• Wanderung Acatenango - El Fuego 🛖🌋🥾

    October 6, 2025 in Guatemala ⋅ 🌧 8 °C

    Klingeling… Klingeling… ⏰ ⏰ Unser Lieblingsgeräusch ertönte bereits 05:00 Uhr. Kaffee ☕️ trinken, fertig machen und los ging es. Ausgestattet mit jeweils einem Tagesrucksack sowie einem gemeinsam „großen“ Rucksack 🎒 ging es zu Fuß in 2️⃣0️⃣ Minuten zur Agentur. 🦶

    Dort angekommen, gab es eine Einweisung 🗣️und die Ausgabe verschiedenen Sachen und Utensilien 🧤🧣🧥 🦯🔦, welche größtenteils im Preis inbegriffen waren.

    Zu den Leihsachen und dem gelieferte Mittagessen 🥗 kamen noch eigene Snacks, Elektronik, Toilettenpapier, 8 Liter Wasser 💧 und Wechselklamotten 🩲 hinzu.

    Nachdem das alles verpackt war, kam der große Rucksack (13 kg) auf den Truck 🛻 und es gab noch ein gemeinsames Frühstück. 🍳

    Anschließend ging es für unsere 25 köpfige Gruppe mit dem Bus 🚌 ca. 1 Stunde nach „La Soledad“. Hier haben wir unsere vier Guides und deren Hunde 🐕 getroffen. Es wurden die Wanderstöcke eingestellt und die Tagesrucksäcke (6 kg) 🎒 aufgesetzt.

    Dann begann die Wanderung 🥾 auf den Acatenango, ein seit 1972 inaktiver Schichtvulkan mit einer Höhe von 3.976 m. ⬆️
    Am Gipfel befinden sich mehrere Basiscamps ⛺️ 🛖 von denen man seinen Zwilling, den aktiven „Volcán de Fuego“ 🌋 beobachten kann. 👀🤩

    Der „Volcán de Fuego“ ist 3.763 m hoch und bildet zusammen mit dem Vulkan „Acatenango“ das Bergmassiv „La Horqueta“. Die letzten schlimmeren Ausbrüche waren im Jahr 2022, 2023 und im Juni 2025.

    Die Wanderung zu unserem Camp auf 3.700 m ⬆️ war knapp 8km lang 📈, dauerte 5 Stunden ⌚️ und führte durch mehrere Klimazonen. Auf dem meist matschigen Boden, ging es permanent steil bergauf. Je höher wir kamen, wurde die Luft spürbar dünner und das Atmen fiel bedeutend schwerer. 😮‍💨😮‍💨

    Begleitet von Sonne ☀️ , Regen ☔️ und kühlen Temperaturen 🥶 war die Anstrengung allen ins Gesicht geschrieben. Schon nach den ersten Metern, trennte sich die Gruppe 🧑‍🧑‍🧒‍🧒 in eine schnellere und eine langsamere auf. Innerhalb der Gruppen wurde immer aufeinander gewartet, motiviert und angefeuert. 👏🏻

    Nach knapp 4️⃣ Stunden kamen wir an den Trucks an, die unsere großen Rucksäcke bis zu diesem Punkt gefahren 🛻 haben. Ab jetzt hieß es mit 13 kg hinten und dem Tagesrucksack vorne, die letzte Stunde hinaufzukommen. 🥵

    Jeder war dankbar für die mehrmaligen kurzen Pausen ⏸️ und so kamen wir alle gemeinsam im Base Camp auf 3.700 m an. 👏🏻💪🏻 Gesehen haben wir allerdings nicht viel, da die dichten Regenwolken 🌧️ uns bis nach oben gefolgt sind. 🤨😶‍🌫️😖

    Wir waren super stolz, dass wir DAS geschafft haben. Das Motto „keiner wird zurückgelassen“ galt von Anfang an. ☝🏼🫡 Mit kleinen Freudentränchen 🥹🥹 in den Augen klatschten wir uns nochmal alle 🆎 und umarmten uns.

    Besonders stolz bin ich auf die „Maschine“ Lena, die nicht einmal gemeckert hat, Mental absolut stark war und mich teilweise abgehangen hat. 💪🏻🏆🥇

    Nachdem alle ausreichend „gekuschelt“ hatten, wurde die jeweils gebuchten Hütten/ Dorms 🛖 verteilt und auch direkt bezogen. Ausgestattet mit Matratze, Schlafsack, Decken und Kissen, sollte einer erholsamen Nacht nichts im Wege stehen. 😴

    Eigentlich wäre jetzt der Moment gewesen, in dem man sich auf einen der Stühle 🪑 an der Klippe setzt, das Lagerfeuer 🔥 entfacht wird und der Kollege „El Fuego“ bestaunt wird.

    Aufgrund des anhaltenden Regens ☔️ wurde das Feuer in den Aufenthaltsraum verlegt und mit einer heißen Schokolade einschließlich
    Marshmallows angestoßen wurde. ☕️ 🍫

    Die noch anstehende Tour bis auf 150 m an den aktiven Vulkan 🌋 heran, wurde ebenfalls aufgrund des Wetters abgesagt. 😔 Wir haben uns stattdessen alle unterhalten, abwechselnd am Feuer aufgewärmt und gemeinsam Abendbrot gegessen. 🥘

    Gegen 20:00 Uhr sind nahezu alle in Ihren Hütten verschwunden. 🥱 Um die Zeit waren es um die 5 Grad und die anhaltende Feuchte ☔️ ließ es nicht angenehmer werden.

    Wir haben noch einen letzten Toilettengang 🚽 gemacht, bevor es die 28 Stufen 🪜 zu unserer Hütte ging. Kaum oben angekommen, riefen 🗣️ die ersten „Fuego“…. „Fuego“… „Fuego“… und tatsächlich, ließ er sich für ein paar Minuten in seiner ganzen Pracht blicken. 👀

    Die Geräuschkulisse und Anblick in der Dunkelheit waren atemberaubend. 😍 Wenn er „nur“ Rauch 💨 ausspuckt, wird das durch ein extrem lautes „Pfeifen“ begleitet. In diesen Minuten meinte er es gut mit uns, und zeigte sogar etwas mehr von seinem können. Der Himmel 🌌 färbe sich orange 🟧 und kurz darauf sprühte etwas Lava heraus.

    Bei so einem Ausbruch knallt es extrem 💥 und es sind Vibrationen zu spüren. Je nachdem wie stark er ausbricht, ist der Knall lauter und die Erschütterung stärker zu spüren. 🫨🫨

    Wir haben uns anschließend auch in unsere Hütte verzogen und schauten noch ewig aus dem Fenster. 🪟 Bis auf eine weiße ☁️ Wolkenwand, war nichts mehr zu sehen. Wir haben uns eingemummelt 🤗 und sind eingeschlafen…. 💤

    …. bis ich wiederholt laute Schreie 🗣️🗣️gehört habe. Sofort habe ich mich aufgerichtet und aus dem Fenster 🪟 geschaut. Anstatt der weißen Wand ☁️, war nur noch ein riesiges schwarzen Dreieck zu sehen, aus dem unfassbar viel Lava in die Höhe Schoß. Kurz darauf kam der Knall 💥 und unsere Hütte 🛖 bebte…. 🤩🤩🤩

    Das kann man einfach nicht in Worte fassen… Noch nie haben wir irgendetwas in dieser Art erlebt. Ob schöne Inseln, Bären 🐻 oder Wale, der Moment, als die leuchtende Lava meterhoch ⬆️ in den pechschwarzen Nachthimmel schießt und anschließend vom Gipfel 🌋 nach unten fließt, ist einfach nicht zu übertreffen und gehört mit Abstand zu den wahnsinnigsten und schönsten Momenten 🥰 auf unserer Reise. 🧳

    Obwohl wir den Wecker im 2️⃣ Stunden Takt gestellt haben, ist nichts weiter passiert. Die geplante Tour 🥾 um 04:00 Uhr zum Sonnenaufgang 🌄 auf den Gipfel zu wandern, ist wegen Schlechtwetter auch ausgefallen. 😞

    So waren wir irgendwie froh, als uns der Guide um 06:00 Uhr weckte ⏰ und die feuchte Nacht (Hütte war undicht) endete. Auch am Morgen war der Vulkan 🌋 nicht nochmal zu sehen. 😶‍🌫️

    Nach dem gemeinsamen Frühstück 🥣 wurde zusammengepackt und wir haben (natürlich) im strömenden Regen mit dem Abstieg begonnen. 🥾 ⬇️

    Bis zu den Trucks schafften wir es in 30 Minuten. Leider erwartete uns dort die Botschaft, dass die Autos feststecken und wir unser Gepäck heute selbst bis ganz nach unten tragen müssen. 🙄😵‍💫

    Ohne lange Diskussion und froh endlich unten anzukommen, ging es Schritt für Schritt nach unten. ⬇️ Einige sind gerannt (soll wohl besser sein 🤷🏼‍♂️) und andere haben es mit dem ein oder anderen Sturz 🤕, ganz in Ruhe nach unten geschafft.

    Man glaubt es nicht, aber die 3️⃣ Stunden Abstieg waren mindestens genauso anstrengend wie nach oben. 😖 Durch geschwitzt, nass vom Regen und die Knochen brennen. 🔥

    Zurück auf dem Hof der Guides, gab es noch eine kleine Abschlussbesprechung 📋 und ein Gruppenfoto. 🖼️ 📸 Anschließend ging es mit dem Bus 🚌 zurück zur Agentur. Hier wurden die ausgeliehenen Utensilien zurück gegeben und alle bekamen ein Bier/ Cola. 🍻

    Bezahlt habe wir insgesamt 376 € und es war jeden Cent wert. Die Guides sowie die Einweisungen und Erklärungen waren super, das Equipment ist in gutem Zustand und natürlich das Erlebnis, dass nun zu einem der Schönsten auf unserer Reise zählt, bleibt unvergesslich. 🥰🏆

    In unserem Gesamtpreis 💰 inbegriffen war die Tour, sämtliche warme Kleidung (Pullover, dünne Jacke, dicke Jacke, Handschuhe, Schal und Mütze) und Wanderequipment, Mittag, Abendessen, 2x Frühstück und Snacks, Eintritt, Shuttle und unsere kleine Privathütte auf dem Berg. 🔝

    Nach der Verabschiedung aller, habe wir uns erstmal zurück zur Wohnung geschleppt ♿️ und versucht zu realisieren was letzte Nacht passiert ist. 🤩🤩🤩

    (Die Videos sind leider nicht von bester Qualität, aber ich denke man erkennt, um was es sich handelt. 😬🌋😉)
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