• San Juan La Laguna, Lago de Atitlán

    Jan 25–28 in Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C

    Am ersten Tag kam ich in San Juan La Laguna an, checkte in der Unterkunft ein und lief erstmal entspannt durchs Dorf. Ruhig, farbig, kreativ. Kurz darauf kam mein Kumpel Collum, den ich auf dem Acatenango Hike kennengelernt hatte, mit dem Boot an. Am Abend schlenderten wir durch den Ort, assen lokales Churrasco und merkten ziemlich schnell, dass hier abends praktisch nichts läuft. Vermutlich sind einfach alle drüben in San Pedro.

    Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Boot nach San Marcos. Baden im See, von einer rund zwölf Meter hohen Plattform springen, Aussichtspunkte anschauen und den Tag locker verbringen ohne grossen Plan. Danach ging es weiter nach San Pedro. Wir dachten dort sei sicher mehr los, aber auch am Nachmittag war es überraschend ruhig. Also hingen wir am Strand herum, tankten ein bisschen Sonne und assen eine Schoggobanane, bevor wir später zu Fuss zurück nach San Juan liefen.

    Auf diesem Weg sahen wir leider einmal mehr, wo ein grosser Teil des Mülls landet. Vor allem im Wald zwischen San Pedro und San Juan. Kein schöner Anblick, aber es gehört hier leider zur Realität.

    Der folgende Tag war sehr entspannt. Wir liefen hoch zum Mirador Kaqasiiwaan und genossen die Aussicht über den Atitlán See, die Berge und die Vulkane. Oben waren viele Locals, die sehr spezielle Snacks assen. Irgendwelche Früchte mit scharfen Chips, Nudeln und wilden Kombinationen, ich habe ehrlich gesagt nicht ganz verstanden was genau das war. Wir hielten es simpel und assen Mango mit Chili Salzpulver.

    Zurück in der Unterkunft hörten wir dann von dem tragischen Unfall auf dem See. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Schon am Tag davor war uns aufgefallen wie stark der Wind war und wie hoch die Wellen wurden. Trotzdem konnten wir uns nicht im Entferntesten vorstellen, dass nur einen Tag später ein so schlimmer Unfall passieren würde. Dass ein Boot kentert und Menschen sterben, ist einfach nur schwer zu begreifen. Offenbar gab es kleine Tornados auf dem See. Eine Tragödie. Rest in peace.

    Am Abend assen wir nochmals Churrasco, chillten im Park und schauten den Kindern beim Basketballspielen zu. Am nächsten Morgen versuchten wir noch den Sonnenaufgang am Hafen zu erwischen, aber falscher Ort und falsches Wetter. Also ab auf den Chickenbus Richtung Quetzaltenango (Xela). Eine komplett verrückte, lustige und adrenalinauslösende Fahrt. Ein würdiger Abschluss für San Juan La Laguna.
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