Torres del Paine Hike Teil 2 🏞
20.–23. jan., Chile ⋅ ☁️ 13 °C
Die zweite Hälfte des O-Treks fühlt sich anders an: belebter, touristischer, aber nicht weniger beeindruckend. Nach Tagen der Einsamkeit treffen wir hier wieder mehr Wanderer, viele von ihnen auf dem berühmten W-Trek, die kleine Schwester unseres Hikes. Der Kontrast ist spürbar - alles ist geschäftiger und wirkt gut ausgebaut. 🏡
Etappe 5: Camp Grey → Camp Paine Grande – Entlang des Lago Grey
Am Morgen besuchen wir zuerst das nahegelegene Ufer mit Blick auf den Gletscher. Hier treiben noch ein paar kleine Eisschollen in der Bucht. Der Anblick aus nächster Nähe ist beeindruckend - das Eis ist genauso leuchtend blau wie aus der Ferne. ❄️
Die kommende Wanderetappe ist eine der entspanntesten der gesamten Runde – zumindest was die Höhenmeter betrifft. Der Weg verläuft größtenteils entlang des Lago Grey, mit konstantem Blick auf den Gletscher und die umliegenden Berge. Wir machen nochmal unzählige Gletscher-Bilder, weil wir wissen, dass wir ihn nach heute hinter uns lassen müssen. Traurig winken wir ihm bei der Mitte des Weges an einer Kurve zu. 🧊
Der Wind bleibt unser treuer Begleiter, doch das gleichmäßige Gehen ist sehr angenehm. Nach den fordernden Tagen zuvor genießen wir breitere Wege, weniger technische Passagen und Zeit, um wirklich hinzuschauen. Camp Paine Grande erinnert uns optisch an einen Küstenort an der Nordsee. Es ist sehr windig, Fähren kommen an und um uns herum sind kleinere, grüne Hügel wie Dünen. Dafür gibt es ein ausgiebiges Dinner- und Frühstücksbuffet, um die Akkus wieder aufzuladen. 😋
Etappe 6: Camp Paine Grande → Camp Francés – Auf zur Spitze
Wir starten sehr früh, denn heute ist ein langer Tag. Der Weg von Camp Paine Grande führt zunächst entspannt am türkisfarbenen Lago Skottsberg entlang.
Nach zwei Stunden erreichen wir das Camp Italiano, wo wir unsere großen Rucksäcke zurücklassen und mit leichterem Gepäck den Anstieg zum Mirador Britanico starten.
Es geht 600m bergauf durch den Wald und über Geröll. Über uns donnern Eislawinen von den hängenden Gletschern des Paine Grande und des Cerro Hoja – ein tiefes, grollendes Geräusch, das durch das ganze Tal hallt. Erster Stopp ist der Mirador Francés, von dem aus man direkt auf die Gletscherwand des Paine Grande gucken kann. 🏔
Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Der Weg zum Mirador Británico zieht sich über Stock und Stein. Nach dem zweistündigen Anstieg öffnet sich ein überwältigendes Panorama: Ein Kreis aus steilen Granitwänden umgibt uns, als stünden wir mitten in einem Krater. Cerro Catedral, Cerro Torre, Paine Grande – die Gipfel ragen in alle Richtungen auf. Wir sind super beeindruckt. Nach einer Pause gehen wir den gleichen Weg wieder bergab, holen unsere Rücksäcke und kommen bald im Camp Francés an. 🏞
Etappe 7: Camp Francés → Camp Central – Vorfreude auf den letzten Aufstieg
Der Weg nach Camp Central geht weiter den See entlang. Heute brennt die Sonne. Die Beine sind müde und die vielen Kilometer der letzten Tage stecken uns in den Knochen. Im Camp angekommen ruhen wir uns erst einmal aus und checken das Wetter für den nächsten Tag. Es geht zu den 3 "Torres del Paine", ins Herz des Nationalparks. 🗻🗻🗻
Etappe 8: Der Aufstieg zu den Torres del Paine – Ein perfekter Abschluss
Noch vor Sonnenaufgang brechen wir auf. Der Weg ist steil, teilweise geht es über Fels und Geröll, es zieht sich. Nach 3 Stunden und 1000m Anstieg erreichen wir die Lagune und die Torres del Paine. Der Anblick der Berge im Spiegel des Bergsees vor ihnen ist wirklich einzigartig. Mit uns sind vielleicht 10 andere Wanderer hier oben. Es fühlt sich an wie abgeschottet von der Welt, alleine in der Ruhe der Berge. Wir schießen Fotos und genießen den Ausblick. Es weht kalter Wind und wir freuen uns, wenn sich ab und zu die Sonne blicken lässt. 😎
Nach 2 Stunden machen wir uns auf den Rückweg. Uns kommen unzählige Touristengruppen entgegen (Luc zählt 853 Menschen) und wir freuen uns, dass wir uns diese Bergoase nicht mit allen teilen mussten. Den Nachmittag verbringen wir im Camp und warten auf den Bus am Abend zurück nach Puerto Natales. 🚌
Wir sind sehr erschöpft und müde, aber auch super glücklich. Landschaftlich waren die letzten 8 Tage ein absolutes Highlight. Es war definitiv einer der schönsten Wanderwege (wenn nicht sogar der schönste), den wir gegangen sind. Und, Patagonien hält was es verspricht - hohe Berge, Gletscher, raues Wetter und einmalige Naturkulissen. Wir lieben es! 🌎Læs mere























![[VIDEO] 8 Tage Wanderung in 5 Minuten 🎞](http://media.fp-files.com/footprint/6977cd79f12262-11638588/10bjygfwtzyu9_m_s.jpg)

RejsendeEure Beschreibungen haben etwas von "Tom Sawyers und Huckleberry Finn", man taucht für ein paar Minuten in eine andere Welt ab. 😘
Rejsende...Sophia sagt, sie ist Huckleberry 😃
Rejsende
Wie witzig 😁
Rejsende😁