Washita Battlefield NHS OK
29. Jan.–1. Feb. in den USA ⋅ 🌬 7 °C
Die Anfahrt zur Washita Battlefield National Historic Site in Oklahoma benötigt auf der Hin- und Rückfahrt jeweils eine Zwischenübernachtung. Ich bin mir unsicher ob sich die lange Anfahrt überhaupt lohnt. Ein Blick in die Rezensionen von Washita zeigt fast alle mit 5 Sterne. Eine mit drei Sterne, da beschwert sich einer das er 10 Minuten vor Schließung nicht mehr in die Ausstellung durfte, ok damit kann ich leben. Auf der Hinfahrt bekomme ich ein wunderschönes Zimmer, total sauber und alles funktioniert für 39 Dollar. Das werde ich auf der Rückfahrt wieder buchen, da es dann Wochenende sein wird, wird es 44 Dollar kosten und der totale Abstieg sein, dazu später mehr.
Am nächsten Morgen geht es weiter und es dauert noch den ganzen Tag bis ich in der Nähes des Ziels mein Hotel erreiche. Von außen eher schon sehr verbraucht, aber das Zimmer ist sauber, die Bettwäsche und Handtücher auch. Ein Bonus ist Youtube im TV und der nächste Gast wird sich wundern wenn er von Youtube lauter Techno und Finch Lieder vorgeschlagen bekommt 🤣
Am Morgen geb ich etwas Gas und checke früher aus als normal. Ich muß noch 30 Meilen fahren bis zum Battlefield, mir alles anschauen, zwei Trails laufen und zum Zwischenübernachtungshotel zurück fahren. Angekommen die alte Leier, Visitor Center mit Film, Ausstellung und Magnet. Washita Battlefield National Historic Site erinnert an eine üble Sache in der amerikanischen Geschichte. Um die Indianerkriege abzukürzen entscheidet sich die US Regierung Apachen und Cheyenne in ihrem Winterlager anzugreifen. Man ging davon aus es, handle sich um ein Lager mit Kriegern. Leider griff man aber das falsche Lager an. Es war das Lager mit Alten, Kranken, Frauen und Kinder. Lediglich ein paar Krieger waren zum Schutz vorhanden. Custer, zu dem Zeitpunkt noch Lt. Col., ließ das Lager in der Nacht umzingeln und griff am frühen Morgen vor Sonnenaufgang an. Es begann ein Scheibenschießen auf die überraschten Campbewohner. Nach einiger Zeit bemerkte man den Irrtum und stellte das Morden von Frauen und Kindern ein. Allerdings wurden die gefangen genommen, als Geiseln benutzt und zur Umerziehung mitgenommen. Über die Verluste bei den Cheyenne gibt es unterschiedliche Angaben. Custer behauptet 103 Krieger getötet zu haben. Die Cheyenne geben an 13 Männer, 16 Frauen und 9 Kinder verloren zu haben. Außerdem wurden 53 Frauen und Kinder verschleppt. Unbestritten sind die Verluste der Kavallerie, es starben 22 Mann bei der Verfolgung von Kriegern die den Verfolgern eine Falle stellten und den Trupp komplett aufrieben. Auftragsgemäß verbrannten die Soldaten das ganze Lager mit Kleidung und Lebensmittel. Außerdem wurde die Herde von 875 Ponys vor Ort getötet.
Vieles davon erfährt und sieht man im Film und in der Ausstellung im Visitor Center. Nach dem Visitor Center laufe ich den kleinen Trail am Visitor Center mit vielen Erklärbärtafeln. Danach geht es zum Battlefield. Dort gibt es nochmal eine große Steintafel mit vielen Informationen, der Trail dort ist eher ... wie soll ich sagen ... langweilig. Große Prairie mit ein paar Pfosten mit Nummern. Keine Erklärbärtafeln, außerdem ist die Sonne weg, total kalt und der Weg aufgeweicht. Da ich knapp an Zeit bin drehe ich nur die kleine Runde, hatte ja im Visitor Center schon länger gestöbert als geplant. So mache ich mich auf den Weg in Richtung Zwischenübernachtungshotel. Dort angekommen bekomme ich das Zimmer im ersten Stock genau über dem Zimmer von der Hinfahrt. Was für ein Unterschied, das Zimmer ist schmutzig und fast nichts ist in Ordnung. Der Sicherheitsverschluss der Tür ist defekt, der Tv Decoder hängt nur noch an den Kabeln an der Wand und das Handtuchregal hängt an einer Schraube halb an der Wand. Ich mache den Bettwäschetest. Das Betttuch ist da wo die Füße liegen schmutzig. Kein Problem nehme ich das Laken mit dem die Zudecke unten eingepackt ist ... da ist getrocknetes Blut dran. Ok, nehme ich das Laken von oben drauf ... da wo die Füße sind ebenfalls schmutzig. Also geh ich an die Rezeption, reklamiere und verlange ein frisches Betttuch (Zudecke habe ich immer eine Eigene). Das bekomme ich ohne Probleme, stelle aber im Zimmer fest, ein riesen Fleck einer öligen Substanz. Wieder zurück, neues Betttuch holen. Dieses Mal checke ich gleich ob es sauber ist. Ist es und ich zieh es einfach über alles drüber. Ist schon spät, ich ziehe mich aus und will duschen. Ich nehme mir das erste Handtuch und will es an den Haken neben der Dusche hängen. Aber was ist das ... als ob jemand die Hände nicht richtig gewaschen hat und den Rest ins Handtuch geschmiert hat. Ich schaue die anderen drei Handtücher an ... alle schmutzig. Ich ziehe mich wieder an, schleppe die Handtücher an die Rezeption und verlange wenigstens ein Sauberes. Die Tusse ist mittlerweile genervt und will mir einen Refund geben, dafür müßte ich um 21.30 Uhr das Hotel verlassen und was Neues suchen, nee is klar. Ich bekomme das saubere Handtuch und verzieh mich wieder in mein Schloß. Nach dem Duschen ist es dann auch schon spät und ich gehe schlafen, nicht ohne noch alle Pflegeprodukte (Seife) im Zimmer einzustecken, Strafe muß sein 😏Weiterlesen




























ReisenderDie Rache gefällt mir 😁
Schon doof mit dem Zimmer, aber immer positiv bleiben: sehr überwiegend hattest du ja immer sehr saubere und schöne Zimmer. Hoffen wir, dass das überwiegend auch so bleibt 🍀 [Michael]
ReisenderIch hoffe das Kalte Nachts ist jetzt bald vorbei. 1. geht es ganz schön ins Geld und 2. Schlafe ich viel besser im Auto 😉