Tag 11 - Death Valley
October 11 in the United States
⛅ 19 °C
Heute starte ich ganz entspannt in den Tag. Ich hörte schon, dass es draußen regnete. Ich schrieb also mein Reisetagebuch, lud bei Instagram einige dutzende Storys vom gestrigen Tag hoch und lag einfach bis zum 10 Uhr im Bett, bis mich der Hunger voran trieb. Ich versuchte noch mal mein Glück bei der Google Suche nach einem Lebensmittelgeschäft. Hier direkt gegenüber gibt es einen Dollar Markt. Eher ein Krimskramsladen, der scheinbar auch eine kleine Wahl an angepackte hat Lebensmitteln hatte. Also machte ich mich fertig, nahm meine Regenjacke und Regenschirm und ging über die Straße in dieses Geschäft.
Ja - die Auswahl war nicht überragend. Ich fand trotzdem Etwas. Ich kaufte dort gefrorene French Toast mit Zimtgeschmack, die eigentlich für den Toaster sind und geforenen Reis mit Hähnchen, der sich ebenfalls in der Mikrowelle zubereiten ließ. Da es in der Unterkunft keinen Teller gab, um die Sachen in der Mikrowelle zu erhitzen, kaufte ich dort für ein paar Dollar eine mikrowellenfeste Tupperdose. Ein kleines Set Plastikbesteck hatte ich von zu Hause aus mitgebracht.
Des Weiteren kaufte ich dort noch 2 Cups von diesen Yumm Yumm Nudeln. Die kann man abends auch mal ganz gut essen..
Also zurück, packte ich mir diese Frenchtoast in die Mikrowelle. Zu meinem Erstaunen haben die echt gut geschmeckt. Nebenbei schaute ich in die Wetterapp und machte mich mit dem Wetter der nächsten Tage vertraut.... Zwischenzeitlich regnete es hier zumindest nicht mehr und ab heute Mittag 12 Uhr soll im Death Valley wieder die Sonne raus kommen.
Die nächsten Tage ist im Zion allerdings echt mieses Wetter angesagt. So mies, dass bereits jetzt aufgrund des Wetters der letzten Tage schon einige Zufahrtsstraßen gesperrt sind.. 🙄 Das Wetter wird gerade echt ein bisschen nervig.. Morgen wollte ich nämlich weiter zum Zion fahren und dort 2 Nächte verbringen... Macht bei der Vorhersage aber wenig Sinn. Es soll nämlich von morgens bis abends regnen. Ich schrieb ein bisschen mit Pierre, der gerade am Grand Canyon ist, sich eigentlich auch auf dem Weg zum Zion machen wollte, aber nun weiter nach Las Vegas fährt, weil ab dort das Wetter morgen besser werden soll... Ich schlug ihm vor, dass wir morgen Vormittag gemeinsam zum Red Rock Canyon fahren können, da dieser nur 30 km von Vegas entfernt ist. Fand er gut! Da fing mein Kopf wieder an zu rattern... Vielleicht sinnvoll, ebenfalls in Vegas zu bleiben, bevor ich in Richtung Zion fahre und 2 Tage im Hotel sitze.. Ab dem 14. ist das Wetter wieder stabil und ich würde dann von dort aus zum Bryce fahren. Da liegt ohnehin mein Augenmerk drauf. Habe mich vor 3 Jahren so in diesen Park verliebt, sodass ich unbedingt noch mal hin möchte 😍🫶
Da es zwischenzeitlich aufhörte zu regnen, fuhr ich um 11:30 Uhr noch mal los in den Death Valley. Die Strecken sind echt irre, die man mal eben so fährt... 100 km hier hin, dann 1 1/2 Std in die Richtung... Die Dimensionen sind hier ganz andere. Die Strecken lassen sich aber auch echt gut fahren. Innerhalb eines Tages einen kompletten Tank leer zu fahren, ist kaum eine Schwierigkeit. Gut, dass der Sprit hier wesentlich günstiger ist, als in Deutschland.
Auf dem Weg zum Death Valley verzogen sich die letzten Regenwolken und ich steuerte das Badwater Basin an.
Das Badwater Basin ist das absolute Herzstück des Death Valley Nationalparks in Kalifornien und berühmt als der niedrigste Punkt Nordamerikas. Die Senke liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist eine der extremsten Landschaften der Erde. Die Landschaft besteht aus einer scheinbar endlosen, blendend weißen Fläche aus purem Salz. Was für ein irrer Ort! 😳 Es ist einfach absolut erstaunlich, was die Natur zu bieten hat. Da der Ort von Bergen umgeben ist, staut sich hier im Sommer die Hitze extrem. Es gehört zu den heißesten Orten der Welt, mit Temperaturen, die regelmäßig über 50 °C steigen.Das hat man defintiv gespürt. Man schwitze sofort!
Danach fuhr ich an allen Spots, die von der Hauptstraße ausgeschildert waren, entlang. Der nächste Stop war die Natural Bridge. Vom Parkplatz aus erreichte man diese Felsbildung in etwa 10 Minuten. Es ist echt beeindruckend, wenn man diese Trails entlang geht und rechts und links von dir riiiieeeesige Felsen sind.
Von dort aus fuhr ich weiter zum Artist Drive. Artist's Drive ist eine weltberühmte, 14,5 Kilometer (9 Meilen) lange Panoramastraße im Death Valley National Park, die für ihre spektakulären, farbenprächtigen Felsformationen bekannt ist. Die asphaltierte Einbahnstraße schlängelt sich wie eine Achterbahn durch die erodierten Hügel am Rande der Black Mountains und bietet einige der faszinierendsten geologischen Motive des amerikanischen Westens
Das hörte sich nicht nur toll an, sondern war ein absolutes Erlebnis! Man wusste gar nicht, wo man hinschauen sollte. Schade, dass ich mich zumindest halbwegs aufs Fahren konzentrieren musste. Der Weg war wunderschön - es gab einige besondere Stops, an denen man anhalten konnte... Was zur Hölle!.... Es kann so unfassbar beeindruckend sein, was die Natur alles her gibt. Ich fuhr diese Straße teilweise mit 10 km/h entlang und habe es so sehr genossen dort entlang zu fahren. Ein Wunder der Natur! Es fühlte sich teilweise so surreal an, dass man einfach gerade an diesem Ort ist. Absolute Dankbarkeit!..
Da ich aber dennoch noch einen kleinen Bewegungsdrang hatte, entschied ich mich, noch einen kleinen Trail zum Golden Canyon zu laufen. Dieser ist pro Strecke ca. 2,5 km lang. Direkt daneben auch wieder ein Schild, dass man sich nicht länger als 10 Minuten draußen aufhalten soll... Naja in 10 Min schaff ich die 5 km nur schwer 😅 ich packte mir 2 kleine Flaschen Wasser in den Rucksack und ging schnellen Schrittes los, vorbei wieder rechts und links an riesigen und beeindruckenden Felsen.. Man muss schon sagen, dass man spürt, dass die Luft im Death Valley anders ist. Durch die verschiedenen Höhenmetern ist man ständig mit dem Druckausgleich beschäftigt und irgendwann tuen einem schon die Ohren weh.. Man fühlt sich auch ein bisschen schwindelig - ganz komisches Gefühl. Ich bin jedenfalls noch nie eine Straße entlang gefahren, die so viel hoch und runter ging. Nicht nur die permanenten Kurven rechts und links, sondern nun auch noch die Straßen, die ständig steil nach oben und nach unten führten, so buckelmäßig mit freien Fallgefühl im Magen. Ich denke gerade an alle, die am Straßenrand standen, und sich übergeben haben oder ihre vollen "Tüten" am nächsten Parkplatz entsorgen. I feel you! Mir ist schon fast selber vom eigenen Fahren mulmig geworden.
So - wo war ich noch mal?!.... Genau - beim Trail. Ich bin echt schnellen Schrittes gegangen, schwitze ohne Ende, weil es kaum Schatten gab, war aber nach einer Stunde wieder am Auto. Also ganz knapp über den empfohlenen 10 Minuten 🤭😅
Ich schaute nach, was man unbedingt im Death Valley gesehen haben sollte und stellte fest, dass ich alle to does durch habe. Ich wollte nicht weiter unnötig durch den Park fahren, zumal die Distanzen zu den einzelnen Spots echt lang sind. Teilweise um die 50 im.
Also entschied ich mich gegen 16 Uhr zurück zur Unterkunft zu fahren.
Death Valley war echt besonders! Anders aber besonders.. Einfach nur dort durch zu fahren, wie es viele tun, weil das teilweise eine ganz normale Durchfahrtsstraße ist, würde dem auf jeden Fall nicht gerecht werden.
Abends machte ich mir nur noch mein Essen in der Mikrowelle warm, was erstaunlicher Weise ganz gut schmeckte...
Die Entscheidung ist gefallen - ich werde den Zion skippen und die nächsten beiden Tage in Vegas verbringen, bevor ich zum Bryce Canyon fahre. Leider kann ich die Unterkunft im Zion nicht mehr kostenlos stornieren, aber das sollte kein Argument sein, meine Zeit dort ab zu sitzen.
Also werde ich mir gleich ein Hotel in Vegas buchen und morgen früh dort hin fahren und auf das schöne Wetter warten 😁Read more































