• Valbona Pass 1795 üNN

    5. maj, Albanien ⋅ ⛅ 13 °C

    Anfangs noch wenige Scheereste, werden es bald richtige Schneefelder, die zu überqueren sind. Jetzt ist es vorteilhaft, dass wir Wanderschuhe und Stöcke im Gepäck haben. Unterwegs begegnen uns etliche Leute mit Turnschuhen und schnell im Wald gesuchten hölzernen Gehhilfen.
    Am Pass angekommen, haben wir eine mega Aussicht und der Wind bläst ordentlich. Etwa 50 Höhenmeter gehen wir noch auf einen Aussichtspunkt. Hier treffen wir die Wandergruppe mit ihrer adoptierten Hündin, wie sie sagen. Dem Typ aus New York helfe ich mit einem Stock aus. Ich kann gar nicht zusehen wie er auf dem Hintern den Schnee hinabrutscht. Er betont mehrfach, ich hätte ihm sein Leben gerettet. Wir borgen noch einem Deutschen einen Stock, weil er zum Leidwesen seiner Freundin den Flattermann bekommt. Wanderer und Schneefelder sind schon eine merkwürdige Symbiose. Etwa eine halbe Stunde später sitzen sie in der Sonne am Wegesrand und warten auf uns, um den Stock zurückzugeben. An einer bewirtschafteten Hütte legen wir eine Pause ein und holen richtig dicken schwarzen Kaffee. Als der Schotterweg beginnt, findet Didi eine abenteuerliche Abkürzung über ehemals bewirtschaftete Terrassenfelder. Wir folgen den hier hauptsächlich überirdisch verlegten Wasserschläuchen. Nachdem wir noch an der alten zerfallenen Getreidemühle vorbeikommen, sind wir nach 14 km so gut wie zu Hause. Erschrocken stellen wir fest, das es 940 Höhenmeter waren. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall.

    Frisch geduscht, geht es direkt in das benachbarte Restaurant. Wir bestellen zwei lokale Biere und die warme Vorspeise für 2. Es ist unfassbar viel und ich muss aufgeben. Gefüllte Paprika, gebackene Kartoffeln mit Möhren, Brot, Oliven, verschiedene Soßen, Salat, Fergesa, was gebackene Paprika, Tomaten und Käse ist. Wir bezahlen 2600 LEK, nicht mal 30 Euro und haben voll die dicken Bäuche.
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