• Tag 23 - Everglades

    October 23 in the United States ☀️ 27 °C

    Um 07:30 Uhr nahmen wir bereits den Bus in Richtung Flughafen, um unseren Mietwagen ab zu holen. Daher mussten wir den Sonnenaufgang am Strand leider auffallen lassen. Ich hatte den Mietwagen bereits ab 08:00 Uhr gebucht... Woher damals diese Euphorie?! Ich habe keine Ahnung 😆

    Wir also früh los, die Hertz Station befand sich innerhalb des Flughafens. Die Abwicklung ging wie auch in Los Angeles, super fix. Wenige Minuten später hatte ich bereits die Unterlagen. Auf Parkplatz 219 stand ein Kia Soul. Ok.. Nicht vielleicht das Modell, welches man sich ausgesucht hätte, aber der Kofferraum ist groß genug und das Auto hatte 5 Türen und ist ein bisschen höher gelegen und Android Car funktionierte auch, sodass man die Navigation von Google Maps direkt auf das Display vom Radio übertragen konnte. Also alles ok..

    Wir machten uns von dort aus direkt auf dem Weg zu den Everglades. Die Fahrt dauerte nur ungefähr eine Stunde. Auf dem Weg dort hin, hielten wir noch bei Aldi und Walmart an und versorgten uns mit einigen Snacks und Getränke für die nächsten Tage, weil wir nun ein Auto hatten.

    Von dort aus ging es dann weiter.
    Der erste Stop führte ins Visitor Center. Dort gibt es meist eine schöne Ausstellung und vorallem hilfreiche Informationen und eine Karte für den Park.

    Dort gab es ebenfalls im Außenbereich auch eine Aussichtsplattform. Wir fragten, ob wir auf diese rauf dürfen (es war nicht klar ersichtlich, da die Türe zu war). Der Ranger gab uns das Einverständnis und fragte uns zeitgleich, ob wir Lust hätten, ein Teleskop mit zu nehmen. Dies verneinten wir natürlich nicht. Leider konnten wir damit keine Tiersichtungen machen. Wir gingen also wieder in das Visitor Center, gaben es ab und unterhielten uns mit einer unfassbar freundlichen älteren Frau, die dort tätig war. Wir fragten nach einigen Tipps, was sie empfehlen würde etc. Glücklicher Weise deckten sich ihre Informationen mit meinen zuvor recherchierten fast gänzlich. Wir plauderten noch ein bisschen mit ihr. Sie gab uns einige Karten mit uns als kleines super special, weil wir uns so nett unterhalten haben, öffnete sie die Schublade, und gab uns jeweils eine DVD über den Everglades. Ich denke, ich werde sie wohl niemals sehen, aber die ältere Dame war einfach sooooo herzig 😍🥺

    Witzig ist immer, wenn man sagt, woher man kommt, man bisher IMMER als Reaktion zurück bekam, dass entweder diese Person schon mal in Deutschland war, jemand aus der Familie dort lebt, oder schon mal da war und dann GUTEN TAG?! 😆

    Die Amerikaner sind einfach so wahnsinnig nett! Nach über 3 Wochen kann ich absolut nichts gegenteiliges behaupten.

    Wir fuhren also mit unseren ganzen Infos im Gepäck zum ersten Trail, der nicht weit entfernt war.
    Zum Anhinga Trail. Dieser ist nur ein kurzer Trail, der über einen Holzsteg führt und ein kleiner Loop ist. Dieses Gewässer war von hunderten, tausenden Seerosen bedeckt. Wir versuchten natürlich so aufmerksam wie möglich zu sein, um vielleicht schon irgendwo ein Krokodil zu finden. Am Ende des Stegs auf einer Plattform standen 4 Personen. Dort am Ende angekommen, wussten wir auch warum. Wir sahen unsere ersten beiden Alligatoren und nicht nur das, sondern auch ganz ganz viele Babys 😍 witzig, welche Farbgebung die Schuppen zu Beginn haben, bevor sie grau werden. Eine riesige Schildkröte haben wir ebenfalls im Wasser entdeckt 😍 die Alligatoren waren leider nicht so bewegungsfreudig und lagen nur auf einer Stelle. Nicht, dass ich sie mal gerne in Action gesehen hätte, aber ein Lebenszeichen wäre schön gewesen 😁 Also standen wir dort einige Zeit und beobachteten diese, bevor es dann weiter zum nächsten Trail/Aussichtsplattform zum Pa-hay-okee Trail ging, der ebenfalls über einen Holzsteg ging, da die Everglades natürlich überwiegend aus Gewässer bestehen. Auch hier gab es allerdings keine Sichtungen und fuhren weiter zum Ort Flamingo, der sich ein wenig außerhalb des Parks befindet.

    Flamingo ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem Alligatoren und amerikanische Krokodile nebeneinander leben. Zudem lassen sich oft Seekühe (Manatees), Delfine und über 360 Vogelarten beobachten.
    Kaum dort auf dem Parkplatz vom Visitor Center angekommen attackierten uns nachdem wir die Autotür aufmachten, hunderte (!) von Mosqikos. Sowas hab ich noch nie erlebt! So schnell konnte man gar nicht reagieren, wie die alle im Auto saßen 😳 ich hatte zum Glück bereits eine lange Hose an. Ich machte so schnell wie es ging meinen Koffer auf, um keinen Las Vegas Pullover raus zu holen und zog diesen an. Während dessen hatte ich bereits die ganze Jeans voller Moskitos und schon einige Stiche an den Armen und im Gesicht. Ich zog die Kapuze über und schnürte sie fest in Gesicht, sodass nur noch ein Teil dessen offen war. PS. Selbstverständlich haben wir uns bereits zuvor mit Moskitospray eingesprüht, weil wir bereits hörten, dass es dort einige geben sollte. An den anderen Orten im Park waren keine. Aber das in Flamingo überstieg jegliche Vorstellung. Auch unsere Kleidung ein zu sprühen, brachte wenig Erfolg. Wir liefen über den Parkplatz und retteten uns ins Visitor Center, wo uns die Dame mit den Worten begrüßte, dass sie in 5 Minuten schließen, aber wir uns noch kurz umgucken könnten. Wir hatten bereits 17 Uhr. Danke für nichts 🙄 Dennoch plauderten wir ein bisschen mit ihr und ich genoss es für einen Moment "sicher" zu sein 😆 wollte am liebsten einfach dort bleiben. Nachdem das Center dann kurze Zeit später schloss, gingen wir nach draußen, wenige Meter weiter gibt es quasi einen kleinen angelegten Hafen für die Bootstouren, die tagsüber starteten. Die liebe ältere Dame am Visitor Center emphal uns diese auch, aber heute waren wir zu spät dran. Das sind relativ entspannte Bootstouren durch die Mangroven und Ähnlichem und gehen 1 1/2 Std und kosten um die 50 Dollar. Das hörte sich interessant an.
    Dort am Hafen ließ auch die Invasion von den Moskitos auch ein wenig nach und es waren nur noch einzelne da. Dennoch war es mir lieber, weiterhin neben der bereits viel zu warmen Hose, mit dem Pullover dort rum zu laufen.
    Um es kurz zu machen - wir sahen wieder die so sehr erhofften Sehkühe, keine Delfine.. Am Ende war ein Alligator so gnädig, und zeigte sich. Nach dem Ganzen war das auch das Mindeste 😒

    Wir stürmten von dort wieder zum Parkplatz, rissen die Fenster auf, machten die Klimaanlage an und fuhren los. Der Plan ging auf, die Viecher sind durch den Sog des Fahrwindes fast alle nach draußen katapultiert worden. Von dort aus fuhren wir zurück und machten noch Halt in einem Supermarkt, um uns noch Etwas für den Abend mitzunehmen.

    Meine Bilanz der Stiche war ganz ok. Hochgezählt nur um die 5-6. Aus der Nummer bin ich noch ganz gut raus gekommen.

    Es war dennoch ein Highlight im Everglades zu sein. Irgendwie fühlte sich das an wie ein kleiner Meilenstein.
    Alle kennen das Everglades vom Hören und Sagen und ich war einfach da 🤩
    Morgen geht es weiter Richtung Key West 😍
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