• Tag 24 - Anfahrt Key West

    October 24 in the United States ⛅ 28 °C

    Heute starteten wir relativ entspannt in den Tag.
    Sortierten in Ruhe unsere Sachen, luden alles ins Auto und gegen 09:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Key West. Es lagen ca. 350 km vor uns, mit einem Stop im Big Cypress National Park, der dafür bekannt sein soll, ähnlich wie der Everglades zu sein, allerdings nicht so überlaufen. Also ich fand den Everglades überhaupt nicht überlaufen. Teilweise begegnete uns niemand und wir waren das einzige Auto auf dem Parkplatz. Aber vielleicht hatten wir auch einfach einen guten Tag erwischt.

    Der Park war ca. 120 km von unserer Unterkunft entfernt. Wie auch sonst machten wir erst Mal einen Stop am Visitor Center und informierten uns, neben den Informationen, die ich zuvor in der Reiseplanung bereits rausgesucht hatte, was man dort alles machen könne. Die Infos deckten sich ebenfalls wieder mit meinen. Wir fuhren einige Stellen an, allerdings ohne Sichtungen und fuhren danach den Scenic Drive entlang, der 21 Meilen (33 km) lang ist.  Dieser führt mitten durch feuchte Zypressensümpfe, Sumpfwälder, Sägegras-Prärien und Kiefernwälder.
    Gefühlt sind wir nahezu die gesamte Strecke mit max. 20 kmh gefahren und schauten mit Adleraugen, ob wir irgendwelche Tiere sichten (abgesehen von Vögel, die wenn man die Chance auf Alligatoren hat, doch eher nicht so spannend sind 😆). Wir fuhren einige Zeit, bis uns irgendwann ein Auto entgegen kam und ich ein bisschen rechts ran gefahren bin und anhielt, um ihn auch zu lassen. Die Straße war nicht all zu breit. Gerade an der Stelle, wo ich stand, saß ein Alligator im Wasser 😃 Wen hat den da gerade extra hingesetzt?! Das war doch Telepathie!! 😃 Danach hatten wir Blut geleckt und wollten unbedingt den nächsten sehen, der gar nicht so lange auf sich warten ließ.

    Wir hatten das Glück, wirklich viele entdeckt zu haben. Aber natürlich sind wir auch wesentlich langsamer und aufmerksamer gefahren, als die Anderen, die an uns vorbei kamen oder uns sogar überholten. Sie hatten den Sinn des Scenic Drive wahrscheinlich nicht verstanden.

    Anstatt der, wir nehmen den Park auf dem Weg mal mit, wurde 14:00 Uhr und wir hatten noch einige Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft vor uns. Das Navi nannte uns eine Ankunftszeit von 17:40 Uhr.
    Da dieser Park in der Nähe vom Everglades lag, fuhren wir an sämtlichen Airboat Anbietern vorbei. Das sind die Dinger, die mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser gleiten und für maximalen Spaß sorgen, allerdings zum Leidwesen der Tiere, da diese laut sind und die vorhandenen Tiere belästigen und vorallem die im Wasser lebenden...
    Da ich aber auf Toilette mussten, machten wir einen Stop und schauten uns das Ganze mal an. Eine Fahrt 30/40 Min hätte 49 Dollar gekostet. Das fand ich noch relativ fair. Hätte gerne mal gesehen, wie ein Boot los fährt, aber dir schienen gerade alle unterwegs zu sein.

    Also fuhren wir ziemlich schnell weiter und ohne weiteren Stop, bis auf einen Tankstop zur Unterkunft in Sugarloaf, ca. eine halbe Stunde von Key West entfernt. Die Florida Keys sind 290 km lang und besteht aus Hunderten von Koralleninseln. Insgesamt fährt man über 42 Brücken darunter auch die berühmte 7 Miles Bridge. Die Strecke war schön zu fahren. Aber dass wir bereits auf dem Weg zur Unterkunft über DIE 7 Miles Bridge waren, war mir nicht bewusst. Ich hatte auf das türkisfarbene Wasser gewartet, das man immer im Internet sah. Vom Auto aus sah das Wasser eher blau, dunkelblau aus. Erst später in der Unterkunft, als ich nachschauen wollte, wo diese Brücke ist, habe ich herausgefunden, dass wir bereits drüber gefahren sind 🫣
    Die Unterkunft informierte mich mehrfach per E Mail über verschiedene Informationen. Teilweise doppelt und dreifach. Das war ein bisschen nervig, aber standardisiert in deren System. Jedenfalls habe ich daraus gelesen, dass der Checkin nur bis 17 Uhr besetzt ist. Warum?! Ich hatte mich nun auf einen komplizierten Checkin eingestellt, mit hochladen von irgendwelchen Dokumenten die nicht funktionieren und Ähnlichem. Wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass ich teilweise eine Stunde vor der Unterkunft stand, bis ich dann endlich drin war.
    Wir bogen auf das Grundstück der Unterkunft ab. Die Beachhäuser, das ich gebucht hatte, konnte man noch nicht sehen. Laut Navigation waren wir allerdings da. Ich schaute noch mal in die hunderten von E Mails, die ich seit der Buchung erhalten habe. Dort stand noch eine weitere Wegbeschreibung drin, nämlich die, die den Checkin nach 17 Uhr. Diese führte allerdings eine Straße entlang, von der man sich nur schwer vorstellen konnte, dass das überhaupt eine sei. Diese war nämlich von dem Meer, welches rechts und links führte, vollkommen überschwemmt. Also das Meer und die Straße waren eins... Man konnte auch überhaupt nicht einschätzen, wie tief das Wasser ist und ich war mir auch nicht sicher, ob das wirklich der Weg ist, den wir langfahren müssen, da ich zu 100 % davon ausgegangen bin, dass die Unterkunft uns doch darüber hätte informieren müssen?! Wir schauten uns also noch mal ganz genau die Wegbeschreibung an. Das konnte nur dort entlang sein.... 😶 Zum Glück kam uns irgendwann ein Auto entgegen, und wir wussten zumindest, dass es möglich ist, dort durch zu fahren, auch wenn das Wasser nicht gerade niedrig war. Also fuhr ich mit weniger als 10 Meilen mittig dort durch. Hab nur darauf gewartet, dass die Motorkontrollleuchte angeht.. Der Weg war ungefähr 200 Meter lang. Ging aber zum Glück alles gut. An der nächsten Kreuzung ging an einem Zaun mehrere Tütchen, über die "Checkin Stand". Ich suchte das Tütchen mit meinem Namen raus, wo ein paar Broschüren und der Schlüssel drin lag und wir fuhren noch ein Stück weiter, bis wir die hübschen bunten Häuschen sahen 😍 wir schlossen die Türe auf und ich war völlig hin und weg. Bei den ganzen Buchungen hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, was ich genau gebucht hatte. Ich wusste nur, dass das eine mit Abstand der teuersten Unterkünfte mit 414 Dollar für 2 Nächte war. Aber die Gegend um Key West ist im Allgemeinen sehr sehr teuer und das war noch das Beste zum bestmöglichen Preis. Direkt in in Key West hätten zwei Übernachtungen mind. 600 Euro gekostet und das wäre dann nichts Dolles gewesen. Wir waren beide happy. Räumten das Auto aus, machten uns ein bisschen fresh und fuhren dann abends noch nach Key West rein. Die Fahrt dauerte 25 Minuten. Zuvor hatten wir mal geschaut, wo man die Chance auf einen kostenlosen Parkplatz hat, da das Parken ansonsten 5$/Stunde kostete. Kaum im Zentrum angekommen, fielen uns diverse Straßensperrungen auf und wunderten uns über Menschen, die uns mit sehr speziellen Outfits begegneten. Teilweise sehr sehr knapp 😅 Am Anfang kamen uns nur vereinzelte entgegen, aber das wurde immer mehr. Hier schien irgendwas los zu sein, von dem wir nichts wussten 😁

    Entsprechend schwer war es natürlich auch, einen Parkplatz zu finden. Wir fuhren ein Stückchen außerhalb die ganzen Wohnviertel ab, und hatten dann irgendwann Glück eine Lücke gefunden zu haben, wo kein "no parking" Schild aufgestellt war. Wir schauten trotzdem 3 Mal, aber schienen einfach Glück gehabt zu haben. Von dort aus gingen wir in zur Duval Street.

    Die Straße ist weltberühmt für ihre lebhafte Mischung aus viktorianischer Architektur, legendären Bars, erstklassigen Restaurants und entspanntem „Conch Republic“-Lebensgefühl.

    Also normaler Weise 😆 Kaum dort angekommen, standen hunderte Menschen mit diversen Outfits am Straßenrand. Offensichtlich fand hier eine Demo oder eine Parade statt. Laut Google - das Fantasy Fest. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Kaum dort angekommen begann diese. Wir schauten uns das wilde Treiben an, eigentlich waren wir auf einen entspannten Ausklang des Tages eingestellt, aber es kommt ja immer anders als man denkt 😅

    Also so ganz konnte man keinen roten Faden erkennen. Manche liefen fast nackt rum, die anderen mit irgendwelchen Superman Kostümen... Wahrscheinlich so, wie jeder mag 🤷‍♀️

    Da Key West sehr klein ist, kann man alles super zu Fuß erreichen. Von dort aus gingen wir zum Southernmostpoint. Das ist eine Statue in Form einer Boje, die den südlichsten Punkt der USA darstellen soll. Aufgrund von Bauarbeiten bis Ende des Jahres an dem eigentlichen Standort wurde diese leicht versetzt. Da diese direkt am Strand steht und der Meeresspiegel derzeit sehr hoch ist, war dieser Bereich leider überschwemmt und wir konnten nur von weitem Bilder machen. Aufgrund der Uhrzeit war einfach niemand da! Normalerweise bildet sich hier eine riesige Schlange von Menschen, die mit diesem besonderen Wahrzeichen ein Foto haben wollen.

    Da wir bereits 21:30 Uhr hatten und wir echt ko. waren, entschieden wir uns danach zum Auto zu gehen und zurück zu fahren, wo wir beide dann todmüde ins Bett gefallen sind.
    Read more