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In den Anden

March 2018 - November 2019
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  • Day6

    Cajón del Maipo

    March 19, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

    Bevor ich gleich weiter gehen muss, berichte ich noch schnell von gestern:
    Am Sonntag ziehen die Hauptstädter raus aufs Land. Somit befand ich mich mit ihnen auf dem Weg in den Cajón del Maipo südöstlich von Santiago. Während der Dunst am Morgen die Sicht verwehrte, klarte es bei Ankunft im Gebirge auf. Was ich zu sehen bekam war schon fast kitschig-schön. Auf dem Rio Maipo kann man raften, in den Bergen wandern und klettern und die Radfahrer treffen sich hier auch. Am Eingang zum Park El Morado hinterließ ich meinen Rucksack nicht, womit klar war, dass ich heute wohl nicht zurückzukehren beabsichtigte. Exakt. Ich hatte Verpflegung für drei Tage dabei. Der Aufstieg zur Lagune war einfach. Mit meinem Gepäck erhielt ich alle Aufmerksamkeit der Sonntagswanderer. So kamen wir auch schnell ins Gespräch. Der Ranger verstand keinen Spaß und trieb alle Wanderer am Abend talwärts. Da war nichts mit Verstecken. Also nahmen mich die vier in ihrem Wagen mit und luden mich in San José ab, wo ich inzwischen eine Herberge gebucht hatte. San José ist sehr touristisch. Am Abend saß ich auf der Plaza und genoss die beste Cazuela der vergangenen Wochen. Das Beste daraus gemacht.Read more

  • Day1

    Vulkanisation

    March 14, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 29 °C

    Die vergangenen vier Tage verbrachte ich mit der Begehung des Vulkans Descabezado grande im Naturreservat Altos de Lircay. Mir fehlte ein echtes Bergerlebnis bei der Ankunft in Talca. So war ich froh, dass mir im Hostel binnen kürzester Zeit ein Arriero vermittelt wurde, in dessen Begleitung das Unternehmen gelingen sollte. (Das muss aber unter uns bleiben.) Fazit: Es war alles dabei was man sonst nur auf Servus TV zu sehen bekommt - außer Verletzungen. Und auch wenn der dritte Tag 12 Stunden Gehen bereitete, so war die wesentliche Herausforderung eher die Überwindung mentaler Barrieren. Der Boden am Vulkan ist mit Kies aus weißem Bimsstein bedeckt. Schön anzuschauen im Mondlicht, aber ab 40 Grad Steigung allenfalls zum Herunterrutschen geeignet. Das Gefühl von Erleichterung am Ziel war unbeschreiblich. Alle Last des Aufstiegs war innerhalb von wenigen Minuten vergessen und mit dem Frühstück kehrte auch die Kraft zurück. "Jetzt was Warmes." dachte ich bei mir, aber so ein Vulkan kann eben nur An oder Aus. Ich wurde mit einem herrlichen Ausblick auf hundert Gipfel und Sicht in einen Krater mit 1,5 km Durchmesser belohnt.
    Die nächste Vulkanisation ist auch fällig - an meinen Schuhsohlen.
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