Der Flug war entspannt und problemlos. In Amman angekommen merkte ich sofort wie anders diese Stadt wirkt. Der Teil in dem meine Unterkunft liegt, Al-Abdali, fühlt sich unglaublich arabisch an. Alles ist ins Gebirge gebaut, Häuser klettern an den Hügeln hoch, alles in warmem Braunton, dazu dichter Verkehr und ein ständiges Grundrauschen aus Stimmen, Autos und Straßenleben. Genau so stellt man sich den Nahen Osten vor.
Ich schaute mir die antiken Ruinen an und genoss die Aussicht über die Stadt. Die riesige Flagge die früher einmal die grösste der Welt war ist kaum zu übersehen. Das römische Amphitheater liegt beeindruckend mitten im Stadtchaos. Ich lief kreuz und quer durch die Straßen. Überall Menschen, Marktstände, Shops, Restaurants, hupende Autos und diese steilen Treppen die gefühlt nie enden wollen.
Die Leute hier sind sehr freundlich und viele sprechen wirklich gutes Englisch. Die Stadt wirkt gebildet und sozial, man merkt dass Amman ein wichtiger Treffpunkt für internationale Firmen, Reisende und Expats ist. Viele kommen hierher um Arabisch zu lernen oder beruflich Fuss zu fassen.
Am Abend ging ich mit ein paar Leuten aus meiner Unterkunft essen. Es gab Mansaf, das Nationalgericht. Ich gebe zu, es war nicht so mein Ding doch der Abend war super. Wir quatschten lange und einer der Jungs erzählte, dass er mit dem Fahrrad von Deutschland bis nach Jordanien gefahren ist und sogar durch den Irak geradelt ist. Solche Geschichten hört man nicht jeden Tag.Read more