 80 Kilometer entfernt, aber aufgrund des Verkehrs etwa zwei Stunden mit dem Auto. Bei Grab hat uns keiner genommen, aber wir konnten dann ein Taxi organisieren, das uns in den Norden gebracht hat.
Um 20 Uhr, also nach insgesamt über elf Stunden Fahrt von Ko Kood bis Ayutthaya, waren wir dann endlich bei der Unterkunft. Ein Haus umgeben von Reisfeldern, bei dem die Besitzer im Erdgeschoß wohnen und das Obergeschoß vermieten. Drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, riesiges Wohnzimmer mit ordentlichem Fernseher samt Netflix und überraschenderweise keine Moskitos im Haus.
Samstag und Sonntag haben wir damit verbracht, uns diverse alte Tempel in Ayutthaya anzusehen. Es war ja die alte Hauptstadt, wurde aber vor über 270 Jahren von den Burmesen eingenommen und großteils zerstört. Entsprechend findet man hauptsächlich Ruinen vor, wie auf den Fotos zu sehen ist. Gestern hatten wir das Zentrum zu Fuß erkundet, heute haben wir uns von der Nachbarin unserer Vermieter mit einem dieser winzigen TukTuks herumführen lassen.
Zur Überschrift und der Thematik der Wadlbeißer: gestern waren wir auf der Straße unterwegs, und wie so oft waren Hunde auf der Straße. Keine besitzerlosen Straßenhunde, sondern welche, die zu einem Haus dazugehören. Bisher waren alle Hunde, denen wir begegnet sind, handzahm und haben noch nicht mal gebellt. Die beiden aber waren scheinbar der Meinung, sie müssten ihr Revier verteidigen. Einer der beiden knurrt mich an, ich gehe weite, sehe aber aus dem Augenwinkel, dass mir der Hund im Halbkreis folgt. Als ich mich umdrehe, sehe ich, wie er schon den Kopf um 90 Grad geneigt hat, den Kiefer geöffnet und mit seinen Zähnen meine braungebrannte Wade anzielt, noch etwa 20 cm davon entfernt. Ich gebe ihm zu verstehen, dass er sich schleichen soll, gehe rückwärts, um ihn im Auge zu behalten und nehme meinen kleinen Rucksack in die Hand, jederzeit bereit, ihm eins auf die Rübe zu geben. Nachdem wir aus seinem "Revier" draußen sind, hört er auf, uns zu folgen.
Morgen um 8 Uhr geht es per TukTuk zum Bahnhof, von dort 90 Minuten per Zug nach Bangkok und dann weiter ins Eastin, ein sehr schönes 5-Stern Hotel, das wir uns für die letzten beiden Nächte in Thailand geleistet haben. Mehr dann von dort.Read more
















Schaust super erholt aus👍🏻 [Karin]
TravelerDrei Monate wären besser gewesen als drei Wochen :-)