• K‘Gari

    March 21 in Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Hallo - da sind wir wieder, mit viel erlebten im Gepäck!

    Zuerst einmal müssen wir noch von unserem Aufbruch aus Noosa berichten. Erhofft hatten wir uns einen Sonnenaufgang am See mit darin springenden Kangaroos, aufgrund der großen und lauten Menge an Menschen, ist es aber leider nicht dazu gekommen.
    Der wirkliche Aufreger des Tages kam allerdings noch - unsere Batterie war wieder leer. Ein Nachbar konnte uns zum Glück Starthilfe geben, sodass wir uns auf den Weg nach Rainbow Beach machen konnten. Dort wurde unser Auto noch einmal vom Abschleppdienst gesichtet und für Montag ein Termin für das Einbauen einer neuen Batterie vereinbart. So konnten wir uns noch ein wenig die Ortschaft anschauen, die fast ausschließlich vom Tourismus nach Fraser Island (K'Gari) lebt. Beeindruckend oberhalb des Strandes liegt Carlo Sandblow. Eine mehrere hundert Meter fassende "kahle Stelle" aus Sand auf einem Berg, die wir schon aus den Everglades sehen konnten.

    Das Highlight folgte aber am nächsten morgen. Wir fanden uns bei Dingo*s Adventures ein und teilten uns mit knapp 30 weiteren Teilnehmern auf 4 alte Toyota Landcruiser auf. Angeführt von unserem Guide Dane, fuhren wir mit wechselnden Fahrern in Richtung K'Gari (aboriginal name für Fraser Island). Auf einer kleinen Landzunge ohne erkennbare Anlegestelle befuhren wir eine kleine Fähre, die uns am wenige hundert Meter entfernten Strand der Insel wieder absetzte. Über den Strand fuhren wir dann durch Wasser, über Stock und Stein, hoch und runter. So hielten wir zuerst an einem ins Meer mündenden Bachlauf und zum mittag in die kleine Ansiedlung Eurong. K'Gari ist die größte Sandinsel der Welt und hat dazu maximal 200 Bewohner, von denen die meisten nur angestellte sind. Die oben genannte Siedlung hat ein paar entsprechende Behausungen, ein Hotel, eine Tankstelle und einen Laden, sowie Handyempfang. Den gibt es sonst auf der Insel aber quasi nicht. Zu essen hatte man Wraps für uns vorbereitet. Nach einer guten Stunde ging es weiter. Durch den tiefsten Regenwald mit beeindruckender Vegetation ging es gut eine Stunde zum Lake McKenzie. Dieser liegt deutlich über Meeresniveau ist aber so klar wie eine Wasserflasche und hat Trinkwasserqualität. Zudem ist der Sand an seinem Strand zu 99% rein. Einfach wunderschön und so erfrischend. Wir waren total begeistert. Die ganze Zeit galt übrigens erhöhte Vorsicht wegen Dingos. Diese leben zu Dutzenden auf der Insel und sind trotz ihrer niedlichen Hundeoptik sehr gefährlich. Nächster Stop war an Central Station, wo einst ein Lebensmittelpunkt der Aboriginal People war. Im anliegenden Fluss gebaren die Frauen zB ihre Kinder.
    Zum Abend hin ging es dann in unser Camp im Norden der Isel. Besagtes Camp ist in Strandnähe im Wald und mit einem Dingozaun versehen. Es gibt mehrere überdachte Koch und Gemeinschaftsareas für jeweils gut 30 Leute. Darum herum sind immer wieder 6 Doppelzelte unter einer großen Regenplane. Die Toiletten sind mit fließend Wasser und für 2 Dollar kann man sogar duschen. Man hatte uns verschiedene Salate, sowie Grillwaren zur Verfügung gestellt, mit denen wir uns versorgten. Aufgrund der aktuell wohl sehr angespannten Situation mit den Dingos (im Januar ist erst eine 19. jährige im Zusammenhang mit einem Dingoangriff verstorben) war es nicht möglich das Camp nochmal zu verlassen. Ebenso ist es aufgrund von tückischen Strömungen und Haien in direkter Strandnähe nicht möglich im Meer zu schwimmen. So ging es wie immer zeitig ins Bett. Nach einer regnerischen Nacht und bei Charlotte der Angst vor potenziellen 8-beinigen Besucher, ging es auch früh wieder aus den Federn.
    Eines der am häufigsten fotografierten Motive auf der Insel war unser nächstes Ziel. Das Wrack der SS Maheno, die dort vor vielen Jahren auf Grund lief, unter den Wetterbedingungen bot sich eine durchaus bedrohliche Szenerie. Letztes Ziel der Tour war denn der Eli Creek. Ein kleiner Fluss, der aus einer Quelle (halb Regenwasser halb artesisch) mit Trinkwasser gespeist wird. Wir haben dort dann eine ganze Weile verweilt und mit den anderen Teilnehmern unter anderem einen Sandburgenwettbewerb veranstaltet. Zudem ließ sich ein Dingo in direkter Nähe bei uns Blicken und wagte auch einen näheren Blick auf unseren Fußball.
    Zum Mittagessen ging es dann wieder nach Eurong, wo sich die Sonne wieder blicken ließ und am späten Nachmittag wieder über den Strand und die Fähre zurück nach Rainbow Beach.
    Geschafft aber voller Eindrücke können wir nur sagen: das war toll!
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